Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Perlentaucher-Autoren
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Am häufigsten kommentierte Artikel
Im Ententeich: Redaktionsblog
Found Footage: Sundance.
Von Thomas Groh, 25.01.2010, 15:49
Als "middlebrow-Festival" ist das derzeit stattfindende Sundance Festival zwar nicht unumstritten, sehr schön ist deren Onlinepolitik aber doch: Neben viel Unerheblichem (ein Gitarrespieler in einem Café? Also gut.) und üblichem Festival-Chitchat (wichtig aussehende Leute sagen wichtig Klingendes in wichtig aussehende Kameras) finden sich im YouTube-Channel des Festivals auch Beiträge aus dessen Kurzfilmprogramm. Zwar muss man dabei ein bisschen Rosinen-Picken spielen (warum das Festival sich nicht auf einen tag einigt, der einem auf einen Blick alle Filme präsentiert, ist schon schleierhaft), doch zeigt dieser Testballon auch die ungefähre Richtung an, die internationale Filmfestivals im Zeitalter von Digitalisierung und Medienkonvergenz einschlagen könnten. Ich für meinen Teil hoffe, dass z.B. die Berlinale solche Möglichkeiten ebenfalls in Betracht zieht (oder aber vielleicht sogar über eine Art "Online-Festivalsektion" nachdenkt, die von und für das Netz produzierte Filme unter einem entsprechenden Label kuratiert).
Jedenfalls, ein paar Fundstücke:
"Old Fangs" von Adrien Merigeau (der über die Produktion hier gebloggt hat) handelt von der ersten Begegnung nach Jahren zwischen einem jungen Wolf und dessen Vater:
Kommentare
Stichwörter:
found footage
Found Footage: Gesperrtes Netz
Von Thomas Groh, 23.01.2010, 18:31
Das National Film Board of Canada gehört, was die Netzpräsenz betrifft, zu den vorbildlichsten Filminstitutionen weltweit. Gerade erst wurde der High Definition Channel um einige wunderbare Schätze der Animationsfilmkunst bereichert: Hochauflösend, weltweit abrufbar und embeddable.
Der sehr zurecht 2007 oscarnominierte Madame Tutli-Putli etwa ist ein auf bezaubernde Weise abgründiger Stopmotion-Film:
Ryan von Chris Landreth hingegen trug drei Jahre zuvor die Trophäe siegreich davon. Sein Film befasst sich mit dem Leben des kanadischen Animationsfilmers Ryan Larkin, der 30 Jahre zuvor auf seinem Gebiet Wegweisendes leistete.
Eine Auswahl von Larkins Filmen, zum Beispiel sein oscarnominierter En Marchant, an dem Larkin zwei Jahre gearbeitet hat, findet sich im übrigen ebenfalls im Archiv des NFB.
(den Hinweis verdanke ich dem Blog Drawn)
=====
Zwar nicht embeddable, aber deswegen nicht weniger sehenswert ist Psalm
mehr lesen
Kommentare
Stichwörter:
found footage
Zu Hilal Sezgins Vorwürfen gegen den Perlentaucher
Von Anja Seeliger, 20.01.2010, 21:01
Hilal Sezgin beschwert sich heute in der Zeit unter der Überschrift "Ihr Feiglinge" unter anderem darüber, dass die Feuilletonrundschau des Perlentauchers nicht namentlich gezeichnet ist und wir gewissermaßen nur rudelartig und anonym auftreten. Dazu folgendes: Die Feuilletonrundschau wird jeden morgen von den drei Perlentaucherredakteuren und einem freien Autor erstellt. Die einzelnen Beiträge sind nicht namentlich gekennzeichnet, weil die Feuilletonrundschau buchstäblich ein Gemeinschaftsprojekt ist. Wir sitzen zwischen sieben und neun in einem Raum, lesen uns vor, redigieren uns gegenseitig, diskutieren, ergänzen, tauschen Zitate aus etc. Die Redaktion ist überschaubar - Thierry Chervel, Thekla Dannenberg, Anja Seeliger - und steht mit Kurzbio im Impressum.
mehr lesen
Kommentare
Found Footage: A Letter to Uncle Boonmee - und anderes.
Von Thomas Groh, 19.01.2010, 21:55
Zwar kann man das Video nicht einbetten und eine (ratzfatz erledigte) Registrierung bei der Online-Cinémathèque "The Auteurs" ist obendrein nötig (so ganz im übrigen: die schlechteste Sache nicht), einen Hinweis aber ist dies unbedingt wert: Dort, bei "The Auteurs", kann man sich derzeit A Letter to Uncle Boonmee, den neuen Kurzfilm des thailändischen Regisseurs Apichatpong Weerasethakul, anschauen - weltweit ohne Geoblocking, kostenfrei und in hervorragender Qualität. Nehmen Sie sich die 17 Minuten Zeit!
(Bei unseren Freunden von "Cargo" finden Sie übrigens auch ein sehenswertes Videointerview mit dem Regisseur)
===
Ganz andere Geschichte: Die folgenden dreieinhalb Minuten sind ein ganz vergnüglicher königlicher Alptraum, in der alle paar Sekunden mit fast schon meditativer Konsequenz Unvorhergesehens und doch lange Vorbereitetes geschieht. Minimalistisch mit Flashsoftware von Alex Budovsky (hier sein YouTube-Kanal) animiert und nicht zu Unrecht auf zahlreichen Animationsfilmfestivals gezeigt:
===
Weniger vergnüglich, dafür umso morbider geht's in dem Kurzanimationsfilm Homunculus zu. Hier entspringen die Menschlein dekadenten Massen verderbenden Obstes.
mehr lesen
Kommentare
Stichwörter:
found footage
Das Behagen an der Unkultur
Von Thierry Chervel, 18.01.2010, 14:01
Henryk Broder ist ein Riese! Ganz allein ist er in der Mehrheit gegenüber all den kleinen Feuilletons. Die tapfere kleinere Minderheit aus Freitag, taz, Zeit, Süddeutsche, FAZ und FAS hat in den letzten Wochen ihren ganzen Mut zusammengenommen, um hinter dem anarchistischen Witz Broders den dunkel schimmernden "Fundamentalismus der Aufklärung" bloßzulegen. In einer ganzen Flut von Artikeln zurren sie ihn fest und pieken ihn, wie das Zwergenvölkchen bei Swift. Broder, schrieb Thomas Assheuer in der Zeit, "gibt sich stets Mühe, lustig zu schreiben, aber er meint es bitterernst". Das ist der Unterschied: Seine Gegner sind nicht mal lustig.
Es begann schon mit dem Klimagipfel in Kopenhagen, der die taz über Climategate und "Achse des Blöden" stöhnen ließ. Es kulminierte nach dem Schweizer Minarettverbot (seitdem ist Broder für den Freitag ein Rechtspopulist, mehr hier). Und es ging weiter nach dem Mordanschlag auf Westergaard. Held der Helden ist seit neuestem Claudius Seidl: Er versprach in der FAZ am Sonntag hoch und heilig, sein Leben hinzugeben, falls Henryk B. und seine fundamentalistischen Konsorten den muslimischen Frauen das Recht aufs Kopftuch erfolgreich streitig machen sollten. Zugegeben: Das ist unwahrscheinlich, aber wer weiß - am Ende
mehr lesen
Kommentare
Stichwörter:
Ayaan Hirsi Ali, Feuilleton, Henryk Broder, Islam, Karikaturenstreit, Necla Kelek, Seyran Ates
Found Footage: Tilda Swinton.
Von Thomas Groh, 17.01.2010, 11:46
Tilda Swinton. An der schottischen Küste, in schottischen Wäldern, in einer schottischen Ruine. Barfuß. Als neues Gesicht für Pringle of Scotland. Ein Werbevideo - wenn man es denn so nennen kann - für die kommende Sommerkollektion, gedreht von Ryan McGinley.
(gefunden bei proletkult)
In der Ententeich-Rubrik Found Footage stellt Thomas Groh Netzvideo-Trouvaillen vor.
mehr lesen
Kommentare
Stichwörter:
found footage
Scholl-Latour: Kristina Köhler ist ein Skandal
Von Thierry Chervel, 05.01.2010, 09:01
Peter Scholl-Latour war immer schon berühmt als Experte für alles und für tiefen Einblicke in die Seelen der Völker. Hier ein weiterer Beweise für das Ausmaß seiner Völkerverständigung, ein FAZ-Interview, das wir (dank Cora Stephan) erst jetzt entdecken:
"Scholl-Latour: Dass wir jetzt eine Familienministerin mit Zuständigkeit für den Islam benennen von 32 Jahren, die nicht verheiratet ist, keine Kinder hat - was die Familie betrifft, ist mir das egal, aber dass sie sich um den Islam kümmert, ist ein Skandal.
Frage: Was ist daran skandalös?
Scholl-Latour: Weil Sie keine Ahnung hat. Und man muss auch Rücksicht nehmen auf die Mentalität dieser Völker. Für die ist eine 32 Jahre alte ledige Frau, die in wilder Ehe lebt, wie man früher sagte, inakzeptabel." mehr lesen
Kommentare
Stichwörter:
Islam, Peter Scholl-Latour
Archiv
- Juni 2013
- April 2013
- Januar 2013
- Dezember 2012
- November 2012
- September 2012
- August 2012
- Juli 2012
- Mai 2012
- April 2012
- März 2012
- Februar 2012
- Dezember 2011
- November 2011
- Oktober 2011
- September 2011
- August 2011
- Juli 2011
- Juni 2011
- Mai 2011
- April 2011
- Januar 2011
- Dezember 2010
- November 2010
- September 2010
- August 2010
- Juli 2010
- Juni 2010
- Mai 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- Dezember 2009
- November 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
Archiv: Presseschauen
Köstliches Tabu
18.06.2013. Bloomberg besucht das nordkoreanische Kunststudio Mansudae. Ungarn zählt zu den unreligiösesten Ländern Europas, meldet Elet es Irodalom. Eurozine schmeckt eine kräftige Dosis Guy Debord in den Reden der heutigen russischen Opposition. Pitchfork lernt von Pussy Riot den größten Unterschied zwischen den USA und Russland. Granta erliegt den Verlockungen indischer Eis-Lollies. Der New Statesman feiert die Dichterin Charlotte Mew, die London Review den Fotografen Garry Winogrand, Hazlitt den Comickünstler Gengoroh Tagame und die New York Times den Maler James Turrell. Mehr lesen
Zu 93 Prozent akkurat
18.06.2013. In der Welt erhofft sich Wolfgang Kraushaar durch neue Ermittlungen mehr Informationen über die Terrorserie in München 1970. Die Digitale Gesellschaft erstattet wegen Prism Anzeige bei der Polizei: Es besteht Verdacht auf Spionage. In der taz verrät Zeit-Geschäftsführer Rainer Esser die Honorare seiner freien Mitarbeiterin Silke Burmeister. Stefan Niggemeier kann sich darüber nur sehr wundern. Dass der Aufklärer Walter Jens bei seiner Trauerfeier mit Mozarts Requiem verabschiedet wurde, gehört zu den Aporien, die zu ihm passen, findet die FAZ. Mehr lesen
Recherche und Obsession
18.06.2013. Athen: ERT sendet wieder - Datenspionage: NASA, Prisms großer Bruder & BND baut Internetüberwachung aus & Britischer Geheimdienst bespitzelte G-20-Teilnehmer - Netzwerk Recherche: "Wenn Journalisten nicht verlegerischer denken, schaffen sie sich ab" & Informationsblockierer des Jahres: Negativpreis für den Innenminister - Biografismus statt Biografie: Gregor Keuschnigs Anmerkungen zu Hans Peter Riegels Beuys-Buch & Kommentare des beleidigten Autors. Mehr lesen
Karikaturen und Cartoons
18.06.2013. Rettet die NSA das Klima? Mehr lesen
Archiv: Bücher
An der Nullgrenze aller moralischen Vorstellungen
18.06.2013. Tränen vergossen hat die NZZ über Julia Kissinas Roman "Frühling auf dem Mond", vor Glück und vor Trauer. Außerdem stellt sie fest, dass E.L. Doctorow auch die kleine Form meisterhaft beherrscht. Die SZ rät dringend zu Jürgen Grässlins "Schwarzbuch Waffenhandel". Die taz lernt von der Literaturwissenschaftlerin Eva Eßlinger: Wir leben in einer Dienstbotenromanze. Mehr lesen
10 Ave Maria, 20 Vaterunser
13.06.2013. In Patricia Melos bösem Roman "Leichendieb" gelingt es einem kriminellen Charakter grandios, immer nur anderen Menschen das Leben zu versauen. Der Journalist Klester Cavalcanti erzählt in seiner Reportage "Der Pistoleiro" von einem brasilianischen Auftragsmörder, der 492 Menschen tötete und trotzdem hofft, in den Himmel zu kommen. Mehr lesen
Küsse und Bisse
03.06.2013. Zülfi Livaneli führt uns auf das Flüchtlingsschiff Struma, Ralph Dutli in das Paris des Malers Soutine, Yoram Kaniuk in die Palmach, Patrick Roth nach Hollywood, Hans-Peter Riegel ins Beuys-Land und Malte Herwig zu den Flakhelfern. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Juni. Mehr lesen
Eugen Ruge: Cabo de Gata
30.05.2013. Ein Mann lässt sein bisheriges Leben hinter sich, landet in einem öden andalusischem Fischerdorf - Cabo de Gata - und schließt Freundschaft mit einer Katze. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem neuen Roman von Eugen Ruge.
Mehr lesen
Archiv: Magazin
Die Matrix und ihre Feinde
17.06.2013. Gott und die Götter: Wider die Entschärfung von Jan Assmanns These. Von Daniele Dell'Agli
Mehr lesen
Die Matrix und ihre Feinde
17.06.2013. Erstaunlich, mit welchem Aufwand davon abgelenkt wird, dass die Unterscheidung zwischen dem einen wahren Gott und den vielen falschen Göttern uns noch nach 2000 Jahren ihre finstere Exekutivlogik unter Beweis stellt. Wider die Entschärfung von Jan Assmanns These. Mehr lesen
Club Med
21.05.2013. Marseille, Kulturhauptstadt 2013. Mit ihrem hohen Migrantenanteil ist die Mittelmeermetropole ein Vorreiter der Integration. Fünfzig Jahre später haben sich die Hoffnungen zerschlagen, die Segregation ist in vollem Gang. Die Vereinten Progressiven Territorien sichern ihre Sektorengrenzen mit aller Macht ... Eine Erzählung Mehr lesen
Was Arno Widmann nicht sagen durfte
04.04.2013. Die Berliner Zeitung hat eine kritische Passage über den Verleger Alfred neven DuMont nachträglich unterdrückt. Aber was hat Widmann eigentlich gesagt?
Mehr lesen





