Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Am häufigsten kommentierte Artikel
Im Ententeich: Redaktionsblog
Das Gift der Selbstzensur
Von Thierry Chervel, 18.08.2009, 11:08
Die meisten Zeitungen in Deutschland haben das Thema nicht aufgegriffen, dabei ist es fast eine Woche alt. Die New York Times brachte es zuerst, am 12. August. In Deutschland hat dann nicht eine Zeitung, sondern ein Blog, die Achse des Guten, ein informatives Dossier zum Thema zusammengestellt. Die Süddeutsche Zeitung hat am 14. August eine winzige Meldung abgedruckt (die dem Perlentaucher entgangen ist). Der Perlentaucher wurde am 15. durch eine Meldung in der NZZ aufmerksam. Die FAZ brachte an diesem Montag einen kleinen Artikel. In anderen Zeitungen haben wir nichts gefunden - vor allem, mit Ausnahme der FAZ, keinen Kommentar. (Aktualisierung vom 19. August: Jens Balzer griff die Geschichte gestern in der Berliner Zeitung ausführlich auf.)
Man kann sich die Redaktionskonferenzen förmlich vorstellen: Ach, nicht schon wieder dieses Thema. Aber ist es wirklich zum Abwinken? Jytte Klausen, Politologin an der Brandeis-Universität hat den Karikaturenstreit wissenschaftlich aufgearbeitet. "The Cartoons that Shook the World" , das erst im November herauskommt, wird nun ein Buch über Bilder ohne Bilder. Offensichtlich versucht Klausen darin zu zeigen, dass die gewalttätigen Proteste gegen die Karikaturen
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Jytte Klausen, Karikaturenstreit, Mohammed-Karikaturen, Yale University Press
Der Ammann Verlag hört auf
Von Thierry Chervel, 10.08.2009, 10:08
Der Ammann Verlag hört auf. In einer brieflich verschickten Pressemitteilung mit dem Datum vom 10. August informiert der Zürcher Verleger Egon Amman, dass sein Verlag seine "publizistische Arbeit" am 30. Juni nächsten Jahres einstellen will. "Für das Frühjahr 2010 bereite ich unser letztes Programm vor" heißt es in dem Schreiben. Als Grund für diesen Entschluss nennt Ammann "das fortgeschrittene Alter der Verleger" und "eine Marktsituation, die für die Literatur zunehmend schwieriger wird". Nach der Edition Urs Engeler kündigt mit Ammann der zweite wichtige Schweizer Verlag sein Ende an.
Blickt man auf das Programm des Verlags, so scheint der Verlust fast noch schwerer zu ertragen. Ammann hat unter der Leitung von Ralph Dutli eine mustergültige Ausgabe der Werke Ossip Mandelstams herausgebracht. Bei Ammann erschienen die viel gefeierten Übersetzungen der großen Romane von Dostojewski durch Swetlana Geier. Zu den weiteren internationalen Autoren des Verlags gehören Ismael Kadaré, Ralph Ellison, Georges-Arthur Goldschmidt und Abraham Sutzkever.
Der prominenteste deutschsprachige Autor des Verlags ist Thomas Hürlimann. Ammann hatte auch einige große Bestseller wie Thomas Hürlimanns "Fräulein Stark" und Eric-Emmanuel Schmitts "Monsieur Ibrahim".
Telefonisch erläutert der Pressesprecher des Verlags, Simon Rüttimann, zur Meldung, dass auch alle Mitarbeiter des Verlags und die Autoren
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Ammann Verlag
Rupert Murdoch - die Kapitulation
Von Thierry Chervel, 07.08.2009, 11:08
So so, Rupert Murdoch will also die Online-Angebote seiner Printmedien wieder kostenpflichtig machen, hört man. Andere Zeitungen wie die New York Times denken darüber nach. Verleger wie Mathias Döpfner sekundieren: Der Gratis-Kultur im Netz müsse ein Ende gemacht werden.
Vor einigen Jahren hätte mich die Meldung, dass Zeitungen im Netz nicht mehr gratis zu lesen sind, betroffen gemacht. Bei der New York Times würde es mir auch heute noch wehtun. Sie hat die beste Website einer Zeitung weltweit. Sie wäre vielleicht die einzige Zeitung, bei der ich überlegen würde, ein Online-Abo zu beziehen.
Allerdings muss man auch überlegen, dass die New York Times im Netz deshalb so gut ist, weil sie - wie sonst fast nur der Guardian - Online und Print so unglaublich sinnvoll und so synergiereich verknüpft hat. Aus der Print-Times las man die Buchkritik - und online stellt die Leseprobe hinzu. Am grandiosesten war die Verknüfpung in dem Blog The Lede bei den iranischen Unruhen: In diesem Blog las man alles, was neu war - die Tweets aus dem Iran einerseits, und die Berichte und Einschätzungen der Redaktion andererseits.
Durch eine Abtrennung des zahlbaren Bereichs werden diese neuen journalistischen Formate
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Rupert Murdoch, Zeitungskrise
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Archiv: Presseschauen
Köstliches Tabu
18.06.2013. Bloomberg besucht das nordkoreanische Kunststudio Mansudae. Ungarn zählt zu den unreligiösesten Ländern Europas, meldet Elet es Irodalom. Eurozine schmeckt eine kräftige Dosis Guy Debord in den Reden der heutigen russischen Opposition. Pitchfork lernt von Pussy Riot den größten Unterschied zwischen den USA und Russland. Granta erliegt den Verlockungen indischer Eis-Lollies. Der New Statesman feiert die Dichterin Charlotte Mew, die London Review den Fotografen Garry Winogrand, Hazlitt den Comickünstler Gengoroh Tagame und die New York Times den Maler James Turrell. Mehr lesen
Zu 93 Prozent akkurat
18.06.2013. In der Welt erhofft sich Wolfgang Kraushaar durch neue Ermittlungen mehr Informationen über die Terrorserie in München 1970. Die Digitale Gesellschaft erstattet wegen Prism Anzeige bei der Polizei: Es besteht Verdacht auf Spionage. In der taz verrät Zeit-Geschäftsführer Rainer Esser die Honorare seiner freien Mitarbeiterin Silke Burmeister. Stefan Niggemeier kann sich darüber nur sehr wundern. Dass der Aufklärer Walter Jens bei seiner Trauerfeier mit Mozarts Requiem verabschiedet wurde, gehört zu den Aporien, die zu ihm passen, findet die FAZ. Mehr lesen
Recherche und Obsession
18.06.2013. Athen: ERT sendet wieder - Datenspionage: NASA, Prisms großer Bruder & BND baut Internetüberwachung aus & Britischer Geheimdienst bespitzelte G-20-Teilnehmer - Netzwerk Recherche: "Wenn Journalisten nicht verlegerischer denken, schaffen sie sich ab" & Informationsblockierer des Jahres: Negativpreis für den Innenminister - Biografismus statt Biografie: Gregor Keuschnigs Anmerkungen zu Hans Peter Riegels Beuys-Buch & Kommentare des beleidigten Autors. Mehr lesen
Karikaturen und Cartoons
18.06.2013. Rettet die NSA das Klima? Mehr lesen
Archiv: Bücher
An der Nullgrenze aller moralischen Vorstellungen
18.06.2013. Tränen vergossen hat die NZZ über Julia Kissinas Roman "Frühling auf dem Mond", vor Glück und vor Trauer. Außerdem stellt sie fest, dass E.L. Doctorow auch die kleine Form meisterhaft beherrscht. Die SZ rät dringend zu Jürgen Grässlins "Schwarzbuch Waffenhandel". Die taz lernt von der Literaturwissenschaftlerin Eva Eßlinger: Wir leben in einer Dienstbotenromanze. Mehr lesen
10 Ave Maria, 20 Vaterunser
13.06.2013. In Patricia Melos bösem Roman "Leichendieb" gelingt es einem kriminellen Charakter grandios, immer nur anderen Menschen das Leben zu versauen. Der Journalist Klester Cavalcanti erzählt in seiner Reportage "Der Pistoleiro" von einem brasilianischen Auftragsmörder, der 492 Menschen tötete und trotzdem hofft, in den Himmel zu kommen. Mehr lesen
Küsse und Bisse
03.06.2013. Zülfi Livaneli führt uns auf das Flüchtlingsschiff Struma, Ralph Dutli in das Paris des Malers Soutine, Yoram Kaniuk in die Palmach, Patrick Roth nach Hollywood, Hans-Peter Riegel ins Beuys-Land und Malte Herwig zu den Flakhelfern. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Juni. Mehr lesen
Eugen Ruge: Cabo de Gata
30.05.2013. Ein Mann lässt sein bisheriges Leben hinter sich, landet in einem öden andalusischem Fischerdorf - Cabo de Gata - und schließt Freundschaft mit einer Katze. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem neuen Roman von Eugen Ruge.
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Archiv: Magazin
Die Matrix und ihre Feinde
17.06.2013. Gott und die Götter: Wider die Entschärfung von Jan Assmanns These. Von Daniele Dell'Agli
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Die Matrix und ihre Feinde
17.06.2013. Erstaunlich, mit welchem Aufwand davon abgelenkt wird, dass die Unterscheidung zwischen dem einen wahren Gott und den vielen falschen Göttern uns noch nach 2000 Jahren ihre finstere Exekutivlogik unter Beweis stellt. Wider die Entschärfung von Jan Assmanns These. Mehr lesen
Club Med
21.05.2013. Marseille, Kulturhauptstadt 2013. Mit ihrem hohen Migrantenanteil ist die Mittelmeermetropole ein Vorreiter der Integration. Fünfzig Jahre später haben sich die Hoffnungen zerschlagen, die Segregation ist in vollem Gang. Die Vereinten Progressiven Territorien sichern ihre Sektorengrenzen mit aller Macht ... Eine Erzählung Mehr lesen
Was Arno Widmann nicht sagen durfte
04.04.2013. Die Berliner Zeitung hat eine kritische Passage über den Verleger Alfred neven DuMont nachträglich unterdrückt. Aber was hat Widmann eigentlich gesagt?
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