Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Perlentaucher-Autoren
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Von Lesern empfohlene Bücher

Petur Gunnarsson: punkt punkt komma strich

Moti Kfir, Ram Oren: Sylvia Rafael

Im Ententeich: Redaktionsblog
Der Unmenschenrat
Von Thierry Chervel, 30.05.2009, 07:05
Am Mittwoch wollten die westlichen Nationen erreichen, dass der UN-Menschenrechtsrat die Kriegsführung beider srilankischen Bürgerkriegsparteien in der letzten Phase untersucht. Der Rat ließ sich nicht lumpen: Menschenrechtsverletzungen durch die Tamil Tigers will er untersuchen. Solche des Regimes aber nicht. Die betrachtet er wohl als innere Angelegenheit. Vertreter westlicher Nationen äußerten sich enttäuscht.
Nun präsentiert die britische Times ein Video. Offensichtlich hatten die Tigers ihre Stellungen inmitten von Flüchtlingslagern voller Zivilisten aufgebaut. Und offensichtlich haben die Regierungstruppen diese Lager einfach bombardiert. Zynismus der Verzweifung. Zynismus des Siegesrauschs. Die srilankische Regierung bestreitet. Die Times zeigt ein Video mit Hunderten frisch ausgehobenen Massengräbern und spricht von 20.000 Toten in den letzten Wochen des Krieges. 
Gegen eine Untersuchung der srilankischen Kriegsführung stimmten unter anderem Russland, China, Kuba ? und leider auch Indien.
Der Rat scheint sich vor allem für das Menschenrecht zu interessieren, Holocaustleugner als Keynote Speaker zu Rassismuskonferenzen einzuladen. Die Demokratien sollten ihn dabei allein lassen.
Thierry Chervel mehr lesen
Kommentare
Die CDU profiliert sich als Anti-Internetpartei
Von Thierry Chervel, 27.05.2009, 14:05
Die CDU hat sich modernisiert. Sie ist wählbar geworden ? auch weil sie gelernt hat, nicht mehr mit potenziell rechtspopulistischen Themen Wähler gewinnen zu wollen. Heilsam war da Roland Kochs Scheitern bei der letzten Hessenwahl. Die Wähler haben ihm seinen Versuch, die gute alte Ausländerfeindlichkeit zu mobilisieren, geradezu übel genommen. Das sitzt. Angela Merkel lässt sich mit derartigem chauvinistischen Piefketum ohnehin nicht identifizieren.
Nun scheint die CDU auf der Suche nach populistischen Themen und Ängsten, die man ausbeuten kann, aber ganz woanders fündig geworden zu sein. Das Internet ist jetzt das Reich des Bösen. Es ist ja ohnehin deprimierend, welche Abgründe in der Diskussion über das Netz zwischen Amerika und dem alten Europa klaffen. In den USA wird das Netz bei allen Problemen ? etwa dem Zeitungssterben ? als Reich einer neuen Freiheit begrüßt. Im alten Europa ist es das Reich des Bösen. Es untergräbt nicht nur alles Bestehende. Es ist die Sphäre aller dunklen unbeherrschbaren Kräfte in der Gesellschaft. Im Netz findet der Kannibale seine willige Nahrung. Mit treuem Augenaufschlag verlesen die Nachrichtensprecher der Tagesschau über das Netz ausschließlich Nachrichten, die von Kinderpornos, chattenden Amokläufern und bombenbastelnden Terroristen handeln.
Nach Winnenden wurde ein Fake mit angeblichen ... mehr lesen
Kommentare
Die Anhörung von Sachverständigen zu Sperren im Internet
Von Anja Seeliger, 27.05.2009, 11:05
Seit 11 Uhr bis etwa 12.55 Uhr kann man hier im Netz live die Anhörung von Sachverständigen zur Internetsperren mit anhören. Die Übertragung wird um 19 Uhr wiederholt. Mehr Infos und vor allem weitere Links zum Thema findet man bei Carta und bei Netzpolitik.
mehr lesen
Kommentare
Die Akademie als Ort der Urheberrechtsdebatte?
Von Thierry Chervel, 12.05.2009, 12:05
Gerade hat die Akademie der Künste in Berlin Klaus Staeck neu zum Präsidenten gewählt. Er ist mit seinen 71 Jahren erstaunlich offen für Internetthemen. Unter seiner Ägide hat die Akademie eine Erklärung zur aktuellen Urheberrechtsdebatte veröffentlicht, die immerhin ein klein bisschen offener ist als der arg vernagelte, auf die Interessen der traditionellen Verwerterindustrien fokussierte "Heidelberger Appell". Im Eingangsstatement heißt es bei der Akademie:
"Zwei grundsätzliche Interessen stoßen aufeinander:
? die Forderung nach freier Verfügbarkeit über alle kulturellen Güter sowie nach ungehindertem öffentlichen Zugang zu Online-Archiven
? der Kampf der Kreativen gegen eine großangelegte Enteignung geistigen Eigentums, gegen die fortschreitende Aushöhlung der Urheberrechte im Zeitalter des Digitalkopierens"
Der Text der Akademie wirkt auffällig zwiespältig. Der "Erklärung" sind zudem "Anmerkungen" beigesellt, die darauf hindeuten, dass man von einer abschließenden Position zu den offenen Fragen noch entfernt ist. Nicht zu Unrecht spricht der Appell von der "drohenden Monopolisierung des Weltliteraturerbes" durch Google. Dann folgt wieder die übliche Rhetorik von "Enteignung" und "Freibeutertum", und es klafft der blinde Fleck, der auch den "Heidelberger Appell" kennzeichnet: In gespielter Unschuld tut man so, als stünde der wehrlose Urheber dem Moloch des Internets gegenüber. Dass zwischen den beiden die traditionellen ... mehr lesen
Kommentare
Wir alle sind auf dem Weg nach Tycho
Von Richard Stallman, 04.05.2009, 10:05
Richard Stallman hat Dan Halberts Geschichte im Jahr 1997 geschrieben. Sie war schon damals keine reine Science fiction. In diesem Nachtrag aus dem Jahr 2007 zeigt Stallman, einer der Pioniere der Freien-Software-Bewegung, welche Zensurmechanismen inzwischen von Industrie und Regierungen verwirklicht wurden. Dan Halbert ist immer noch auf dem Weg nach Tycho. D.Red.
Nachtrag des Autors zu "Dan Halberts Weg nach Tycho"
Der Kampf um das Recht zu lesen wird schon heute geführt. Es wird vielleicht noch 50 Jahre dauern, bis unsere heutige Lebensweise in Vergessenheit geraten ist, doch die meisten der oben beschriebenen Gesetze und Praktiken wurden bereits zur Diskussion gestellt; zum Teil sind sie in den USA und anderen Ländern schon heute geltendes Recht. In den USA hat der 1998 verabschiedete Digital Millenium Copyright Act (DMCA) die gesetzlichen Grundlagen dafür gelegt, das Lesen und Verleihen von digital verfügbaren Büchern (und anderen Werken) einzuschränken. Die Europäische Union hat mit einer 2001 verabschiedeten Copyright-Direktive ähnliche Einschränkungen ermöglicht. In Frankreich ist es aufgrund des 2006 beschlossenen DADVSI-Gesetzes bereits ein Verbrechen, das freie Programm DeCSS, das das Entschlüsseln von DVD-Videos ermöglicht, auch nur zu besitzen.
Im Jahr 2001 hat der von Disney geförderte US-Senator Hollings eine Gesetzesinitiative (SSSCA ... mehr lesen
Kommentare
Archiv
- Februar 2012
- Dezember 2011
- November 2011
- Oktober 2011
- September 2011
- August 2011
- Juli 2011
- Juni 2011
- Mai 2011
- April 2011
- Januar 2011
- Dezember 2010
- November 2010
- September 2010
- August 2010
- Juli 2010
- Juni 2010
- Mai 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- Dezember 2009
- November 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
Archiv: Presseschauen
Für Ohrfeigen geboren
11.02.2012. In der FAZ erklärt Michail Schischkin, warum Gogol der verzweifeltste aller russischen Schriftsteller war. In der NZZ erklärt Jennifer Eagan das Konzept ihres Romans über die Aushöhlung der Musikindustrie. Der eigentliche Stukturwandel der Öffentlichkeit findet jetzt erst statt, meint Volker Gerhardt in der Welt. In der taz erklärt Bazon Brock, warum man als Humanist gegen den Tod sein muss. In der FR beklagt Timothy Snyder das politsche links-rechts-Schema in der Wahrnehmung des Holocaust. Mehr lesen
Ewig lockt das Buch
10.02.2012. Josef Joffe meint: "Die Print-Zeitung wird vergehen, das Buch bleibt bestehen" - Leonard Novy fordert eine neue Medienpolitik für neue Medien - Wolfgang Michal fragt: Ist ACTA Ansgar Hevelings Kriegserklärung? - Blutgrätsche gegen Medienpläne: Bundesliga-Pläne der Telekom in Gefahr - Schöner debattieren? Vocer und Diskurs@Deutschlandradio. Mehr lesen
Morbid-intimes Sentiment
07.02.2012. Der Economist und Himal schildern die unerfreuliche Lage Homsexueller in islamischen Ländern. Wired porträtiert die Pariser Untergrundbewegung Urban eXperiment. Dem Guardian läuft in Wien ein Proustscher Schauer über den Rücken. Caffe Europa betrachtet die verführerische Unordnung in Japan. In Russland können Linke, Rechte und sogar Liberale Nationalisten sein, notiert Nicu Popescu in Open Democracy. Sony untergräbt die langsame Liberalisierung der indischen Zensur, fürchtet Outlook India. Die NYRB fühlt mit kleinen mutlosen Italienern. Mehr lesen
Karikaturen und Cartoons
27.01.2012. Vorbild Belgien. Mehr lesen
Archiv: Bücher
Uangenehm plausibel
11.02.2012. FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012. In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012. Zum Glück erinnern sich die meisten Tiere nicht an das, was wir Menschen ihnen antun. Leseprobe Mehr lesen
Erde im Blut
17.01.2012. In Parker Bilals "Die dunklen Straßen von Kairo" kämpft Privatdetektiv Makana für Aufklärung und bringt damit Magnaten und Sittenwächter gegen sich auf. In "Der achte Zwerg" lässt Ross Thomas einen Nazijäger durch das Deutschland im Jahre Null jagen. Mehr lesen
Archiv: Magazin
Selbst ist der Autor
09.02.2012. Die entscheidenden Akteure im Buchmarkt sind die Leser und die Autoren. Sie können nun direkt zueinander finden. Eine Antwort auf Jürgen Neffe von Cora Stephan Mehr lesen
Selbst ist der Autor
08.02.2012. Die entscheidenden Akteure im Buchmarkt sind die Leser und die Autoren. Sie können nun direkt zueinander finden. Weitere Regulierungen braucht es nicht. Eine Antwort auf Jürgen Neffe Mehr lesen
Der Abschied vom Universum Buch
30.01.2012. Jürgen Neffe will einen anti-globalen Schutzwall um einen Markt ziehen, der sich bereits in völliger Auflösung befindet. Das wird nicht funktionieren. Trotzdem braucht der Wandel gute Rahmenbedingungen. Mehr lesen
FAZ und SZ gegen Perlentaucher: Das Urteil
01.11.2011. Nach fünf Jahren ist es jetzt amtlich: Der Perlentaucher darf 13 Abstracts zu FAZ- und SZ-Buchkritiken nicht mehr vertreiben, entschied heute das OLG Frankfurt. Mit ihren weitergehenden Anträgen sind die Zeitungen gescheitert. Mehr lesen





