Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 12.25 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Im Ententeich: Redaktionsblog

Evolutionäre Konzeptkunst

Von Thekla Dannenberg, 30.01.2009, 10:01

Via 3quarksdaily. Helfen Beethovens Streichquartette beim Überleben? Hätten Höhlenmenschen Jane Austen lieben konnen? Oder haben Künstler einfach mehr Sex? Denis Dutton mit seinem Buch über die Kunst in der Evolution "The Art Instinct" bei Colbertnation:


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Badiou, c'est moi!

Von Thierry Chervel, 28.01.2009, 15:01

Liberation ist so stolz auf ihr Interview mit dem Philosophen Alain Badiou, dass sie es nur auf Papier, nicht online publiziert. Die gestrige Liberation ist reinstes 19. Jahrhundert! Badiou plädiert für und gegen das Übliche - gegen die Demokratie mit ihren Schwatzbuden, gegen Amerika, gegen den Kapitalismus und für die "kommunistische Hypothese". Und das mit dem 19. Jahrhundert trifft nach seiner messerscharfen Analyse tatsächlich zu: "Wir leben in einer Situation, die den 1840er Jahren vergleichbar ist. Die Revolution liegt lange hinter uns, der Kapitalismus hat sich zur Gänze entfaltet, die Idee von Revolution erscheint endgültig beerdigt - über Mao und Lenin spricht man wie seinerzeit über 'Robespierre und Saint-Just. Die Republikaner jener Zeit sind wie die Linke heutzutage ins parlamentarische Spiel verstrickt, und man wird 1848 sehen, wie sie sich ihren scheinbaren Sieg von Napoleon III. wird entwenden lassen. Aber was wichtig war zu der Zeit, das war der intellektuelle Wiederaufbau, der stattfand und der genährt wurde verschiedenen isolierten Erfahrungen der Arbeiterschaft, das 'Manifest' von Marx, und so weiter." Naja, und heute eben der Badiou. mehr lesen

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Multipolareis

Von Thierry Chervel, 27.01.2009, 09:01

Zwei ausgemachte Intellektuelle, die sich garantiert nicht riechen können, nämlich Timothy Garton Ash und Bernard-Henri Lévy, kommen in ihren Kolumnen auf die gleiche Passage in der Inauguration Speech Barack Obamas zurück.

1. BHO in seiner Rede: "Und somit sage ich allen Völkern und Regierungen, die heute zusehen, von den größten Hauptstädten bis zu dem kleinen Dorf, in dem mein Vater geboren wurde: Ihr sollt wissen, dass Amerika ein Freund jeder Nation und jedes Mannes, jeder Frau, jedes Kindes ist, die eine Zukunft in Frieden und Würde suchen, und wir sind von neuem bereit zu führen..."

2. TGA sagt dazu: "Toller Stoff, aber der Haken kommt am Ende. Amerika mag ja bereit sein, von neuem zu führen, aber was ist, wenn die Welt nicht folgen will? Was ist, wenn die Welt glaubt, dass Amerika in den letzten acht Jahren viel von seinem moralischen Recht auf Führung verloren hat und dass es auch nicht mehr die Macht dazu hat? Und dass wir uns sowieso auf ein multipolares System zu bewegen, wie es der National Intelligence Council in Washington selber sagt? Ich bin erstaunt, mit wie wenig Wenns und Abers die Willkommensworte der Politiker der Welt abgesichert ... mehr lesen

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Das Schicksal alternder Diven

Von Thierry Chervel, 26.01.2009, 14:01

(Via Nerdcore und via worth1000.com) Jetzt verstehe ich, warum Michelle Pfeiffer kaum noch Rollen kriegt!

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Trojanows Darfurkrise

Von Thierry Chervel, 22.01.2009, 11:01

Hat sich Ilija Trojanow gestern in der taz zum Sprachrohr der sudanesischen Regierung gemacht und ihre Version über die Geschehnisse in Darfur verbreitet?

Der Autor des "Weltensammler" und Mekka-Pilger brachte gestern gute Nachrichten aus dem Sudan: Der Völkermord in Darfur ist gar keiner, und es sind auch viel weniger Menschen gestorben als angenommen, jedenfalls nicht 300.000, wie die UNO sagt - wieviel es nun genau sind, weiß er aber auch nicht und versucht es auch nicht herauszufinden.

Trojanow macht sich in seinem taz-Artikel über Clooney, Jolie und "Geldoof" lustig, denen er vorwirft, dass sie auf dem Rücken der Opfer ihr Selbstbild pflegen. Und er spricht im Namen einer höheren Wahrheit, denn er hat sich nach Khartum begeben und hat dort auf einem Dach einige Gewährsleute getroffen, die das Bild vom Völkermord in Darfur in Frage stellen.

Unter anderem spricht er mit einem nicht namhaft gemachten Mitarbeiter des Amel Centers, einer Menschenrechtsorganisation, die sich um Opfer des Konflikts kümmert: Diesen Mann stellt Trojanow als besonders glaubwürdig vor, weil George Clooney dem Center in einer Gottschalk-Show Geld gespendet hatte. Der Mann sagt, dass "die Kämpfe keineswegs zwischen Schwarzen und Arabern stattfinden, sondern zwischen Menschen, ... mehr lesen

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Archiv: Presseschauen

Für Ohrfeigen geboren

11.02.2012. In der FAZ erklärt Michail Schischkin, warum Gogol der verzweifeltste aller russischen Schriftsteller war. In der NZZ erklärt Jennifer Eagan das Konzept ihres Romans über die Aushöhlung der Musikindustrie. Der eigentliche Stukturwandel der Öffentlichkeit findet jetzt erst statt, meint Volker Gerhardt in der Welt. In der taz erklärt Bazon Brock, warum man als Humanist gegen den Tod sein muss. In der FR beklagt Timothy Snyder das politsche links-rechts-Schema in der Wahrnehmung des Holocaust. Mehr lesen

Ewig lockt das Buch

10.02.2012. Josef Joffe meint: "Die Print-Zeitung wird vergehen, das Buch bleibt bestehen" - Leonard Novy fordert eine neue Medienpolitik für neue Medien - Wolfgang Michal fragt: Ist ACTA Ansgar Hevelings Kriegserklärung? - Blutgrätsche gegen Medienpläne: Bundesliga-Pläne der Telekom in Gefahr - Schöner debattieren? Vocer und Diskurs@Deutschlandradio. Mehr lesen

Morbid-intimes Sentiment

07.02.2012. Der Economist und Himal schildern die unerfreuliche Lage Homsexueller in islamischen Ländern. Wired porträtiert die Pariser Untergrundbewegung Urban eXperiment. Dem Guardian läuft in Wien ein Proustscher Schauer über den Rücken. Caffe Europa betrachtet die verführerische Unordnung in Japan. In Russland können Linke, Rechte und sogar Liberale Nationalisten sein, notiert Nicu Popescu in Open Democracy. Sony untergräbt die langsame Liberalisierung der indischen Zensur, fürchtet Outlook India. Die NYRB fühlt mit kleinen mutlosen Italienern. Mehr lesen

Karikaturen und Cartoons

27.01.2012. Vorbild Belgien. Mehr lesen

Archiv: Bücher

Uangenehm plausibel

11.02.2012. FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012. In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012. Zum Glück erinnern sich die meisten Tiere nicht an das, was wir Menschen ihnen antun. Leseprobe Mehr lesen

Erde im Blut

17.01.2012. In Parker Bilals "Die dunklen Straßen von Kairo" kämpft Privatdetektiv Makana für Aufklärung und bringt damit Magnaten und Sittenwächter gegen sich auf. In "Der achte Zwerg" lässt Ross Thomas einen Nazijäger durch das Deutschland im Jahre Null jagen. Mehr lesen

Archiv: Magazin

Selbst ist der Autor

09.02.2012. Die entscheidenden Akteure im Buchmarkt sind die Leser und die Autoren. Sie können nun direkt zueinander finden. Eine Antwort auf Jürgen Neffe von Cora Stephan Mehr lesen

Selbst ist der Autor

08.02.2012. Die entscheidenden Akteure im Buchmarkt sind die Leser und die Autoren. Sie können nun direkt zueinander finden. Weitere Regulierungen braucht es nicht. Eine Antwort auf Jürgen Neffe Mehr lesen

Der Abschied vom Universum Buch

30.01.2012. Jürgen Neffe will einen anti-globalen Schutzwall um einen Markt ziehen, der sich bereits in völliger Auflösung befindet. Das wird nicht funktionieren. Trotzdem braucht der Wandel gute Rahmenbedingungen. Mehr lesen

FAZ und SZ gegen Perlentaucher: Das Urteil

01.11.2011. Nach fünf Jahren ist es jetzt amtlich: Der Perlentaucher darf 13 Abstracts zu FAZ- und SZ-Buchkritiken nicht mehr vertreiben, entschied heute das OLG Frankfurt. Mit ihren weitergehenden Anträgen sind die Zeitungen gescheitert. Mehr lesen