Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Im Ententeich: Redaktionsblog

Evolutionäre Konzeptkunst

Von Thekla Dannenberg, 30.01.2009, 10:01

Via 3quarksdaily. Helfen Beethovens Streichquartette beim Überleben? Hätten Höhlenmenschen Jane Austen lieben konnen? Oder haben Künstler einfach mehr Sex? Denis Dutton mit seinem Buch über die Kunst in der Evolution "The Art Instinct" bei Colbertnation:


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Stichwörter: Denis Dutton, Evolution, Kunst

Badiou, c'est moi!

Von Thierry Chervel, 28.01.2009, 15:01

Liberation ist so stolz auf ihr Interview mit dem Philosophen Alain Badiou, dass sie es nur auf Papier, nicht online publiziert. Die gestrige Liberation ist reinstes 19. Jahrhundert! Badiou plädiert für und gegen das Übliche - gegen die Demokratie mit ihren Schwatzbuden, gegen Amerika, gegen den Kapitalismus und für die "kommunistische Hypothese". Und das mit dem 19. Jahrhundert trifft nach seiner messerscharfen Analyse tatsächlich zu: "Wir leben in einer Situation, die den 1840er Jahren vergleichbar ist. Die Revolution liegt lange hinter uns, der Kapitalismus hat sich zur Gänze entfaltet, die Idee von Revolution erscheint endgültig beerdigt - über Mao und Lenin spricht man wie seinerzeit über 'Robespierre und Saint-Just. Die Republikaner jener Zeit sind wie die Linke heutzutage ins parlamentarische Spiel verstrickt, und man wird 1848 sehen, wie sie sich ihren scheinbaren Sieg von Napoleon III. wird entwenden lassen. Aber was wichtig war zu der Zeit, das war der intellektuelle Wiederaufbau, der stattfand und der genährt wurde verschiedenen isolierten Erfahrungen der Arbeiterschaft, das 'Manifest' von Marx, und so weiter." Naja, und heute eben der Badiou. mehr lesen

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Stichwörter: Alain Badiou

Multipolareis

Von Thierry Chervel, 27.01.2009, 09:01

Zwei ausgemachte Intellektuelle, die sich garantiert nicht riechen können, nämlich Timothy Garton Ash und Bernard-Henri Lévy, kommen in ihren Kolumnen auf die gleiche Passage in der Inauguration Speech Barack Obamas zurück.

1. BHO in seiner Rede: "Und somit sage ich allen Völkern und Regierungen, die heute zusehen, von den größten Hauptstädten bis zu dem kleinen Dorf, in dem mein Vater geboren wurde: Ihr sollt wissen, dass Amerika ein Freund jeder Nation und jedes Mannes, jeder Frau, jedes Kindes ist, die eine Zukunft in Frieden und Würde suchen, und wir sind von neuem bereit zu führen..."

2. TGA sagt dazu: "Toller Stoff, aber der Haken kommt am Ende. Amerika mag ja bereit sein, von neuem zu führen, aber was ist, wenn die Welt nicht folgen will? Was ist, wenn die Welt glaubt, dass Amerika in den letzten acht Jahren viel von seinem moralischen Recht auf Führung verloren hat und dass es auch nicht mehr die Macht dazu hat? Und dass wir uns sowieso auf ein multipolares System zu bewegen, wie es der National Intelligence Council in Washington selber sagt? Ich bin erstaunt, mit wie wenig Wenns und Abers die Willkommensworte der Politiker der Welt abgesichert waren!"mehr lesen

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Stichwörter: Barack Obama, Bernard-Henri Levy, Timothy Garton Ash

Das Schicksal alternder Diven

Von Thierry Chervel, 26.01.2009, 14:01

(Via Nerdcore und via worth1000.com) Jetzt verstehe ich, warum Michelle Pfeiffer kaum noch Rollen kriegt!

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Stichwörter: Michelle Pfeiffer

Trojanows Darfurkrise

Von Thierry Chervel, 22.01.2009, 11:01

Hat sich Ilija Trojanow gestern in der taz zum Sprachrohr der sudanesischen Regierung gemacht und ihre Version über die Geschehnisse in Darfur verbreitet?

Der Autor des "Weltensammler" und Mekka-Pilger brachte gestern gute Nachrichten aus dem Sudan: Der Völkermord in Darfur ist gar keiner, und es sind auch viel weniger Menschen gestorben als angenommen, jedenfalls nicht 300.000, wie die UNO sagt - wieviel es nun genau sind, weiß er aber auch nicht und versucht es auch nicht herauszufinden.

Trojanow macht sich in seinem taz-Artikel über Clooney, Jolie und "Geldoof" lustig, denen er vorwirft, dass sie auf dem Rücken der Opfer ihr Selbstbild pflegen. Und er spricht im Namen einer höheren Wahrheit, denn er hat sich nach Khartum begeben und hat dort auf einem Dach einige Gewährsleute getroffen, die das Bild vom Völkermord in Darfur in Frage stellen.

Unter anderem spricht er mit einem nicht namhaft gemachten Mitarbeiter des Amel Centers, einer Menschenrechtsorganisation, die sich um Opfer des Konflikts kümmert: Diesen Mann stellt Trojanow als besonders glaubwürdig vor, weil George Clooney dem Center in einer Gottschalk-Show Geld gespendet hatte. Der Mann sagt, dass "die Kämpfe keineswegs zwischen Schwarzen und Arabern stattfinden, sondern zwischen Menschen,… mehr lesen

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Stichwörter: Darfur, Genozid, Ilija Trojanow, Sudan, Völkermord

Archiv: Presseschauen

Das Abschlagen aller Serifen

19.06.2013. Der Schauspieler John Cusack wundert sich in seinem Blog auf HuffPo über den massiven Backlash gegen den Whistleblower Edward Snowden. Und Reuters hat herausgefunden, dass sich der Wunsch, Whistleblower zu bestrafen, umgekehrt proportional zu deren Dienstrang  verhält. Die NZZ staunt über islamische Konsumkultur in der Türkei. Die SZ bewundert Typografien ohne Individualität. Und in der FAZ beklagt Gerhart Baum das allgemeine deutsche Desinteresse an Netzneutralität und Datenschutz. Mehr lesen

Das rockt, ganz zweifellos

19.06.2013. Umfrage: Immer weniger Leser vertrauen ihrer Zeitung - Prism und kein Ende: Wie der BND das Netz überwacht - Frondienste: Freischreiber kritisieren Die Zeit - Marc Böhler erzählt von seinen elf Jahren bei NZZ-Online - Semantische Technologien: Studie zu  "Smart Content in Verlagen" - Wlan aus den Wolken: Google-Ballons in der Stratosphäre - Birds of New York: Hans Christoph Buchs Laudatio auf Teju Cole + Vom Jazzer zum Rocker: Bill Frisells neue CD "Big Sur". Mehr lesen

Köstliches Tabu

18.06.2013. Bloomberg besucht das nordkoreanische Kunststudio Mansudae. Ungarn zählt zu den unreligiösesten Ländern Europas, meldet Elet es Irodalom. Eurozine schmeckt eine kräftige Dosis Guy Debord in den Reden der heutigen russischen Opposition. Pitchfork lernt von Pussy Riot den größten Unterschied zwischen den USA und Russland. Granta erliegt den Verlockungen indischer Eis-Lollies. Der New Statesman feiert die Dichterin Charlotte Mew, die London Review den Fotografen Garry Winogrand, Hazlitt den Comickünstler Gengoroh Tagame und die New York Times den Maler James Turrell. Mehr lesen

Karikaturen und Cartoons

18.06.2013. Rettet die NSA das Klima? Mehr lesen

Archiv: Bücher

An der Nullgrenze aller moralischen Vorstellungen

18.06.2013. Tränen vergossen hat die NZZ über Julia Kissinas Roman "Frühling auf dem Mond", vor Glück und vor Trauer. Außerdem stellt sie fest, dass E.L. Doctorow auch die kleine Form meisterhaft beherrscht. Die SZ rät dringend zu Jürgen Grässlins "Schwarzbuch Waffenhandel". Die taz lernt von der Literaturwissenschaftlerin Eva Eßlinger: Wir leben in einer Dienstbotenromanze. Mehr lesen

10 Ave Maria, 20 Vaterunser

13.06.2013. In Patricia Melos bösem Roman "Leichendieb" gelingt es einem kriminellen Charakter grandios, immer nur anderen Menschen das Leben zu versauen. Der Journalist Klester Cavalcanti erzählt in seiner Reportage "Der Pistoleiro" von einem brasilianischen Auftragsmörder, der 492 Menschen tötete und trotzdem hofft, in den Himmel zu kommen. Mehr lesen

Küsse und Bisse

03.06.2013. Zülfi Livaneli führt uns auf das Flüchtlingsschiff Struma, Ralph Dutli in das Paris des Malers Soutine, Yoram Kaniuk in die Palmach, Patrick Roth nach Hollywood, Hans-Peter Riegel ins Beuys-Land und Malte Herwig zu den Flakhelfern. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Juni. Mehr lesen

Eugen Ruge: Cabo de Gata

30.05.2013. Ein Mann lässt sein bisheriges Leben hinter sich, landet in einem öden andalusischem Fischerdorf - Cabo de Gata - und schließt Freundschaft mit einer Katze. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem neuen Roman von Eugen Ruge.
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Archiv: Magazin

Die Matrix und ihre Feinde

17.06.2013. Gott und die Götter: Wider die Entschärfung von Jan Assmanns These. Von Daniele Dell'Agli
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Die Matrix und ihre Feinde

17.06.2013. Erstaunlich, mit welchem Aufwand davon abgelenkt wird, dass die Unterscheidung zwischen dem einen wahren Gott und den vielen falschen Göttern uns noch nach 2000 Jahren ihre finstere Exekutivlogik unter Beweis stellt. Wider die Entschärfung von Jan Assmanns These. Mehr lesen

Club Med

21.05.2013. Marseille, Kulturhauptstadt 2013. Mit ihrem hohen Migrantenanteil ist die Mittelmeermetropole ein Vorreiter der Integration. Fünfzig Jahre später haben sich die Hoffnungen zerschlagen, die Segregation ist in vollem Gang. Die Vereinten Progressiven Territorien sichern ihre Sektorengrenzen mit aller Macht ... Eine Erzählung Mehr lesen

Was Arno Widmann nicht sagen durfte

04.04.2013. Die Berliner Zeitung hat eine kritische Passage über den Verleger Alfred neven DuMont nachträglich unterdrückt. Aber was hat Widmann eigentlich gesagt?
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