Bücherschau der Woche

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Literaturbeilagen

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Außer Atem: Das Berlinaleblog

Anarchy in the UK: Meryl Streep ist 'The Iron Lady' (Wettbewerb Sonderführung)

Von Thomas Groh, 15.02.2012, 09:37

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Good girls go to heaven, bad girls kommen ins Irrenhaus. Zumindest heißt ein alter Konservativer Margaret Thatcher (Meryl Streep) entsprechend willkommen, als sie erstmals Abgeordnete das Parlament betritt: "Welcome to the madhouse!" Repräsentative Demokratie als Nervenanstalt: Es wird geschrien, gekreischt, gestampft, geklopft. Und spätestens mit Thatchers Regierungsantritt 1979 als Premierministerin scheint das Land ringsum ohnehin in Flammen aufzugehen, während Punks defätistisch ihre Liebe zur 'Eisernen Lady' bekunden.

Auch in anderer Hinsicht spielt der Wahnsinn eine Rolle: "The Iron Lady" ist in hochassoziativen Rückblenden, in Erinnerungen einer sich zusehends in die Demenz verabschiedenden Seniorin erzählt, die sich fortwährend ihren seit Jahren toten Mann herbeihalluziniert, sich noch immer als Premierministerin wähnt und angesichts islamistischer Anschläge umgehend in Ansprachenrhetorik verfällt. Wie sie um sich das Land anzuzünden und in Trümmer zu legen scheint, steht am Ende des Films auch ... mehr lesen



Stichwörter: biopic, großbritannien, margaret thatcher, meryl streep, phyllida lloyd, the iron lady, wettbewerb

Neigt zur Makellosigkeit: 'True Grit' von den Coen-Brüdern

Von Thomas Groh, 11.02.2011, 00:10

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Ist "True Grit", der Eröffnungsfilm der Berlinale, nun ein Remake von "True Grit" (1969), Henry Hathaways spätem Hollywoodwestern mit einem 62-jährigen John Wayne, der für diese Rolle mit dem einzigen Oscar seines Lebens ausgezeichnet wurde, oder eine weitere Verfilmung des beiden Filmen zu Grunde liegenden Romans von Charles Portis? Für die Coen-Brüder, die mit "True Grit" gerade den größten kommerziellen Erfolg ihrer bisherigen Karriere feiern, liegt die Antwort klar auf der Hand: Mehrfach betonen sie auf der Pressekonferenz, dass der John-Wayne-Western für sie nur eine blasse Kindheitserinnerung darstelle, der Roman sie aber sehr fasziniert und gereizt habe. Und dennoch, stets aufs Neue, die Fragen nach ihm, dem einzigen, dem großen: John Wayne. Wie man sich in dessen Fußstapfen fühle, was er für das heutige Kino bedeute, wie man denn persönlich zu ihm stehe und was nicht noch. Es ... mehr lesen



Stichwörter: ethan coen, jeff bridges, joel coen, john wayne, true grit, usa, western, wettbewerb