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Außer Atem: Das Berlinaleblog
Porträtiert die Skaterszene in Ostberlin: Marten Persiels 'This Ain't California' (Perspektive Deutsches Kino)
Von Elena Meilicke, 13.02.2012, 14:04

Es sieht so aus, als sei 2012 die Berlinale, die die DDR, zumindest filmisch gesehen, in ein neues Licht rückt. Zuerst präsentierte Christian Petzold seinen neuen Film "Barbara" im Wettbewerb - "Ich wollte, dass die DDR Farbe hat", so Petzold in der taz - und jetzt läuft in der Perspektive Deutsches Kino "This Ain't California" über die Skaterszene im Ostberlin der 80er Jahre.
Die DDR war zwar nicht Kalifornien, aber fast - so könnte man den Dokumentarfilm von Marten Persiel zusammenfassen. In originalen Super-Acht-Aufnahmen aus den 80ern leuchtet der Himmel über dem Alexanderplatz tiefblau und der weiße Beton unter dem Fernsehturm glänzt wie der Strand von Malibu. Und die blonden Jünglinge (Minipli-Dauerwelle, Pornobalken, superenge Shorts), die auf ihren "Rollbrettern" über den Platz flitzen, erinnern optisch durchaus an Sean Penn als Surferdude in "Fast Times at Ridgemont High" ... mehr lesen
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ddr, dokumentarfilm, marten persiel, perspektive deutsches kino 2012, skater, this ain't california
Am Meer ein Gefängnis: Christian Petzolds 'Barbara' (Wettbewerb)
Von Thomas Groh, 12.02.2012, 14:30

"At last, I am free - I can hardly see in front of me!", singen Chic über die präzise gesetzte Schwarzblende mit der Christian Petzold "Barbara" enden lässt. Ein Auftakt übertönt das Schwarz, ein Knoten, auf den "Barbara" kontinuierlich hingearbeitet hat, ist mit einem Mal gelöst - der Film, der zwar unweit der Meeresküste spielt, aber eigentlich ein Gefängnis beschreibt, öffnet sich schlagartig zu der weltumarmenden Weite, die nur der Soul der 70er Jahre auf diese Weise in Klang gegossen hat. Es gehört viel Mut dazu, einen Film über latente Paranoia, angespannte Kiefermuskeln, suchende Blicke in leere Augen und, schlussendlich auch, ethische Dilemmata mit derart zärtlichem Schmelz ausklingen zu lassen. Petzold, mit "Barbara" in einer Meisterschaft seiner Kunst angelangt, die nichts mit Routine oder gar Abgeklärtheit zu tun hat, gelingt dies glatt.
Vom Soul der 70er, ... mehr lesen
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christian petzold, ddr, deutschland, nina hoss, wettbewerb 2012
Erstarren in der Gegen-Konvention: Jan Krügers 'Auf der Suche' und Elke Haucks 'Der Preis'
Von Ekkehard Knörer, 17.02.2011, 11:00

Stumm und starr stehen im Osten und in Marseille deutsche Menschen. Hingestellt sind sie, die Wörter sind karg in den Mündern, von Regisseurinnen und Regisseure, von denen wir schon Großartiges sahen und weiter Großes erhoffen. Blickt man jedoch auf die aktuelle Berlinale-Bilanz jenes deutschen Filmschaffens, das oft zu pauschal unter den Begriff der "Berliner Schule" gefasst wird, dann muss das Urteil ausgesprochen gemischt ausfallen.
Kein Meisterwerk, aber als Schritt in den inneren euro-afro-thailändischen Dschungel eine klug gemachte und souverän inszenierte Sache ist Ulrich Köhlers unter viel Mediokrem aus dem Wettbewerb nicht hoch, aber deutlich ragende "Schlafkrankheit". Das mit viel Spannung erwartete, von seinem Ausgangspotenzial her höchst sympathische und perspektivenreiche "Dreileben"-Projekt ist ein anderer Fall. Während Dominik Graf die Aufgabe mit großer Lässigkeit meistert und beweist, dass er einfach sehr vieles und dann auch noch ... mehr lesen
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