Bücherschau der Woche

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Außer Atem: Das Berlinaleblog

Freibeuter: Cyril Tuschis 'Khodorkovsky'

Von Ekkehard Knörer, 15.02.2011, 07:02

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Michail Chodorkowski ist vieles auf einmal: Zunächst aber einer, der mit Hilfe von Jelzin in den Neunzigern zu einem der reichsten Männer des neuen, damals wildwestkapitalistischen Russland aufstieg. Ein Oligarch ohne Skrupel, ein Geschäftsmann, dem man nach der Übernahme des Ölkonzerns Yukos Geschick als Manager und das Mittun beim Aufbau eines bis heute im Prinzip so fortbestehenden korrupten Systems des Gebens und Nehmens zwischen Wirtschaft und Politik attestieren kann. Um 2000 aber durchlebt er etwas, das von manchen als Wandlung beschrieben wird. Er unternimmt den Versuch, den Yukos-Konzern zu einem Unternehmen zu machen, das westlichen Vorstellungen von Transparenz so sehr genügt, dass der Westen es als Geschäftspartner auf Augenhöhe attraktiv finden kann.

Chodorkowski steckt viel Geld in die Ausbildung von Journalisten, er unterstützt oppositionelle Parteien, er geriert sich als Unterstützer und Propagator einer freien Gesellschaft. Vielleicht alles noch ... mehr lesen



Stichwörter: boris jelzin, michail chodorkowski, oligarchen, panorama 2011, russland, wladimir putin