Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 08.37 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Lorenzo Mattotti

Lorenzo Mattotti, 1954 im italienischen Brescia geboren, lebt und arbeitet zwischen Udine und Paris. Während seines Architekturstudiums in Venedig, das er nicht beenden hat, begann er mit dem Comiczeichnen für die Zeitschriften Re Nudo und La Bancarella. Im Jahre 1976 offenbarte sich erstmals sein Talent, als er eine Episode aus dem Leben Casanovas für eine Anthologie des Verlags Mondograf zeichnete. Kurz darauf schuf er "Alice Brum Brum" nach einem Szenario von Fabrizio Ostani (1977), eine Comicversion der Abenteuer von Huckleberry Finn, geschrieben von Antonio Tettamanti (1978), und einige Geschichten für das Wochenmagazin Secondamano.
Anfang der Achtzigerjahre gründete Mattotti zusammen mit einigen jungen italienischen Künstlern die Gruppe "Valvoline", die die damals festen Grenzen zwischen freier Kunst, Illustration und Comic gern ignorierte. Fast alle Bücher Mattottis sind in Zusammenarbeit mit dem Szenaristen Jerry Kramsky entstanden.
Mattotti ist auch als Illustrator sehr erfolgreich. Seine Veröffentlichungen in Zeitschriften wie Alter Alter, Linus, La Republica, Panorama, The Face, Frigidaire, Le Monde, The New Yorker, Cosmopolitan, Süddeutsche Zeitung Magazin etc. haben eine breitere Öffentlichkeit mit seiner Arbeit bekannt gemacht. Außerdem produzierte er in den Achtzigerjahren zahlreiche, sehr ungewöhnliche Modeillustrationen für die italienische Zeitschrift Vanity.
Bekannt ist Mattotti auch als Kinderbuch-Illustrator. Für "Eugenio" (Editions du Seuil) erhielt er den großen Preis der Biennale von Bratislawa.

Bücher von Lorenzo Mattotti

Kramsky, Jerry / Mattotti, Lorenzo: Doktor Jekyll und Mister Hyde. Frei nach der Erzählung von Robert Louis Stevenson

Cover: Doktor Jekyll und Mister Hyde

Carlsen Verlag, Hamburg 2002, ISBN 3551761485, Gebunden, 64 Seiten, 20,00 EUR

Text: Lorenzo Mattotti, Jerry Kramsky. Zeichnungen: Lorenzo Mattotti. Aus dem Italienischen von Rossi Schreiber. Wer ist dieser unheimliche Edward Hyde, der nachts durch die düsteren Straßen des victorianischen London streift? Warum befällt jeden, der ihn sieht, ein unbeschreibliches Grauen? Und welche Macht hat er über den angesehenen ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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Dies pralle Leben

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Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen