Bücher der Saison
Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.
Literaturbeilagen
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Bücher von Jan Assmann
Assmann, Jan (Hrsg.) / Mulsow, Martin: Sintflut und Gedächtnis. Erinnern und Vergessen des Ursprungs
Wilhelm Fink Verlag, München 2006, ISBN 3770541286, Gebunden, 414 Seiten, 54,00 EUR
Der biblische Mythos von der Sintflut erzählt nicht nur von einer Katastrophe im Sinne von Schrecken und Strafe, sondern auch von einer Katastrophe des kollektiven Erinnerungsverlustes: Das Gedächtnis der Menscheit musste sozusagen durch das Nadelöhr der Reduktion auf ein einziges Menschenpaar. Was ging dabei verloren? Was wurde aus dem ... mehr lesen
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Assmann, Jan: Thomas Mann und Ägypten. Mythos und Monotheismus in den Josephsromanen

C. H. Beck Verlag, München 2006, ISBN 3406549772, Gebunden, 256 Seiten, 22,90 EUR
In der Begegnung mit dem Alten Ägypten erschloss sich Thomas Mann eine kulturelle Tiefendimension der Zeit. Seine Josephsromane kreisen um die Frage, die auch Proust, Bergson und Freud beschäftigte: in welcher Weise die Vergangenheit unsere Gegenwart bestimmt, und sie geben darauf einige der klügsten, reflektiertesten und differenziertesten ... mehr lesen
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Assmann, Jan: Erinnertes Ägypten. Pharaonische Motive in der europäischen Religions- und Geistesgeschichte

Kadmos Kulturverlag, Berlin 2006, ISBN 3931659909, Gebunden, 200 Seiten, 16,90 EUR
Mit zum Teil farbigen Abbildungen. Auf Glasfenstern in der Kathedrale von Chartres sind die vier Evangelisten dargestellt, wie sie auf den Schultern alttestamentlicher Propheten stehen: Zwerge auf den Schultern von Riesen. Zwerge, die auf den Schultern von Riesen stehen, blicken weiter als diese: dies Sprichwort ist in den Glasfenstern dargestellt. ... mehr lesen
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Assmann, Jan (Hrsg.) / Maciejewski, Franz (Hrsg.) / Michaels, Axel (Hrsg.): Der Abschied von den Toten. Trauerrituale im Kulturvergleich

Wallstein Verlag, Göttingen 2005, ISBN 3892449511, Kartoniert, 376 Seiten, 34,00 EUR
Der Abschied von den Toten, den die Lebenden (und oft nur die Überlebenden) mit den Mitteln ritueller Trauer in Szene setzen, ist ein universelles (und damit unerschöpfliches) Phänomen. Der vorliegende Band hat seinen Schwerpunkt in den Toten- und Trauerriten des südasiatischen Raumes, dem zwei ganz andere Bereiche gegenüber ... mehr lesen
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Assmann, Jan: Die Zauberflöte. Oper und Mysterium

Carl Hanser Verlag, München 2005, ISBN 3446206736, Gebunden, 383 Seiten, 24,90 EUR
Die Zauberflöte - Mozarts populärste Oper gibt auch die größten Rätsel auf. Wer ist gut, und wer ist böse? Mozarts Zeitgenossen fanden sich in dieser Welt zurecht, denn sie entdeckten in der Geschichte Hinweise auf die Freimaurerei, auf ihre Vorstellungen vom alten Ägypten und auf die damit verbundene Mysterienkultur. ... mehr lesen
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Assmann, Aleida (Hrsg.) / Assmann, Jan (Hrsg.): Hieroglyphen. Stationen einer anderen abendländischen Grammatologie

Wilhelm Fink Verlag, München 2004, ISBN 3770537521, Kartoniert, 391 Seiten, 48,90 EUR
Der Diskurs über die altägyptischen Hieroglyphen, von den Griechen bis zur Moderne, behandelt die Grundfragen abendländischer Grammatologie, über die man wenig weiß, wenn man den Reichtum an Theorien, Gedanken und Phantasien außer Acht läßt, der in diesem Diskurs gespeichert ist. Hier ging es um grundlegende ... mehr lesen
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Assmann, Jan: Ägyptische Geheimnisse.

Wilhelm Fink Verlag, München 2004, ISBN 3770536878, Gebunden, 253 Seiten, 28,00 EUR
"Tief ist der Brunnen der Vergangenheit". Wenn irgendwo, dann trifft dieser Satz Thomas Manns auf die altägyptische Religion zu, deren Ursprünge in der Steinzeit liegen. Die Pyramidentexte aus dem 3. Jahrtausend bilden das älteste religiöse Textkorpus der Menschheitsgeschichte. Viele dieser Texte aber waren bis in die ... mehr lesen
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Assmann, Jan: Die Mosaische Unterscheidung. oder der Preis des Monotheismus

Carl Hanser Verlag, München 2003, ISBN 3446203672, Kartoniert, 284 Seiten, 19,90 EUR
Ob Christentum, Judentum oder Islam - alle monotheistischen Weltreligionen sind Kinder einer Revolution: die Ablösung der vielen Götter durch den alleinigen Gott. Diese Umwälzung brachte für unsere Vorstellung von der Welt, für unser Menschenbild und für unsere Ethik fundamentale Veränderungen mit sich. Dass der Kultur- ... mehr lesen
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Assmann, Jan (Hrsg.) / Bommas, Martin (Hrsg.): Ägyptische Mysterien.

Wilhelm Fink Verlag, München 2002, ISBN 3770536509, Kartoniert, 151 Seiten, 22,90 EUR
Seit dem Altertum, als die Griechen der ägyptischen Kultur begegneten und fasziniert darüber schrieben, beschäftigt die Idee der "ägyptischen Mysterien", wie sie etwa die Zauberflöte auf die Bühne bringt, die Phantasie des Abendlands. Man vermutete in diesen Riten Geheimlehren, die auf urälteste Weisheiten und Offenbarungen ... mehr lesen
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Assmann, Jan: Tod und Jenseits im Alten Ägypten.

C. H. Beck Verlag, München 2001, ISBN 3406465706, Gebunden, 604 Seiten, 40,14 EUR
Der Mensch ist das Tier, das mit dem Wissen um seine Endlichkeit leben muss, und die Kultur ist die Welt, die sich der Mensch errichtet, um mit diesem Wissen leben zu können. Diese These erläutert Jan Assmann am Beispiel der altägyptischen Kultur, indem er zeigt, in welchem Umfang die Todesbilder die gesamte Lebenswelt und Daseinsauslegung ... mehr lesen
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Assmann, Jan: Moses der Ägypter. Entzifferung einer Gedächtnisspur

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2000, ISBN 3596143713, Taschenbuch, 350 Seiten, 14,78 EUR
Die Geschichte der Moses-Figur: Vom Stifter der monotheistischen Religion über die mittelalterliche Verkörperung ursprünglicher Weisheit zur Lichtgestalt der Aufklärer und zum ägyptischen Würdenträger, der - nach der Version Sigmund Freuds - einem Vatermord« zum Opfer fällt. ... mehr lesen
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Assmann, Aleida / Assmann, Jan (Hrsg.): Einsamkeit. Archäologie der literarischen Kommunikation VI.

Wilhelm Fink Verlag, München 2000, ISBN 3770534018, kartoniert, 317 Seiten, 34,77 EUR
Im Unterschied zu einer bloßen "Geschichte" der literarischen Kommunikation geht eine Archäologie vor diese Geschichte zurück und fragt nach den Vorstufen und Quellgründen des Literarischen. Was eine solche "Archäologie" anstrebt, ist eine kulturanthropologische Ausweitung der Literaturwissenschaft in Richtung auf eine neue literarische Anthropologie. ... mehr lesen
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Assmann, Jan: Der Tod als Thema der Kulturtheorie. Todesbilder und Todesriten im Alten Ägypten

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2000, ISBN 351812157X, Taschenbuch, 120 Seiten, 8,64 EUR
Die Kultur entspringt dem Wissen um den Tod und die Sterblichkeit. Sie stellt den Versuch dar, einen Raum und eine Zeit zu schaffen, in denen der Mensch über seinen begrenzten Lebenshorizont hinausdenken und die Linien seines Handelns, Erfahrens und Planens ausziehen kann. Ohne Phantasmen der Unsterblichkeit oder zumindest einer gewissen Fortdauer über ... mehr lesen
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Assmann, Jan: Herrschaft und Heil. Politische Theologie in Altägypten, Israel und Europa
Carl Hanser Verlag, München 2000, ISBN 3446198660, Gebunden, 344 Seiten, 25,46 EUR
Der renommierte Ägyptologe Jan Assmann über die politische oder theoretische Legitimation von Herrschaft. Wie seine Studien zu den Wurzeln der Religionen Ägyptens und Israels zeigen, fanden die Staaten- und Rechtsbildungen vor der Entwicklung der religiösen Weltbilder statt. Fundamentale Prinzipien wie Gerechtigkeit, Macht, Solidarität, ... mehr lesen
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Assmann, Jan: Das verschleierte Bild zu Sais. Schillers Ballade und ihre griechischen und ägyptischen Hintergründe

B. G. Teubner Verlag, Stuttgart - Leipzig 1999, ISBN 3519075571, Gebunden, 72 Seiten, 19,94 EUR
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In einer Nacht inmitten des Weltkrieges wacht der reiche Industrielle Kalm auf und glaubt, einen brutalen Raubmord ...
Archiv: Bücherschauen
So viel Beinstumpf und Prothese war nie
13.03.2010: Die taz feiert Georg Kleins farbstrotzende Horrorgeschichte "Roman unserer Kindheit" (Leseprobe). Die FAZ hört fasziniert zu, wie Joseph Roths Franz Tunda sich auf seiner "Flucht ohne Ende" von Busen zu Busen hangelt. Die FR blättert liest und betrachtet schaudernd einen Comic über die Giftmörderin Gesche Gottfried, "Gift" von Barbara Yelin und Peer Meter. Die NZZ lässt sich mit Vergnügen von Kurt Flasch in Meister Eckharts Philosophie des Christentums einführen. Mehr lesen
Archiv: Bücherbrief
Engel der Nutzlosigkeit
05.03.2010: Reiche Ausbeute in diesem Monat: Wir fanden surrealistische Geschichten von Jiri Kratochvil und Leonora Carrington, Liebe überkreuz bei Ulrike Draesner, clevere Hacker bei Cory Doctorow, chinesische Gegenwartslyrik und einige Bücher, die den Rezensenten den Glauben an die Germanistik wiedergaben: Thomas Strässles Literaturgeschichte des Salzes und die Biografie der Brüder Grimm von Steffen Martus. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats.
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Archiv: Kolumnen
Emotional labiler Federfetisch
19.01.2010: Wäre Inspektor Jensen nicht von einem Feticheur mit einem Fluch belegt worden, dann wäre er nicht nach Island gefahren, nicht von einer Fremden im Bett gebissen worden und würde nicht von einem Psychopathen verfolgt. Dies alles und noch etwas Quantenphysik findet man in Linus Reichlins "Assistent der Sterne". Jochen Schmidt präsentiert mit "Gangster, Opfer, Detektive" eine 1.100 Seiten starke Typengeschichte des Kriminalromans. Mehr lesen
Kein Schlaf, nur Albträume
02.12.2009: In seinem Roman "Tokio im Jahr Null" lässt David Peace neben allen anderen Untätern auch noch einen Serienmörder umgehen. Das ergibt einen einzigen Albtraum. Die Frage ist allerdings: wessen? Mehr lesen
Papa war doch einfach der Beste
09.10.2009: In Neapel brennt der Müll, im Nordosten Italiens wird das schmutzige Geld in respektable Geschäftsgewinne verwandelt. Massimo Carlotto beschreibt in seinem Krimi "Wo die Zitronen blühen" die Anmaßungen einer Patrizierschicht, die ganze Städte ihrem Privilegiensystem unterworfen hat. Mehr lesen



