Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 18.03.2010, 20.18 Uhr

Bücher der Saison

Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Georges Bataille

Georges Bataille, geboren 1897, gilt als einer der wichtigsten französischen Schriftsteller seines Jahrhunderts. Von 1922 bis 1942 als Bibliothekar an der Bibliotheque Nationale tätig, war er es, der Walter Benjamins Manuskripte rettete, indem er ihm half, sie in der Bibliothek zu verstecken. Von den Surrealisten, deren Axiome ihm zu eng erschienen, aber auch von Kojeve beeinflusst, verfasste er ein in seiner Bandbreite einmaliges Werk, das erst spät in seiner Bedeutung erkannt wurde. Er starb 1962 in Paris.

Bücher von Georges Bataille

Bataille, Georges: Henker und Opfer.

Cover: Henker und Opfer

Matthes und Seitz, Berlin 2008, ISBN 388221726X, Gebunden, 96 Seiten, 10,00 EUR

Mit einem Vorwort von Andre Mason. Die hier versammelten Essays kreisen u.a. um die Frage nach der Möglichkeit von Literatur über den Holocaust und um die Nützlichkeit von Literatur überhaupt. "Wir können nicht menschlich sein, ohne in uns die Fähigkeit zum Schmerz, auch die zur Gemeinheit wahrgenommen zu haben. Aber ... mehr lesen
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Bataille, Georges: Nietzsche und der Wille zur Chance. Atheologische Summe III

Matthes und Seitz, Berlin 2006, ISBN 3882218584, Gebunden, 392 Seiten, 34,00 EUR

Aus dem Französischen übersetzt und mit einem Nachwort von Gerd Bergfleth. Nach dem 1. Band, "Die innere Erfahrung", und dem 2. Band, "Die Freundschaft" setzt sich Georges Bataille in "Nietzsche und der Wille zur Macht", dem 3. Band seiner "Atheologischen Summe", mit dem Denken Nietzsches auseinander. ... mehr lesen
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Bataille, Georges: Das Blau des Himmels. Roman

Cover: Das Blau des Himmels

Matthes und Seitz, Berlin 2006, ISBN 3882217634, Gebunden, 224 Seiten, 19,80 EUR

Mit einem Vorwort von Marguerite Duras. Aus dem Französischen von Sigrid von Massenbach und Hans Naumann. Im Mittelpunkt dieses neu zu entdeckenden Texts steht eine Liebe auf dem schmalen Grat von Erotik und Tod, in der sich Lust und Grauen unentwirrbar verknoten. Henri Troppmann ist reich, krank, verrückt und böse, er ist ein selbstgefälliges ... mehr lesen
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Bataille, Georges: Die Freundschaft. Das Halleluja (Die atheologische Summe II)

Cover: Die Freundschaft

Matthes und Seitz, München 2002, ISBN 3882212985, Gebunden, 302 Seiten, 34,00 EUR

Aus dem Französischen und mit einem Nachwort von Gerd Bergfleth. ... mehr lesen
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Bataille, Georges: Wiedergutmachung an Nietzsche. Das Nietzsche-Memorandum und andere Texte

Cover: Wiedergutmachung an Nietzsche

Matthes und Seitz, München 1999, ISBN 3882212802, Einband unbekannt, 410 Seiten, 34,77 EUR

Zum 100. Geburtstag Nietzsches publizierte Bataille 1944/45 in Paris ein Memorandum: es besteht aus Nietzschefragmenten, die er selber ausgewählt hat, zugleich begründet Bataille seine Auswahl. Er schreibt nicht über Nietzsche, sondern aus Nietzsche heraus. Neben dem Memorandum enthält dieser Band zum erstenmal deutsch alle Nietzsche-Aufsätze ... mehr lesen
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Bataille, Georges: Die innere Erfahrung.

Matthes und Seitz, München 1999, ISBN 3882212837, gebunden, 350 Seiten, 34,77 EUR

"Die innere Erfahrung", die hier zum ersten Mal auf deutsch erscheint, ist Batailles Hauptwerk. Der französische Schriftsteller und "Antiphilosoph" beschreibt die Zustände seines Außersichseins. Es handelt sich dabei gerade nicht um eine Erfahrung im Sinne "deutscher Innerlichkeit", die der äußeren Erfahrung entgegengesetzt wäre, sondern um das Verschwinden ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

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Buch: Meine Straße war die WeltJuan Jose Millas: Meine Straße war die Welt
Aus dem Spanischen von Peter Schwaar. In "Als die Welt Kind war" erzählt Juan Jose Millas von dem ...

Buch: Kleines morgendliches VerbrechenGeorgi Gospodinov: Kleines morgendliches Verbrechen
Aus dem Bulgarischen von Valeria Jäger, Uwe Kolbe und Alexander Sitzmann. Dieser erste deutsche Auswahlband ...

Archiv: Bücherschauen

Dichtung und Tischtennis

18.03.2010: Als tieftraurig und hochkomisch zugleich preist die SZ Jan Faktors Roman mit dem Monster-Titel "Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder Im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag". Die FR lobt den Roman ebenfalls, aber mit Vorbehalten gegen seine Lustigkeit. Hingerissen ist sie auch von Nicholson Bakers Lyriker-Roman "Der Anthologist". Die FAZ schwärmt von Hans-Ulrich Treichels Berliner Heimatlosigkeitsroman "Grunewaldsee". Für die heute erschienene Literaturbeilage der Zeit werden wir noch ein paar Tage brauchen.
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Archiv: Bücherbrief

Engel der Nutzlosigkeit

05.03.2010: Reiche Ausbeute in diesem Monat: Wir fanden surrealistische Geschichten von Jiri Kratochvil und Leonora Carrington, Liebe überkreuz bei Ulrike Draesner, clevere Hacker bei Cory Doctorow, chinesische Gegenwartslyrik und einige Bücher, die den Rezensenten den Glauben an die Germanistik wiedergaben: Thomas Strässles Literaturgeschichte des Salzes und die Biografie der Brüder Grimm von Steffen Martus. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Emotional labiler Federfetisch

19.01.2010: Wäre Inspektor Jensen nicht von einem Feticheur mit einem Fluch belegt worden, dann wäre er nicht nach Island gefahren, nicht von einer Fremden im Bett gebissen worden und würde nicht von einem Psychopathen verfolgt. Dies alles und noch etwas Quantenphysik findet man in Linus Reichlins "Assistent der Sterne". Jochen Schmidt präsentiert mit "Gangster, Opfer, Detektive" eine 1.100 Seiten starke Typengeschichte des Kriminalromans. Mehr lesen

Kein Schlaf, nur Albträume

02.12.2009: In seinem Roman "Tokio im Jahr Null" lässt David Peace neben allen anderen Untätern auch noch einen Serienmörder umgehen. Das ergibt einen einzigen Albtraum. Die Frage ist allerdings: wessen? Mehr lesen

Papa war doch einfach der Beste

09.10.2009: In Neapel brennt der Müll, im Nordosten Italiens wird das schmutzige Geld in respektable Geschäftsgewinne verwandelt. Massimo Carlotto beschreibt in seinem Krimi "Wo die Zitronen blühen" die Anmaßungen einer Patrizierschicht, die ganze Städte ihrem Privilegiensystem unterworfen hat. Mehr lesen