Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 18.03.2010, 14.54 Uhr

Bücher der Saison

Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Stephan Lanz

Stephan Lanz, geboren 1963, lebt als Stadtforscher, Stadtplaner, Autor und Kurator in Berlin. Lehre und Forschung am Institut für Kulturwissenschaften der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt / Oder (seit 2001). Davor Quartiersmanager im Projekt "Soziale Stadt" in Hannover-Vahrenheide, einer Großsiedlung der Sechzigerjahre. Seit 2002 Kurator des Projekts "ErsatzStadt" an der Volksbühne Berlin, in diesem Zusammenhang Herausgeber der Buchreihe "metroZones" im b_books Verlag. Schrieb unter anderem die Bücher "Metropolen" (mit Jochen Becker, Hamburg 2001) und "Die Stadt als Beute" (mit Klaus Ronneberger und Walther Jahn, Bonn 1999) und war beteiligt an den Kulturprojekten "learning from" (NGBK Berlin und WUK Wien 2003), "AnbauNeueMitte" ("Falsches-Leben-Show" im Prater der Volksbühne Berlin, 2001 / 02) und "Baustop.randstadt" (NGBK 1998).

Bücher von Stephan Lanz

Esen, Orhan / Lanz, Stephan (Hrsg.): Self Service City: Istanbul.

Cover: Self Service City: Istanbul

b-books Verlag, Berlin 2005, ISBN 3933557526, Unbekannt, 424 Seiten, 16,00 EUR

"Self Service City: Istanbul" thematisiert aus unterschiedlichen Blickwinkeln die faktische Neugründung der 2700 Jahre alten "Megapolis": Seit 1950 ist Istanbul von einer Million Einwohner durch Zuwanderung auf über zehn Millionen angewachsen. Auf besetztem Land errichteten die ländlichen Arbeitsmigranten zunächst ... mehr lesen
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Lanz, Stephan (Hrsg.): City of COOP. Ersatzökonomien und städtische Bewegungen in Rio de Janeiro und Buenos Aires

Cover: City of COOP

b-books Verlag, Berlin 2005, ISBN 3933557542, Unbekannt, 296 Seiten, 14,00 EUR

Die Favelas in Rio de Janeiro wurden nie legalisiert, vom Staat immer wieder zerstört und durch einen »Mythos der Marginalität« stigmatisiert. Zugleich prägt ihre aus der Not geborene sozio-ökonomische und politische Selbstorganisation seit einem Jahrhundert die urbane Gesellschaft. In Buenos Aires hingegen zwingen erstmals die ... mehr lesen
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Jahn, Walther / Lanz, Stephan / Ronneberger, Klaus: Die Stadt als Beute.

Dietz Verlag, Bonn 1999, ISBN 380123083X, Taschenbuch, 240 Seiten, 12,68 EUR

Die Städte wandeln sich vom Produktionsstandort zur Erlebnislandschaft. Aber nicht mehr alle Bürgerinnen und Bürger sollen von diesen neuen Freizeitparks und Shopping Malls profitieren. Das garantieren Bürgerwehren und private Sicherheitsdienste. Innere Sicherheit und Stadtentwicklung: Welches Bild von der Stadt der Zukunft zeichnet sich ab, wenn beide ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Bücher von Lesern empfohlen

Buch: Meine Straße war die WeltJuan Jose Millas: Meine Straße war die Welt
Aus dem Spanischen von Peter Schwaar. In "Als die Welt Kind war" erzählt Juan Jose Millas von dem ...

Buch: Kleines morgendliches VerbrechenGeorgi Gospodinov: Kleines morgendliches Verbrechen
Aus dem Bulgarischen von Valeria Jäger, Uwe Kolbe und Alexander Sitzmann. Dieser erste deutsche Auswahlband ...

Archiv: Bücherschauen

Dichtung und Tischtennis

18.03.2010: Als tieftraurig und hochkomisch zugleich preist die SZ Jan Faktors Roman mit dem Monster-Titel "Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder Im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag". Die FR lobt den Roman ebenfalls, aber mit Vorbehalten gegen seine Lustigkeit. Hingerissen ist sie auch von Nicholson Bakers Lyriker-Roman "Der Anthologist". Die FAZ schwärmt von Hans-Ulrich Treichels Berliner Heimatlosigkeitsroman "Grunewaldsee". Für die heute erschienene Literaturbeilage der Zeit werden wir noch ein paar Tage brauchen.
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Archiv: Bücherbrief

Engel der Nutzlosigkeit

05.03.2010: Reiche Ausbeute in diesem Monat: Wir fanden surrealistische Geschichten von Jiri Kratochvil und Leonora Carrington, Liebe überkreuz bei Ulrike Draesner, clevere Hacker bei Cory Doctorow, chinesische Gegenwartslyrik und einige Bücher, die den Rezensenten den Glauben an die Germanistik wiedergaben: Thomas Strässles Literaturgeschichte des Salzes und die Biografie der Brüder Grimm von Steffen Martus. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Emotional labiler Federfetisch

19.01.2010: Wäre Inspektor Jensen nicht von einem Feticheur mit einem Fluch belegt worden, dann wäre er nicht nach Island gefahren, nicht von einer Fremden im Bett gebissen worden und würde nicht von einem Psychopathen verfolgt. Dies alles und noch etwas Quantenphysik findet man in Linus Reichlins "Assistent der Sterne". Jochen Schmidt präsentiert mit "Gangster, Opfer, Detektive" eine 1.100 Seiten starke Typengeschichte des Kriminalromans. Mehr lesen

Kein Schlaf, nur Albträume

02.12.2009: In seinem Roman "Tokio im Jahr Null" lässt David Peace neben allen anderen Untätern auch noch einen Serienmörder umgehen. Das ergibt einen einzigen Albtraum. Die Frage ist allerdings: wessen? Mehr lesen

Papa war doch einfach der Beste

09.10.2009: In Neapel brennt der Müll, im Nordosten Italiens wird das schmutzige Geld in respektable Geschäftsgewinne verwandelt. Massimo Carlotto beschreibt in seinem Krimi "Wo die Zitronen blühen" die Anmaßungen einer Patrizierschicht, die ganze Städte ihrem Privilegiensystem unterworfen hat. Mehr lesen