Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 20.03.2010, 13.13 Uhr

Bücher der Saison

Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Georges Didi-Huberman

Georges Didi-Huberman, geboren 1953, ist Philosoph und Kunsthistoriker. Er lehrt an der "Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales" (Paris). Zahlreiche Veröffentlichungen zur Geschichte und Theorie der Bilder.

Bücher von Georges Didi-Huberman

Didi-Huberman, Georges: Der Mensch, der in der Farbe ging.

Cover: Der Mensch, der in der Farbe ging

Diaphanes Verlag, Zürich - Berlin 2009, ISBN 3037340649, Kartoniert, 84 Seiten, 12,90 EUR

Aus dem Französischen von Wiebke-Marie Stock. Vom Gang des Volkes Israel durch die Wüste über die Kirchen des Mittelalters in Italien, Frankreich und England bis hin zur Gegenwartskunst eines James Turrell verfolgt Georges Didi-Huberman seine Titelgestalt eines gehenden Menschen, der sich im absolut verlassenen Raum der reinen Farbe und ... mehr lesen
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Didi-Huberman, Georges: Bilder trotz allem.

Cover: Bilder trotz allem

Wilhelm Fink Verlag, Paderborn 2007, ISBN 3770540204, Kartoniert, 260 Seiten, 29,90 EUR

Aus dem Französischen von Peter Geimer. Im August 1944 gelang zwei Häftlingen des Konzentrationslagers Auschwitz eine Serie fotografischer Aufnahmen der Exekutionen. Während einer der beiden Häftlinge die Wachmänner der SS im Auge hielt, machte ein Mitgefangener vier Aufnahmen, die das Gelände um das Krematorium V zeigen. ... mehr lesen
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Didi-Huberman, Georges: Venus öffnen. Nacktheit, Traum, Grausamkeit

Cover: Venus öffnen

Diaphanes Verlag, Zürich und Berlin 2006, ISBN 3935300638, Kartoniert, 176 Seiten, 26,90 EUR

Aus dem Französischen von Mona Belkhodja und Marcus Coelen. Botticelli als Begründer nicht nur des Ideals reiner Schönheit, sondern auch eines perversen und grausamen Bildes der Nacktheit, bedrohlich und bedroht zugleich? Botticelli neu gedacht mit Freud, Bataille und de Sade? Neben Botticelli ist es die eigenartige Darstellungstradition ... mehr lesen
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Didi-Huberman, Georges: Phasmes. Essays über Erscheinungen von Fotografien, Spielzeug, mystischen Texten, Bildausschnitten, Insekten, Tintenflecken, Traumerzählungen, Alltäglichkeiten, Skulpturen, Filmbildern

Cover: Phasmes

DuMont Verlag, Köln 2001, ISBN 3770153154, Broschiert, 280 Seiten, 35,74 EUR

Mit 32 einfarbigen Abbildungen. Vollkommen disparate, nur in ihrem "blitzhaften Zusammentreten" (Walter Benjamin) einander ähnliche Erscheinungen liefern den Ausgangspunkt für Didi-Hubermans Überlegungen. Er kreist seine zunächst ganz nebensächlich erscheinenden Gegenstände ein, bringt sie dem Leser in erzählerischer ... mehr lesen
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Didi-Huberman, Georges: Vor einem Bild.

Cover: Vor einem Bild

Carl Hanser Verlag, München 2000, ISBN 3446165894, Pappband, 240 Seiten, 23,01 EUR

Aus dem Französischen von Reinhold Werner. Was sehen wir, wenn wir in einem Museum oder in einer Kirche ein Gemälde betrachten? So einfach ist diese Frage nicht zu beantworten. Denn was wir sehen, hängt immer auch davon ab, was wir wissen. Die Kategorien und Begriffe, die uns die Kunstgeschichte liefert, schieben sich unbemerkt zwischen unser Auge und ... mehr lesen
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Didi-Huberman, Georges: Ähnlichkeit und Berührung. Archäologie, Anachronismus und Modernität des Abdrucks

DuMont Verlag, Köln 1999, ISBN 377014712X, Kartoniert, 280 Seiten, 35,74 EUR

Georges Didi-Huberman begnügt sich nicht damit, erstmals die Geschichte des Abdrucks zu schreiben, sondern zeigt, weshalb der Abdruck systematisch von der Kunstgeschichte ausgeklammert wurde. Dabei geht er zurück bis auf Vasaris Unterscheidung zwischen den freien und mechanischen Künsten, welche den Abdruck im Gegensatz zum "einmaligen" Kunstwerk als ... mehr lesen
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Didi-Huberman, Georges: Was wir sehen, blickt uns an. Zur Metapsychologie des Bildes

Cover: Was wir sehen, blickt uns an

Wilhelm Fink Verlag, München 1999, ISBN 3770532724, Broschiert, 252 Seiten, 24,54 EUR

Aus dem Französischen von Markus Sedlaczek. ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

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Vexierspielkünstler

20.03.2010: Die FAZ hat Denis Johnsons Thriller "Keine Bewegung!" gelesen und freut sich über das Gespür des Autors für kriminelle Loser. Die FR folgt der zehnjährigen Dora durch Jacques Roubauds Abenteuer und Geheimnis verheißenden "Verwilderten Park". Sehr anregend findet die NZZ Eric Hobsbawms Buch über "Globalisierung, Demokratie und Terrorismus". Die taz spürt einen Hauch von Erlösung in Don DeLillos Roman "Der Omega-Punkt". Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Engel der Nutzlosigkeit

05.03.2010: Reiche Ausbeute in diesem Monat: Wir fanden surrealistische Geschichten von Jiri Kratochvil und Leonora Carrington, Liebe überkreuz bei Ulrike Draesner, clevere Hacker bei Cory Doctorow, chinesische Gegenwartslyrik und einige Bücher, die den Rezensenten den Glauben an die Germanistik wiedergaben: Thomas Strässles Literaturgeschichte des Salzes und die Biografie der Brüder Grimm von Steffen Martus. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Emotional labiler Federfetisch

19.01.2010: Wäre Inspektor Jensen nicht von einem Feticheur mit einem Fluch belegt worden, dann wäre er nicht nach Island gefahren, nicht von einer Fremden im Bett gebissen worden und würde nicht von einem Psychopathen verfolgt. Dies alles und noch etwas Quantenphysik findet man in Linus Reichlins "Assistent der Sterne". Jochen Schmidt präsentiert mit "Gangster, Opfer, Detektive" eine 1.100 Seiten starke Typengeschichte des Kriminalromans. Mehr lesen

Kein Schlaf, nur Albträume

02.12.2009: In seinem Roman "Tokio im Jahr Null" lässt David Peace neben allen anderen Untätern auch noch einen Serienmörder umgehen. Das ergibt einen einzigen Albtraum. Die Frage ist allerdings: wessen? Mehr lesen

Papa war doch einfach der Beste

09.10.2009: In Neapel brennt der Müll, im Nordosten Italiens wird das schmutzige Geld in respektable Geschäftsgewinne verwandelt. Massimo Carlotto beschreibt in seinem Krimi "Wo die Zitronen blühen" die Anmaßungen einer Patrizierschicht, die ganze Städte ihrem Privilegiensystem unterworfen hat. Mehr lesen