Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Siegfried Unseld

Siegfried Unseld, geboren 1924 in Ulm, gehörte zu den bedeutendsten Verlegern der Bundesrepublik. Er studierte Germanistik, Philosophie und Bibliothekswissenschaften in Tübingen und arbeitete seit 1952 für den Suhrkamp Verlag. Nach dem Tod von Peter Suhrkamp übernahm er die Führung des Verlages und baute ihn mit der Etablierung mehrerer Taschenbuchreihen zu einem der erfolgreichsten und einflussreichsten Verlage des deutschsprachigen Raums aus. Unseld entdeckte und förderte viele moderne deutsche Autoren und wurde damit zu einer zentralen Figur des Literaturbetriebs. Er starb am 26. Oktober 2002 in Frankfurt am Main.

Bücher von Siegfried Unseld

Unseld, Siegfried: Chronik. Band 1: 1970

Cover: Chronik

Suhrkamp Verlag, Berlin 2010, ISBN 3518421611, Gebunden, 500 Seiten, 39,90 EUR

Herausgegeben von Raimund Fellinger, Wolfgang Schopf, Claus Kröger und anderen. Nach den Turbulenzen während der Frankfurter Buchmesse 1967, die ihn zum Eingreifen herausforderten, beschließt Siegfried Unseld, markante Ereignisse seines Verlegerlebens schriftlich zu fixieren. 1970 weitet er sein Vorhaben aus. Vom 1. Januar 1970 bis zum ... mehr lesen
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Bernhard, Thomas / Unseld, Siegfried: Thomas Bernhard - Siegfried Unseld: Briefwechsel. 3 CDs

Cover: Thomas Bernhard - Siegfried Unseld: Briefwechsel

DHV - Der Hörverlag, München 2009, ISBN 3867172757, CD, 19,95 EUR

3 CDs, 237 Minuten.Sprecher: Peter Simonischek und Gert Voss. Regie: Götz Fritsch. Produktion:Hessischer Rundfunk, Der Hörverlag.Von reizenden Komplimenten für die "geliebte Bibliothek Suhrkamp" bis zu Schimpftiraden über die "hundsgemeine Hinschlachtung" eines seiner Theaterstücke, von gnadenlosem Geschacher ... mehr lesen
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Bernhard, Thomas / Unseld, Siegfried: Thomas Bernhard / Siegfried Unseld: Der Briefwechsel.

Cover: Thomas Bernhard / Siegfried Unseld: Der Briefwechsel

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 3518419706, Gebunden, 869 Seiten, 41,00 EUR

30 Jahre alt, ohne Resonanz auf seine bis dahin veröffentlichten drei Gedichtbände, vom eigenen überragenden schriftstellerischen Können allerdings überzeugt, schreibt Thomas Bernhard im Oktober 1961 an Siegfried Unseld: "Vor ein paar Tagen habe ich an Ihren Verlag ein Prosamanuskript geschickt. Ich kenne Sie nicht, nur ... mehr lesen
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Unseld, Siegfried / Weiss, Peter: Siegfried Unseld / Peter Weiss: Der Briefwechsel.

Cover: Siegfried Unseld / Peter Weiss: Der Briefwechsel

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2007, ISBN 3518418459, Gebunden, 1150 Seiten, 39,80 EUR

Herausgegeben von Rainer Gerlach. Das Schreiben und Leben, das Zusammenwirken von Autor und Verleger dokumentiert dieser Briefwechsel - und zugleich die literarische Entwicklung der Bundesrepublik nach dem Zweiten Weltkrieg. Die beiden Partner: Auf der einen Seite der 1916 geborene Emigrant, der sein erstes Buch in deutscher Sprache 1960 veröffentlichte, ... mehr lesen
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Koeppen, Wolfgang / Unseld, Siegfried: 'Ich bitte um ein Wort ...'. Der Briefwechsel

Cover: 'Ich bitte um ein Wort ...'

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3518417681, Gebunden, 584 Seiten, 24,80 EUR

Ein neuer Roman von Wolfgang Koeppen ist anzukündigen - entstanden im Briefgespräch mit Siegfried Unseld. Die Handlung setzt 1957 ein und endet mehr als 500 Briefe später in den neunziger Jahren. Im Mittelpunkt steht die spannende Frage, welche Faktoren die Niederschrift eines Manuskriptes verhindern. Die Protagonisten: ein Verleger, ... mehr lesen
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Unseld, Siegfried: Briefe an die Autoren.

Cover: Briefe an die Autoren

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3518223844, Gebunden, 182 Seiten, 12,80 EUR

Herausgegeben von Rainer Weiss. Siegfried Unseld hinterläßt Tausende von Korrespondenzen. Den ersten Brief dieser Auswahl richtet er 1951 an Hermann Hesse; er ist frisch promoviert mit einer Arbeit über Hesses Anschauung vom Beruf des Dichters und kündigt seine Übersiedlung von Ulm nach Frankfurt an. Den letzten schreibt er ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Dies pralle Leben

02.01.2012: Albrecht Selge flaniert durch Berlin. Christina Maria Landerl streift durch Wien. Josh Weil liebt seinen Deutz-Traktor. Mary Bauermeister experimentiert mit Karlheinz Stockhausen. Doug Saunders erkundet die Geburtsstätte der neuen Mittelschicht. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Januar. Mehr lesen

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Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen