Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 10.02.2012, 17.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Ilse Aichinger

Ilse Aichinger wurde 1921 mit ihrer Zwillingsschwester Helga in Wien geboren, als Tochter einer Ärztin und eines Lehrers. Nach der frühen Scheidung ihrer Eltern verbrachte sie den größten Teil ihrer Kindheit bei ihrer Großmutter und in Klosterschulen. Sofort mit dem Einmarsch Hitlers in Österreich im März 1938 verlor die jüdische Mutter Praxis, Wohnung und ihre Stelle als städtische Ärztin. Während die Schwester Helga noch im Juli 1939 nach England fliehen konnte, verhinderte der Kriegsausbruch die geplante Ausreise der restlichen Familie. Ilse Aichinger und ihrer Mutter wurde ein Zimmer in unmittelbarer Nähe des Gestapo-Hauptquartiers zugewiesen. Sie überlebten, die Großmutter und die jüngeren Geschwister der Mutter wurden 1942 deportiert und ermordet. Nach Kriegsende begann Ilse Aichinger ein Medizinstudium, das sie jedoch nach fünf Semestern abbrach. Sie wurde Lektorin des S. Fischer Verlags und arbeitete außerdem an der Hochschule für Gestaltung in Ulm. 1953 heiratete sie den Lyriker und Hörspielautor Günter Eich, mit dem sie zwei Kinder bekam. 1972 starb Günter Eich, nach dem Tod ihrer Mutter zog Ilse Aichinger von Großgmain bei Salzburg nach Frankfurt am Main. Seit 1988 lebt sie in Wien.

Bücher von Ilse Aichinger

Aichinger, Ilse: Es muss gar nichts bleiben. Interviews 1952-2005

Cover: Es muss gar nichts bleiben

Edition Korrespondenzen, Wien 2011, ISBN 3902113790, Gebunden, 251 Seiten, 23,00 EUR

Mit einer CD. Ilse Aichingers Antworten unterminieren jede Frage und treffen zielsicher das Unerwartete. Das hält sie im Gespräch nicht anders als beim Schreiben. Die Interviews aus 50 Jahren zeugen von Aichingers unaufhörlicher Auseinandersetzung mit den Bedingungen von Sprache und Existenz, mit der Geschichte ihrer Familie, mit aktuellen ... mehr lesen
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Aichinger, Ilse: Knöpfe. Hörspiel, Lesungen und Originalaufnahmen. 2 CDs

Cover: Knöpfe

DHV - Der Hörverlag, München 2007, ISBN 386717038X, CD, 19,95 EUR

2 CDs mit 122 Minuten Laufzeit. Sprecher: Ilse Aichinger, Christiane Hörbiger, Thomas Holtzmann und anderen. Absurd, expressiv und zerbrechlich wirken Ilse Aichingers Hörspiel, ihre Gedichte und Prosa aus den Jahren 1953 bis 1987, u. a. ihre berühmte "Spiegelgeschichte". So zurückhaltend intonieren Christiane Hörbiger, ... mehr lesen
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Aichinger, Ilse: Subtexte.

Cover: Subtexte

Edition Korrespondenzen, Wien 2006, ISBN 3902113464, Gebunden, 73 Seiten, 16,00 EUR

Am 1. Januar 2005, nach Abschluss ihres Buches "Unglaubwürdige Reisen", eröffnet Ilse Aichinger noch einmal ein Journal: wechselt die Zeitung, wechselt das Cafe und schreibt Woche für Woche an einem poetisch erzählenden Essay. Mit der Boulevardpresse und den Büchern des Philosophen E. M. Cioran auf dem Kaffeehaustisch ... mehr lesen
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Aichinger, Ilse: Unglaubwürdige Reisen.

Cover: Unglaubwürdige Reisen

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3100005279, Gebunden, 186 Seiten, 17,90 EUR

Mit der Zwillingsschwester in die Kapuzinergruft, mit dem nomadischen Urgroßvater durch den Kaukasus, mit Sigmund Freud ins Londoner Exil, mit der polnischen Putzfrau nach Oswiecim/Auschwitz: Während dreier Jahre. Vom Attentat auf die New Yorker Zwillingstürme bis zum Literaturnobelpreis für Elfriede Jelinek, begibt sich Ilse ... mehr lesen
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Aichinger, Ilse: Film und Verhängnis. Blitzlichter auf ein Leben

Cover: Film und Verhängnis

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3100005236, Gebunden, 207 Seiten, 18,00 EUR

Bei Kriegsausbruch 1939 war Ilse Aichinger im Kino, bei Kriegsende übermittelt ihr eine Kinokassiererin eine Nachricht über deportierte und ermordete Verwandte: Film und Verhängnis - seither denkt Ilse Aichinger auch selbst "filmisch" über Leben, Treue und Verrat nach. Knapp, existentiell - eine ganz andere Autobiografie, die sie in einem 'Journal ... mehr lesen
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Aichinger, Ilse: Kurzschlüsse. Wien

Edition Korrespondenzen, Wien 2001, ISBN 3902113073, Gebunden, 96 Seiten, 18,51 EUR

Herausgegeben und mit einem Nachwort von Simone Fässler. Wien ist ein zentraler Bezugspunkt von Ilse Aichingers Schreiben. In die Topografie dieser Stadt sind ihre Erinnerungen eingeschrieben, die "äußerste Geborgenheit" der Kindheit ebenso wie die "äußerste Bedrängnis" der Kriegszeit, als ihre jüdischen Verwandten deportiert wurden und sie die ... mehr lesen
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Aichinger, Ilse: Kurzschlüsse. Wien. CD. Gelesen von Ilse Aichinger

Edition Korrespondenzen, Wien 2001, ISBN 3902113839, CD, 18,51 EUR

Wien ist ein zentraler Bezugspunkt von Ilse Aichingers Schreiben. In die Topografie dieser Stadt sind ihre Erinnerungen eingeschrieben, die "äußerste Geborgenheit" der Kindheit ebenso wie die "äußerste Bedrängnis" der Kriegszeit, als ihre jüdischen Verwandten deportiert wurden und sie die Stadt als 'Mischling ersten Grades' nicht verlassen ... mehr lesen
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