Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 20.03.2010, 13.13 Uhr

Bücher der Saison

Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Günther Anders

Günther Anders, der damals noch Günther Stern hieß, studierte 1921-24 in Freiburg bei Husserl und Heidegger Philosophie. Er spielt im Kreis der früheren Schüler eine Sonderrolle, denn er war der einzige, der sich letztlich ganz aus der akademischen Welt entfernte. Aber seine Auseinandersetzung mit dem Denken Heideggers dauerte jahrzehntelang und beschäftigte ihn noch nach der Rückkehr nach Wien im Jahre 1950. Am 17. Dezember 1992 ist Günter Anders gestorben.

Bücher von Günther Anders

Anders, Günther: Günther Anders: Tagesnotizen. Aufzeichnungen 1941-1979

Cover: Günther Anders: Tagesnotizen

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3518224050, Gebunden, 199 Seiten, 13,80 EUR

Auswahl und Nachwort von Volker Hage. Die Tagebücher des Schriftstellers und Philosophen Günther Anders (1902-1992), von ihm selbst nie zu einem geschlossenen Werk zusammengestellt, sondern bruchstückhaft in verschiedenen seiner Bücher zitiert (so auch in seinem Hauptwerk "Die Antiquiertheit des Menschen"): Hier werden ... mehr lesen
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Anders, Günther: Über Heidegger.

Cover: Über Heidegger

C. H. Beck Verlag, München 2001, ISBN 3406482597, Gebunden, 480 Seiten, 34,90 EUR

Günther Anders gehört neben Hannah Arendt, Hans-Georg Gadamer, Hans Jonas, Herbert Marcuse und anderen zu den wichtigen Schülern Martin Heideggers. In diesem Band werden Anders' Texte zur Auseinandersetzung mit Heidegger neu gesammelt und herausgegeben. Zu ihnen gehören nicht nur fast unbekannt gebliebene Aufsätze, sondern ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Bücher von Lesern empfohlen

Buch: Eine iranische Liebesgeschichte zensierenShahriar Mandanipur: Eine iranische Liebesgeschichte zensieren
Aus dem Englischen von Ursula Ballin. Ein iranischer Schriftsteller ist es leid, immer nur düstere Romane ...

Buch: Dein Gesicht morgenJavier Marias: Dein Gesicht morgen
Aus dem Spanischen von Elke Wehr. "Wollte Gott, dass niemand uns jemals um etwas bittet oder auch nur fragt, ...

Archiv: Bücherschauen

Vexierspielkünstler

20.03.2010: Die FAZ hat Denis Johnsons Thriller "Keine Bewegung!" gelesen und freut sich über das Gespür des Autors für kriminelle Loser. Die FR folgt der zehnjährigen Dora durch Jacques Roubauds Abenteuer und Geheimnis verheißenden "Verwilderten Park". Sehr anregend findet die NZZ Eric Hobsbawms Buch über "Globalisierung, Demokratie und Terrorismus". Die taz spürt einen Hauch von Erlösung in Don DeLillos Roman "Der Omega-Punkt". Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Engel der Nutzlosigkeit

05.03.2010: Reiche Ausbeute in diesem Monat: Wir fanden surrealistische Geschichten von Jiri Kratochvil und Leonora Carrington, Liebe überkreuz bei Ulrike Draesner, clevere Hacker bei Cory Doctorow, chinesische Gegenwartslyrik und einige Bücher, die den Rezensenten den Glauben an die Germanistik wiedergaben: Thomas Strässles Literaturgeschichte des Salzes und die Biografie der Brüder Grimm von Steffen Martus. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Emotional labiler Federfetisch

19.01.2010: Wäre Inspektor Jensen nicht von einem Feticheur mit einem Fluch belegt worden, dann wäre er nicht nach Island gefahren, nicht von einer Fremden im Bett gebissen worden und würde nicht von einem Psychopathen verfolgt. Dies alles und noch etwas Quantenphysik findet man in Linus Reichlins "Assistent der Sterne". Jochen Schmidt präsentiert mit "Gangster, Opfer, Detektive" eine 1.100 Seiten starke Typengeschichte des Kriminalromans. Mehr lesen

Kein Schlaf, nur Albträume

02.12.2009: In seinem Roman "Tokio im Jahr Null" lässt David Peace neben allen anderen Untätern auch noch einen Serienmörder umgehen. Das ergibt einen einzigen Albtraum. Die Frage ist allerdings: wessen? Mehr lesen

Papa war doch einfach der Beste

09.10.2009: In Neapel brennt der Müll, im Nordosten Italiens wird das schmutzige Geld in respektable Geschäftsgewinne verwandelt. Massimo Carlotto beschreibt in seinem Krimi "Wo die Zitronen blühen" die Anmaßungen einer Patrizierschicht, die ganze Städte ihrem Privilegiensystem unterworfen hat. Mehr lesen