Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 20.03.2010, 13.13 Uhr

Bücher der Saison

Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Roswitha Quadflieg

Roswitha Quadflieg, 1949 in Zürich geboren, studierte Malerei, Graphik, Illustration und Typographie in Hamburg. 1973 gründete sie die Raamin-Presse, eine eigene Verlagswerkstatt in Schenefeld/Hamburg, wo sie bis zur Schließung 2003 mit Originalgraphiken versehene limitierte Auflagen ausgewählter Texte der Weltliteratur druckte. Seit 1985 und jetzt ausschließlich arbeitet Roswitha Quadflieg als Schriftstellerin.

Bücher von Roswitha Quadflieg

Quadflieg, Roswitha: Der Glückliche. Roman zu zehn Stimmen

Cover: Der Glückliche

Stroemfeld Verlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 3866000499, Gebunden, 136 Seiten, 14,80 EUR

Der Glückliche beruht auf der von Roswitha Quadflieg recherchierten Biographie des Dr. L. W. (1888-1959), von 1921 bis 1933 Stadtarzt in Speyer. Schon früh als Querulant verschrien, wurde er mehrfach verwarnt, 1938 ­wegen Beleidigung Hitlers verhaftet, jedoch aufgrund eines ärztlichen Gutachtens in die Heil- und Pflegeanstalt Lohr verbracht. ... mehr lesen
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Quadflieg, Roswitha: Beckett was here. Hamburg im Tagebuch Samuel Becketts von 1936

Cover: Beckett was here

Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2006, ISBN 3455095410, Gebunden, 223 Seiten, 19,95 EUR

Mit einem Vorwort von Mark Nixon. 1936/1937 unternahm der dreißigjährige Samuel Beckett eine Reise durch Deutschland: vornehmlich, um Kunst zu betrachten, aber auch, um seine Deutschkenntnisse zu verbessern. Seine erste und längste Station war Hamburg. Die "German Diaries", die er während dieser Reise schrieb, wurden ... mehr lesen
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Quadflieg, Roswitha: Alles Gute. Roman

Cover: Alles Gute

Insel Verlag, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3458169660, gebunden, 156 Seiten, 17,38 EUR

Sie hat es geschafft, trotz allem, und sich eingerichtet in einem Leben ohne den Ehemann; der Sportartikel-Laden läuft, der Sohn kommt anständig unter die Haube. Alles gut. Bis sich im Flugzeug dieser junge Mann ( mit Geige) neben sie setzt, der ihrem Geschiedenen wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Also doch!, sagt Caecilie und setzt Himmel und Hölle ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

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Buch: Eine iranische Liebesgeschichte zensierenShahriar Mandanipur: Eine iranische Liebesgeschichte zensieren
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Vexierspielkünstler

20.03.2010: Die FAZ hat Denis Johnsons Thriller "Keine Bewegung!" gelesen und freut sich über das Gespür des Autors für kriminelle Loser. Die FR folgt der zehnjährigen Dora durch Jacques Roubauds Abenteuer und Geheimnis verheißenden "Verwilderten Park". Sehr anregend findet die NZZ Eric Hobsbawms Buch über "Globalisierung, Demokratie und Terrorismus". Die taz spürt einen Hauch von Erlösung in Don DeLillos Roman "Der Omega-Punkt". Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Engel der Nutzlosigkeit

05.03.2010: Reiche Ausbeute in diesem Monat: Wir fanden surrealistische Geschichten von Jiri Kratochvil und Leonora Carrington, Liebe überkreuz bei Ulrike Draesner, clevere Hacker bei Cory Doctorow, chinesische Gegenwartslyrik und einige Bücher, die den Rezensenten den Glauben an die Germanistik wiedergaben: Thomas Strässles Literaturgeschichte des Salzes und die Biografie der Brüder Grimm von Steffen Martus. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Emotional labiler Federfetisch

19.01.2010: Wäre Inspektor Jensen nicht von einem Feticheur mit einem Fluch belegt worden, dann wäre er nicht nach Island gefahren, nicht von einer Fremden im Bett gebissen worden und würde nicht von einem Psychopathen verfolgt. Dies alles und noch etwas Quantenphysik findet man in Linus Reichlins "Assistent der Sterne". Jochen Schmidt präsentiert mit "Gangster, Opfer, Detektive" eine 1.100 Seiten starke Typengeschichte des Kriminalromans. Mehr lesen

Kein Schlaf, nur Albträume

02.12.2009: In seinem Roman "Tokio im Jahr Null" lässt David Peace neben allen anderen Untätern auch noch einen Serienmörder umgehen. Das ergibt einen einzigen Albtraum. Die Frage ist allerdings: wessen? Mehr lesen

Papa war doch einfach der Beste

09.10.2009: In Neapel brennt der Müll, im Nordosten Italiens wird das schmutzige Geld in respektable Geschäftsgewinne verwandelt. Massimo Carlotto beschreibt in seinem Krimi "Wo die Zitronen blühen" die Anmaßungen einer Patrizierschicht, die ganze Städte ihrem Privilegiensystem unterworfen hat. Mehr lesen