Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Adolf Frise

Adolf Frise, Journalist, Kritiker und Herausgeber der Werke Robert Musils, wurde 1910 in Euskirchen (Rheinland) geboren. Er studierte Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte in München, Berlin und Heidelberg. Danach lebte er in Berlin, wo er als freier Mitarbeiter der Vossischen und der Frankfurter Zeitung, der Neuen Rundschau, der Literatur und der Tat literarische Essays und Erzählungen schrieb. In diese Zeit fielen die entscheidenden Begegnungen mit bekannten Schriftstellern wie Hans Carossa, Gottfried Benn und Robert Musil. Der erste Briefwechsel mit Robert Musil geht auf den Januar 1931 zurück. Im Dezember des gleichen Jahres erschien seine Besprechung des "Mann ohne Eigenschaften" und im Juni 1933 die zweite über die weitere Folge des Romans. Im April 1935 veröffentlichte er den Essay "Robert Musil oder vom Grenzschicksal der Kunst". Zu Kriegsbeginn wurde er ständiger Mitarbeiter der Deutschen Allgemeinen Zeitung in Berlin und nach seiner Einberufung zum Militär war er bis zum Kriegsende Nachrichtensoldat. Nach 1945 arbeitete er als Redakteur an Tages- und Wochenzeitungen, 1956 bis 1975 als Kultur-Redakteur am Hessischen Rundfunk. 1951 bis 1957 Arbeit an der ersten Edition einer Musil-Gesamtausgabe, 1967 bis 1980 Arbeit an neuen weiteren Musil-Editionen: Tagebücher, Gesammelte Werke, Briefe. Im Juni 1979 wurde Adolf Frise zum Ehrenpräsidenten der Internationalen Robert-Musil-Gesellschaft gewählt. Am 2. Mai 2003 starb Adol Frise in Frankfurt am Main.

Bücher von Adolf Frise

Frise, Adolf: Wir leben immer mehrere Leben. Erinnerungen

Cover: Wir leben immer mehrere Leben

Rowohlt Verlag, Reinbek 2004, ISBN 3498020919, Gebunden, 256 Seiten, 19,90 EUR

In einer Kleinstadt am Niederrhein geboren, wird er als Kind Zeuge der belgischen Besatzung und des Separatistenaufstands. Gymnasium, Studium in München, Berlin und Heidelberg. Promotion, erste Schritte als Autor mit kurzen Erzählungen und Feuilletons. Begegnungen u.a. mit Gottfried Benn, Karl Jaspers, Friedrich Gundolf, Ernst Rowohlt und ... mehr lesen
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Frise, Adolf: Spiegelungen. Berichte, Kommentare, Texte 1933-1998. Festgabe zum 90. Geburtstag von Adolf Frise

Peter Lang Verlag, Bern 2000, ISBN 3906758508, Broschiert, 419 Seiten, 50,11 EUR

Herausgegeben von der Internationalen Robert-Musil-Gesellschaft. Reihenherausgeberin: Marie-Louise Roth. Die hier vorgestellten Texte Adolf Frises gehen bis weit in die Mitte des 20. Jahrhunderts zurück. Die Palette seiner Themen ist vielseitig: die stimmungsvollen Impressionen in den "Berliner Begegnungen", die Sachlichkeit der journalistischen ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Dies pralle Leben

02.01.2012: Albrecht Selge flaniert durch Berlin. Christina Maria Landerl streift durch Wien. Josh Weil liebt seinen Deutz-Traktor. Mary Bauermeister experimentiert mit Karlheinz Stockhausen. Doug Saunders erkundet die Geburtsstätte der neuen Mittelschicht. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Januar. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen