Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 18.03.2010, 20.18 Uhr

Bücher der Saison

Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Han Sen

Han Sen wurde 1925 in Berlin geboren. 1933 emigrierte seine Familie in die Schweiz, wo er das Institut Monnier besucht. 1940 nimmt ihn sein Vater, ein führender chinesischer Kommunist, mit nach China. Wegen der guten Kontakte seines Vaters von Maos Stellvertreter Zhou Enlai protegiert, arbeitet Han Sen unter anderem als Übersetzer und Redakteur - und träumt doch nur davon, China wieder zu verlassen. 1957 gelingt es ihm endlich in die Sowjetunion auszureisen; der Westen jedoch bleibt ihm weiterhin versperrt. Heute lebt Han Sen mit seiner Frau in Charkow, in der Ukraine.

Bücher von Han Sen

Han Sen, : Ein Chinese mit dem Kontrabass.

Cover: Ein Chinese mit dem Kontrabass

Claassen Verlag, München 2001, ISBN 3546002776, Gebunden, 360 Seiten, 19,90 EUR

Mit einem Nachwort von Gerd Ruge. Im Berlin der zwanziger Jahre aufgewachsen, fühlt sich der junge Chinese Han Sen als waschechter Berliner. Doch mit Hitlers Machtergreifung findet die idyllische Kindheit ein jähes Ende, denn der Vater nimmt ihn gegen seinen Willen mit nach China. Mit einem Mal ist Han Sen in eine andere, fremde Welt katapultiert. Der ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Bücher von Lesern empfohlen

Buch: Meine Straße war die WeltJuan Jose Millas: Meine Straße war die Welt
Aus dem Spanischen von Peter Schwaar. In "Als die Welt Kind war" erzählt Juan Jose Millas von dem ...

Buch: Kleines morgendliches VerbrechenGeorgi Gospodinov: Kleines morgendliches Verbrechen
Aus dem Bulgarischen von Valeria Jäger, Uwe Kolbe und Alexander Sitzmann. Dieser erste deutsche Auswahlband ...

Archiv: Bücherschauen

Dichtung und Tischtennis

18.03.2010: Als tieftraurig und hochkomisch zugleich preist die SZ Jan Faktors Roman mit dem Monster-Titel "Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder Im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag". Die FR lobt den Roman ebenfalls, aber mit Vorbehalten gegen seine Lustigkeit. Hingerissen ist sie auch von Nicholson Bakers Lyriker-Roman "Der Anthologist". Die FAZ schwärmt von Hans-Ulrich Treichels Berliner Heimatlosigkeitsroman "Grunewaldsee". Für die heute erschienene Literaturbeilage der Zeit werden wir noch ein paar Tage brauchen.
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Archiv: Bücherbrief

Engel der Nutzlosigkeit

05.03.2010: Reiche Ausbeute in diesem Monat: Wir fanden surrealistische Geschichten von Jiri Kratochvil und Leonora Carrington, Liebe überkreuz bei Ulrike Draesner, clevere Hacker bei Cory Doctorow, chinesische Gegenwartslyrik und einige Bücher, die den Rezensenten den Glauben an die Germanistik wiedergaben: Thomas Strässles Literaturgeschichte des Salzes und die Biografie der Brüder Grimm von Steffen Martus. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Emotional labiler Federfetisch

19.01.2010: Wäre Inspektor Jensen nicht von einem Feticheur mit einem Fluch belegt worden, dann wäre er nicht nach Island gefahren, nicht von einer Fremden im Bett gebissen worden und würde nicht von einem Psychopathen verfolgt. Dies alles und noch etwas Quantenphysik findet man in Linus Reichlins "Assistent der Sterne". Jochen Schmidt präsentiert mit "Gangster, Opfer, Detektive" eine 1.100 Seiten starke Typengeschichte des Kriminalromans. Mehr lesen

Kein Schlaf, nur Albträume

02.12.2009: In seinem Roman "Tokio im Jahr Null" lässt David Peace neben allen anderen Untätern auch noch einen Serienmörder umgehen. Das ergibt einen einzigen Albtraum. Die Frage ist allerdings: wessen? Mehr lesen

Papa war doch einfach der Beste

09.10.2009: In Neapel brennt der Müll, im Nordosten Italiens wird das schmutzige Geld in respektable Geschäftsgewinne verwandelt. Massimo Carlotto beschreibt in seinem Krimi "Wo die Zitronen blühen" die Anmaßungen einer Patrizierschicht, die ganze Städte ihrem Privilegiensystem unterworfen hat. Mehr lesen