Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 10.02.2012, 17.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Assia Djebar

Assia Djebar (eigentlicher Name: Fatima-Zohra Imalayene) wurde 1936 in Cherchell, einer kleinen Küstenstadt bei Algier, geboren. Sie besuchte die Koranschule und die französische Grundschule, an der ihr Vater Französisch unterrichtete. Als erste Algerierin wurde sie an der Ecole Normale Superieure in Paris zugelassen. 1956, in den ersten Jahren des algerischen Unabhängigkeitskampfes, nahm sie am Streik der algerischen Studenten teil. 1958 heiratete sie Ahmed Ould-Rouïs, ein Mitglied der Widerstandsbewegung. Diese Ehe wurde 1975 geschieden, 1980 heiratete sie den Dichter Malek Alloula.
1957 veröffentlichte sie ihren Debütroman "La Soif". Aus Angst, dass dieser Roman ihrem Vater missfallen könnte, nahm sie ein Pseudonym an, das sie seither beibehalten hat. Während des Befreiungskrieges arbeitete Djebar für die Zeitung der antikolonialistischen FLN, El-Moujahid, indem sie Interviews mit algerischen Flüchtlingen in Marokko führte. Sie setzte diese Arbeit als Assistentin an der Universität von Rabat fort. Zu Beginn der siebziger Jahre begann Djebar, klassisches Arabisch zu studieren, um ihre Ausdrucksmöglichkeiten zu erweitern. Djebar unterrichtete über lange Jahre Geschichte an der Universität von Algier. 1997 wurde sie Professorin am Zentrum für französische und frankophone Studien der Louisiana State University, seit 2001 ist sie Professorin an der New York University. Ihre Werke wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter 2000 mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels.

Bücher von Assia Djebar

Djebar, Assia: Nirgendwo im Haus meines Vaters. Roman

Cover: Nirgendwo im Haus meines Vaters

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 3100145003, Kartoniert, 444 Seiten, 21,95 EUR

Aus dem Französischen von Marlene Frucht. Fatima liebt ihren Vater abgöttisch. Er befolgt streng die arabischen Bräuche und hat Sorge, dass die Röcke seiner Tochter zu kurz geraten. Die Mutter ist eine selbstbewusste Frau von europäischer Eleganz. Zwei Welten, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Dazwischen bahnt ... mehr lesen
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Djebar, Assia: Das verlorene Wort. Roman

Cover: Das verlorene Wort

Unionsverlag, Zürich 2004, ISBN 3293003389, Gebunden, 248 Seiten, 19,90 EUR

Aus dem Französischen von Beate Thill. Nach zwanzig Jahren in Frankreich kehrt Berkane nach Algerien zurück. In einem Haus am Meer, später reisend, fotografierend, will er wieder Fuß fassen. Die Straßen und Plätze seiner Erinnerungen sind fremd und bedrohlich geworden, tastend versucht er, sich der spannungsvollen, turbulenten ... mehr lesen
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Djebar, Assia: Frau ohne Begräbnis. Roman

Cover: Frau ohne Begräbnis

Unionsverlag, Zürich 2003, ISBN 3293003087, Gebunden, 219 Seiten, 17,90 EUR

Aus dem Französischen von Beate Thill. Die "Frau ohne Begräbnis", das ist Zoulikha, die einst Wand an Wand mit Assia Djebars Familie in Cherchell wohnte. In aller Stille knüpfte sie unter den Frauen der Stadt ein Netz des Widerstands gegen die französische Herrschaft, floh 1957 in die Berge, wurde von der Kolonialarmee ... mehr lesen
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Djebar, Assia: Durst. Roman

Cover: Durst

Unionsverlag, Zürich 2001, ISBN 329300279X, Gebunden, 156 Seiten, 14,32 EUR

Aus dem Französischen von Rudolf Kimmig. "Es war ein heißer, ja erstickender Sommer. Ich liebte meine Einsamkeit - und meinen Körper, der in das ruhige Meer eintauchte. Mit feuchten Haaren und Salz auf den Lippen ging ich zurück: mein einziger glücklicher moment. In diesem Augenblick sah ich sie. Ich rief ihren Namen: 'Jedla!' ... mehr lesen
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Djebar, Assia: Oran - Algerische Nacht. Roman

Cover: Oran - Algerische Nacht

Unionsverlag, Zürich 2001, ISBN 3293002919, Gebunden, 316 Seiten, 19,43 EUR

Aus dem Französischen von Beate Thill. Frauen werden zu Opfern wegen ihres Wissens, ihres Berufs, ihrer Solidarität - ständige kleine Stiche der Angst. Der Roman geht von einer Station zur anderen, von Widrigkeiten über Kummer und Enttäuschung bis zu unterdrücktem Aufbäumen und hinuntergeschluckten Beleidigungen. ... mehr lesen
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Djebar, Assia: Die Ungeduldigen. Roman

Cover: Die Ungeduldigen

Unionsverlag, Zürich 2000, ISBN 3293201911, Taschenbuch, 236 Seiten, 8,64 EUR

Aus dem Französischen von Wilhelm Maria Lüsberg. Assia Djebar erzählt in diesem frühen Roman von der arabischen Studentin, Dalila, die stürmisch gegen Tradition und Familie aufbegehrt, sich als Frau alleine auf die Strasse wagt und heimlich eine Liebesbeziehung eingeht. ... mehr lesen
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