Bücher der Saison
Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.
Literaturbeilagen
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Bücher von Assia Djebar
Djebar, Assia: Nirgendwo im Haus meines Vaters. Roman

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 3100145003, Kartoniert, 444 Seiten, 21,95 EUR
Aus dem Französischen von Marlene Frucht. Fatima liebt ihren Vater abgöttisch. Er befolgt streng die arabischen Bräuche und hat Sorge, dass die Röcke seiner Tochter zu kurz geraten. Die Mutter ist eine selbstbewusste Frau von europäischer Eleganz. Zwei Welten, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Dazwischen bahnt ... mehr lesen
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Djebar, Assia: Das verlorene Wort. Roman

Unionsverlag, Zürich 2004, ISBN 3293003389, Gebunden, 248 Seiten, 19,90 EUR
Aus dem Französischen von Beate Thill. Nach zwanzig Jahren in Frankreich kehrt Berkane nach Algerien zurück. In einem Haus am Meer, später reisend, fotografierend, will er wieder Fuß fassen. Die Straßen und Plätze seiner Erinnerungen sind fremd und bedrohlich geworden, tastend versucht er, sich der spannungsvollen, turbulenten ... mehr lesen
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Djebar, Assia: Frau ohne Begräbnis. Roman

Unionsverlag, Zürich 2003, ISBN 3293003087, Gebunden, 219 Seiten, 17,90 EUR
Aus dem Französischen von Beate Thill. Die "Frau ohne Begräbnis", das ist Zoulikha, die einst Wand an Wand mit Assia Djebars Familie in Cherchell wohnte. In aller Stille knüpfte sie unter den Frauen der Stadt ein Netz des Widerstands gegen die französische Herrschaft, floh 1957 in die Berge, wurde von der Kolonialarmee ... mehr lesen
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Djebar, Assia: Durst. Roman

Unionsverlag, Zürich 2001, ISBN 329300279X, Gebunden, 156 Seiten, 14,32 EUR
Aus dem Französischen von Rudolf Kimmig. "Es war ein heißer, ja erstickender Sommer. Ich liebte meine Einsamkeit - und meinen Körper, der in das ruhige Meer eintauchte. Mit feuchten Haaren und Salz auf den Lippen ging ich zurück: mein einziger glücklicher moment. In diesem Augenblick sah ich sie. Ich rief ihren Namen: ... mehr lesen
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Djebar, Assia: Oran - Algerische Nacht. Roman

Unionsverlag, Zürich 2001, ISBN 3293002919, Gebunden, 316 Seiten, 19,43 EUR
Aus dem Französischen von Beate Thill. Frauen werden zu Opfern wegen ihres Wissens, ihres Berufs, ihrer Solidarität - ständige kleine Stiche der Angst. Der Roman geht von einer Station zur anderen, von Widrigkeiten über Kummer und Enttäuschung bis zu unterdrücktem Aufbäumen und hinuntergeschluckten Beleidigungen. ... mehr lesen
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Djebar, Assia: Die Ungeduldigen. Roman

Unionsverlag, Zürich 2000, ISBN 3293201911, Taschenbuch, 236 Seiten, 8,64 EUR
Aus dem Französischen von Wilhelm Maria Lüsberg. Assia Djebar erzählt in diesem frühen Roman von der arabischen Studentin, Dalila, die stürmisch gegen Tradition und Familie aufbegehrt, sich als Frau alleine auf die Strasse wagt und heimlich eine Liebesbeziehung eingeht. ... mehr lesen
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Bücher von Lesern empfohlen
Shahriar Mandanipur: Eine iranische Liebesgeschichte zensieren
Aus dem Englischen von Ursula Ballin. Ein iranischer Schriftsteller ist es leid, immer nur düstere Romane ...
Javier Marias: Dein Gesicht morgen
Aus dem Spanischen von Elke Wehr. "Wollte Gott, dass niemand uns jemals um etwas bittet oder auch nur fragt, ...
Archiv: Bücherschauen
Das wäre ja der Tod
19.03.2010: Die FAZ schwärmt vom lakonischen Witz in Tom Drurys Roman "Der Tod des Vandalismus", dem sie mit Begeisterung zu den skurrilsten Orten der amerikanischen Provinz folgt. Die Sagen der Säufer, Zocker und Loser lässt sich die FR von Clemens Meyer erzählen. Großes Lob vergibt die SZ an Andreas Schäfers Roman "Wir vier". Mehr lesen
Archiv: Bücherbrief
Engel der Nutzlosigkeit
05.03.2010: Reiche Ausbeute in diesem Monat: Wir fanden surrealistische Geschichten von Jiri Kratochvil und Leonora Carrington, Liebe überkreuz bei Ulrike Draesner, clevere Hacker bei Cory Doctorow, chinesische Gegenwartslyrik und einige Bücher, die den Rezensenten den Glauben an die Germanistik wiedergaben: Thomas Strässles Literaturgeschichte des Salzes und die Biografie der Brüder Grimm von Steffen Martus. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats. Mehr lesen
Archiv: Kolumnen
Emotional labiler Federfetisch
19.01.2010: Wäre Inspektor Jensen nicht von einem Feticheur mit einem Fluch belegt worden, dann wäre er nicht nach Island gefahren, nicht von einer Fremden im Bett gebissen worden und würde nicht von einem Psychopathen verfolgt. Dies alles und noch etwas Quantenphysik findet man in Linus Reichlins "Assistent der Sterne". Jochen Schmidt präsentiert mit "Gangster, Opfer, Detektive" eine 1.100 Seiten starke Typengeschichte des Kriminalromans. Mehr lesen
Kein Schlaf, nur Albträume
02.12.2009: In seinem Roman "Tokio im Jahr Null" lässt David Peace neben allen anderen Untätern auch noch einen Serienmörder umgehen. Das ergibt einen einzigen Albtraum. Die Frage ist allerdings: wessen? Mehr lesen
Papa war doch einfach der Beste
09.10.2009: In Neapel brennt der Müll, im Nordosten Italiens wird das schmutzige Geld in respektable Geschäftsgewinne verwandelt. Massimo Carlotto beschreibt in seinem Krimi "Wo die Zitronen blühen" die Anmaßungen einer Patrizierschicht, die ganze Städte ihrem Privilegiensystem unterworfen hat. Mehr lesen



