Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 19.03.2010, 14.00 Uhr

Bücher der Saison

Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Meir Shalev

Meir Shalev, geboren 1948 in Nahalal (Israel). Neunzehn Jahre alt waren er und sein Land, als er in den Sechstagekrieg zog. Auf einem Patrouillengang wurde er von vier Kugeln getroffen - ein Versehen der eigenen Leute. Meir Shalev setzte sich nach dem Krieg für die Rückgabe der besetzten Gebiete ein und schrieb mit "Ein Russischer Roman" seinem Land und dessen Siedlern eine Liebeserklärung.

Bücher von Meir Shalev

Shalev, Meir: Der Junge und die Taube. Roman

Cover: Der Junge und die Taube

Diogenes Verlag, Zürich 2007, ISBN 3257066082, Kartoniert, 496 Seiten, 22,90 EUR

Aus dem Hebräischen von Ruth Achlama. Ein Junge namens "Baby" wächst ohne Eltern in einem Kibbuz auf und interessiert sich brennend für Brieftauben. Er ahnt nicht, dass ihm neun Jahre später das Wissen über diese Brieftauben von großem Nutzen sein wird, um den sehnlichsten Wunsch seiner Geliebten zu erfüllen. ... mehr lesen
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Abulafja, Jossi / Shalev, Meir: Papa nervt!. (Ab 4 Jahre)

Cover: Papa nervt!

Diogenes Verlag, Zürich 2004, ISBN 3257008139, Gebunden, 32 Seiten, 14,90 EUR

Aus dem Hebräischen von N. Nir-Bleimling, V. Loos und A. Schneider. Benjamin findet, dass sein Papa alles falsch macht und ihn ständig blamiert: Statt mit einem Auto, fährt er mit einem Fahrrad, er schreibt Gedichte, hat also keinen anständigen Beruf, und dann küsst er seinen Sohn auch noch in aller Öffentlichkeit! Doch, ... mehr lesen
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Shalev, Meir: Fontanelle. Roman

Cover: Fontanelle

Diogenes Verlag, Zürich 2004, ISBN 3257064586, Gebunden, 574 Seiten, 22,90 EUR

Aus dem Hebräischen von Ruth Achlama. "Fontanelle" ist die bizarre Familiengschichte des Joffe-Clans, erzählt aus der Sicht eines Mannes, dessen Fontanelle auch im Erwachsenenalter noch nicht geschlossen ist und der dadurch mehr wahrnimmt, als ihm manchmal lieb ist. ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Bücher von Lesern empfohlen

Buch: Eine iranische Liebesgeschichte zensierenShahriar Mandanipur: Eine iranische Liebesgeschichte zensieren
Aus dem Englischen von Ursula Ballin. Ein iranischer Schriftsteller ist es leid, immer nur düstere Romane ...

Buch: Dein Gesicht morgenJavier Marias: Dein Gesicht morgen
Aus dem Spanischen von Elke Wehr. "Wollte Gott, dass niemand uns jemals um etwas bittet oder auch nur fragt, ...

Archiv: Bücherschauen

Das wäre ja der Tod

19.03.2010: Die FAZ schwärmt vom lakonischen Witz in Tom Drurys Roman "Der Tod des Vandalismus", dem sie mit Begeisterung zu den skurrilsten Orten der amerikanischen Provinz folgt. Die Sagen der Säufer, Zocker und Loser lässt sich die FR von Clemens Meyer erzählen. Großes Lob vergibt die SZ an Andreas Schäfers Roman "Wir vier". Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Engel der Nutzlosigkeit

05.03.2010: Reiche Ausbeute in diesem Monat: Wir fanden surrealistische Geschichten von Jiri Kratochvil und Leonora Carrington, Liebe überkreuz bei Ulrike Draesner, clevere Hacker bei Cory Doctorow, chinesische Gegenwartslyrik und einige Bücher, die den Rezensenten den Glauben an die Germanistik wiedergaben: Thomas Strässles Literaturgeschichte des Salzes und die Biografie der Brüder Grimm von Steffen Martus. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Emotional labiler Federfetisch

19.01.2010: Wäre Inspektor Jensen nicht von einem Feticheur mit einem Fluch belegt worden, dann wäre er nicht nach Island gefahren, nicht von einer Fremden im Bett gebissen worden und würde nicht von einem Psychopathen verfolgt. Dies alles und noch etwas Quantenphysik findet man in Linus Reichlins "Assistent der Sterne". Jochen Schmidt präsentiert mit "Gangster, Opfer, Detektive" eine 1.100 Seiten starke Typengeschichte des Kriminalromans. Mehr lesen

Kein Schlaf, nur Albträume

02.12.2009: In seinem Roman "Tokio im Jahr Null" lässt David Peace neben allen anderen Untätern auch noch einen Serienmörder umgehen. Das ergibt einen einzigen Albtraum. Die Frage ist allerdings: wessen? Mehr lesen

Papa war doch einfach der Beste

09.10.2009: In Neapel brennt der Müll, im Nordosten Italiens wird das schmutzige Geld in respektable Geschäftsgewinne verwandelt. Massimo Carlotto beschreibt in seinem Krimi "Wo die Zitronen blühen" die Anmaßungen einer Patrizierschicht, die ganze Städte ihrem Privilegiensystem unterworfen hat. Mehr lesen