Bücher der Saison
Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Bücher von Bruno Preisendörfer
Preisendörfer, Bruno: Das Bildungsprivileg. Warum Chancengleichheit unerwünscht ist

Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2008, ISBN 3821856998, Kartoniert, 192 Seiten, 16,95 EUR
Alle reden von Bildung für alle, damit Deutschlands Zukunft gesichert ist. Politiker und Bildungsbeauftragte fordern, dass Unterschichten und Migranten verstärkt Zugang zu höheren Schulen und Universitäten haben sollen. Zugleich werden Hauptschulen geschlossen, die Gymnasialzeit verkürzt, und den Zugang zur Hochschule gibt es ... mehr lesen
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Preisendörfer, Bruno: Die Vergeltung. Roman

Liebeskind Verlagsbuchhandlung, München 2007, ISBN 3935890443, Gebunden, 239 Seiten, 18,90 EUR
Vor dem Frankfurter Hauptbahnhof steigt ein Mann in ein Taxi. Während er sich auf den Beifahrersitz fallen lässt, drückt ihm die Waffe in seiner linken Jackentasche unangenehm auf die Brust. Leise sagt er dem Fahrer, wohin er will: zum Messegelände nach Düsseldorf. Der Fahrer pfeift durch die Zähne, so eine Fahrt ist zwischen ... mehr lesen
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Preisendörfer, Bruno: Die Beleidigungen des Glücks. Erzählungen

Liebeskind Verlagsbuchhandlung, München 2006, ISBN 3935890354, Gebunden, 268 Seiten, 18,90 EUR
In den "Beleidigungen des Glücks" zeichnet Bruno Preisendörfer Figuren, die mit unvorhersehbaren Ereignissen ebenso umgehen müssen wie mit den lähmenden Gewohnheiten des Alltags. Da ist beispielsweise die Rede von Hans, der ein Leben lang an seinem Haus baut. Im Obergeschoss soll später einmal seine Tochter Silvia ... mehr lesen
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Preisendörfer, Bruno: Die letzte Zigarette. Ein Lieberoman

Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3821807768, Gebunden, 200 Seiten, 16,90 EUR
"Vielen Dank, dass Sie sich für dieses Produkt entschieden haben. Die letzte Zigarette wurde mit großer Sorgfalt hergestellt und hat mehrere Qualitätskontrollen durchlaufen. Damit ein ungetrübter Genuss gewährleistet bleibt, beachten Sie bitte, dass es sich um einen Roman handelt." So beginnt einer der schönsten, ... mehr lesen
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Preisendörfer, Bruno: Staatsbildung als Königskunst. Ästhetik und Herrschaft im preußischen Absolutismus

Akademie Verlag, Berlin 2000, ISBN 305003503X, Gebunden, 432 Seiten, 75,67 EUR
Die expressive Dimension politischen Handelns ist in der Geschichte der Macht verschieden ausgestaltet worden, aber symbolfreies Herrschaftshandeln ist schlechterdings nicht vorstellbar. Der Staat Preußen gilt als nüchternes Gebilde. Die Zeitgenossen und auch die meisten Historiker interessierten sich vor allem für die Rationalität der inneren und die ... mehr lesen
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Bücherschau des Tages
08.09.2010: Heute hat Jonathan Franzen seinen großen Auftritt: Die SZ entdeckt darin Trost und Hoffnung für die liberale Gesellschaft. Die taz ist sehr berührt von diesem Roman, hält ihn aber nicht für das große Meisterwerk. Und die FR staunt über so viel pathetischen Ernst. Die FAZ schöpft aus Helga Novaks "Liebesgedichten" Kraft für die politische Unangepasstheit. Mehr lesen
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Ich verhungere auch
05.08.2010: Marketa Pilatova zeigt uns vier Frauen, die ums Glück kämpfen. Elizabeth Strout zeigt uns eine nicht nette Frau mit Empathie. Vladimir Sorokin schickt uns noch einmal zur Bruderschaft des Lichts. Wojciech Jagielski porträtiert die irre ugandische Lords Resistance Army. Kirsten Heisig erklärt, warum jugendliche Straftäter nicht härter, sondern schneller bestraft werden sollen.
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Die Farbe von Kopfweh
26.08.2010: Louise Welsh zeichnet in ihrem Krimi "Das Alphabet der Knochen" ein wenig charmantes Bild vom Universitätskader. Selbst Kindermörder sehen besser aus. Jedediah Berry pflanzt uns das "Handbuch der Detektive" ins Unterbewusstsein. Mehr lesen
Wie man eine Lerchenpastete backt
08.07.2010: Dominique Manottis Wirtschaftsthriller "Letzte Schicht" verarbeitet in bester Costa-Gavras-Manier die Affäre um die Privatisierung des französischen Riesenkonzerns Thomson. In Domingo Villars Krimi "Strand der Ertrunkenen" ermittelt ein empfindsamer galicischer Inspektor gegen den Geist eines alten Kapitäns. Mehr lesen
Siegelringzellen-Krebs
12.05.2010: In seinem grandiosen Noir-Krimi "Der sichere Tod" lässt Adrian McKinty einen Kleingangster, der Yeats, Koestler und die Frankfurter Schule zitiert, gegen seinen eifersüchtigen Boss antreten. In Josh Bazells Krimi-Comedy "Schneller als der Tod" nimmt es ein ehemaliger Profi-Killer mit der Mafia und dem amerikanischen Gesundheitssystem zugleich auf. Mehr lesen






