Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 13.02 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Jorge Semprun

Jorge Semprun wurde 1923 in Madrid geboren. Sein Vater war Professor der Rechte, Diplomat und Gouverneur von Toledo. Semprun lebt seit dem Spanischen Bürgerkrieg in Frankreich, besuchte das Lycee Henri IV, Saint-Louis und die philosophische Fakultät in Paris. 1942 trat er der Kommunistischen Partei Spaniens bei. Er war in der Resistance aktiv und wurde 1943 nach Buchenwald deportiert. Von 1946-50 war er bei der Unesco tätig. Semprun hat autobiografisch gefärbte Romane geschrieben und Drehbücher verfasst, u.a. zu Costa-Gavras Film "Z". Sein Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels. 1964 schloss ihn die Kommunistische Partei wegen "parteischädigenden Verhaltens" aus. Von 1988 bis 1991 war Semprun - in der Regierung Felipe Gonzalez - Kulturminister Spaniens. Er lebte viele Jahre abwechselnd in Paris und Madrid. Jorge Semprun starb 2011 in Paris.

Bücher von Jorge Semprun

Semprun, Jorge: Zwanzig Jahre und ein Tag. Roman

Cover: Zwanzig Jahre und ein Tag

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3518416804, Gebunden, 292 Seiten, 19,80 EUR

Aus dem Spanischen von Elke Wehr. Eine unterschwellige Atmosphäre von Gewalt, Auflehnung, ungehöriger Sinnlichkeit empfängt den amerikanischen Historiker Michael Leidson, als er im Juli 1956 zum Landgut der herrschaftlichen Familie Avendano in der Provinz Toledo kommt. Dort soll die jährliche Bußzeremonie stattfinden, ... mehr lesen
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Semprun, Jorge: Blick auf Deutschland.

Cover: Blick auf Deutschland

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3518123521, Kartoniert, 227 Seiten, 10,00 EUR

Aus dem Spanischen von Michi Strausfeld, aus dem Französischen von Joachim Meinert und Bernhard Dieckmann. Parallel zu seinem erzählerischen Werk meldet sich Jorge Semprun - unbequem und beharrlich - immer wieder mit seinen Reden zu Wort. In diesem Buch werden, zum großen Teil erstmals in deutscher Sprache, seine wichtigsten vorgelegt ... mehr lesen
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Semprun, Jorge: Der Tote mit meinem Namen. Roman

Cover: Der Tote mit meinem Namen

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3518413252, Gebunden, 208 Seiten, 18,90 EUR

Aus dem Französischen von Eva Moldenhauer. Jorge Semprun haben die gesellschaftlich-politischen Verhältnisse des 20. Jahrhunderts sein Thema eingeprägt: in einer "unendlichen Schrift" von seinem Leben und Überleben im Konzentrationslager Buchenwald Zeugnis abzulegen. In seinem neuen Buch erinnert er sich, ausgehend von Begegnungen ... mehr lesen
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Semprun, Jorge: Die Ohnmacht. Roman

Cover: Die Ohnmacht

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3518223399, Gebunden, 200 Seiten, 13,75 EUR

Aus dem Französischen übersetzt von Eva Moldenhauer. Am 6. August 1945, drei Monate nach seiner Befreiung aus einem deutschen Lager, ist Manuel unweit Paris aus einem Zug gefallen. Als er aus der Ohnmacht erwacht, beginnt er, sich die Welt und das eigene Leben langsam wieder zusammenzusetzen. Ein Geflecht von Erinnerungen und von Reflexionen über ... mehr lesen
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Semprun, Jorge: Unsre allzu kurzen Sommer.

Cover: Unsre allzu kurzen Sommer

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3518410814, gebunden, 252 Seiten, 20,35 EUR

Nie zuvor hat Jorge Semprun bisher über seine Familie geschrieben. Doch nun erzählt er von der Vertreibung aus dem Paradies seiner Heimatl. 1936 floh die Familie Semprun vor dem spanischen Bürgerkrieg nach Frankreich. Als mittelloser Gymnasiast verbrachte der junge Jorge die drei Sommer bis zum Ausbruch des zweiten Weltkriegs im Pariser Exil. Von ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Dies pralle Leben

02.01.2012: Albrecht Selge flaniert durch Berlin. Christina Maria Landerl streift durch Wien. Josh Weil liebt seinen Deutz-Traktor. Mary Bauermeister experimentiert mit Karlheinz Stockhausen. Doug Saunders erkundet die Geburtsstätte der neuen Mittelschicht. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Januar. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen