Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 10.02.2012, 17.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Erwin Chargaff

Erwin Chargaff, österreichisch-amerikanischer Biochemiker und Schriftsteller, wurde 1905 in Cernowitz geboren. Er arbeitete 1930-33 in der bakteriologischen Abteilung der Universität in Berlin, ging nach Hitlers Machtübernahme für zwei Jahre an das Institut Pasteur nach Paris und anschließend in die USA. Ab 1935 lehrte er am College of Physicians and Surgeons der Columbia University (N.Y.). 1940 wurde er amerikanischer Staatsbürger. 1952 wurde er Professor für Biochemie, 1970-74 war er Leiter des Departments Biochemistry der Columbia University.
Chargaff arbeitete über Blutgerinnung und Lipoproteine; untersuchte Ende der vierziger Jahre chromatographisch die relative Zusammensetzung von Nucleinsäuremolekülen aus Purin- und Pyrimidinbasen, stellte aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse die Chargaff-Regeln auf und schuf damit eine der Voraussetzungen zur Aufstellung des Doppelhelix-Modells durch J.D. Watson und F.H.C. Crick.
Chargaff veröffentlichte auch zeit- und wissenschaftskritische Schriften. Werke (Auswahl): "The Nucleic Acids" (mit Davidson; 3 Bände, 1955), "Essays on Nucleic Acids" (1963), "Kritik der Zukunft" (1983), "Das Feuer des Heraklit" (1984), "Zeugenschaft" (1985).

Bücher von Erwin Chargaff

Chargaff, Erwin: Das Feuer des Heraklit. Skizzen aus einem Leben vor der Natur. Eine Auswahl. 1 CD

Cover: Das Feuer des Heraklit

Parlando Verlag, Berlin 2002, ISBN 3935125186, CD, 18,90 EUR

60 Minuten Laufzeit. Gelesen von Erwin Chargaff. ... mehr lesen
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Chargaff, Erwin: Ernste Fragen. Essays

Cover: Ernste Fragen

Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3608934200, Gebunden, 288 Seiten, 19,43 EUR

Aus dem Englischen von Joachim Kalka. 31 Essays, die von einer selten großen Breite des Wissens, der Belesenheit und des Nachdenkens zeugen. Sie handeln von Demokratie und Dekadenz, analysieren Betrug in den Wissenschaften und die modernen Massenmedien, denken nach über Krieg und das Jahrhundert des Holocaust, doch auch die Musik, der Begriff des ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Golden german tor lass uns ein als große fisch

10.02.2012: Die SZ ermittelt mit Martin Amis' Roman "Die schwangere Witwe" jenen Nullpunkt, an dem sich Sex und Liebe trennten. Die FAZ geht mit Didier Decoin der Frage nach, warum 38 Menschen der um ihr Leben kämpfenden Kitty Genovese nicht halfen. Die FR feiert den "famose Falschmünzer" Juri Andruchowytsch und seinen Roman "Perversion". Begeistert ist sie auch von Michael Ondaatjes Roman "Katzentisch". Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Dies pralle Leben

02.01.2012: Albrecht Selge flaniert durch Berlin. Christina Maria Landerl streift durch Wien. Josh Weil liebt seinen Deutz-Traktor. Mary Bauermeister experimentiert mit Karlheinz Stockhausen. Doug Saunders erkundet die Geburtsstätte der neuen Mittelschicht. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Januar. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen