Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
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Bücher von Martin Walser
Walser, Martin: Muttersohn. Roman

Rowohlt Verlag, Reinbek 2011, ISBN 3498073788, Gebunden, 512 Seiten, 24,95 EUR
Wovon handelt dieser Roman? Es ist leichter zu sagen, wovon er nicht handelt. Er handelt also von allem. Er handelt von 1937 bis 2008, kommt nicht aus ohne Augustin, Seuse, Jakob Böhme und Emanuel Swedenborg, handelt aber vor allem von Anton Percy Schlugen, von ihm und mit ihm und durch ihn. Seine Mutter tauft ihn Anton, nennt ihn Percy, selber ... mehr lesen
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Walser, Martin: Mein Jenseits. Novelle

Berlin University Press, Berlin 2010, ISBN 3940432776, Gebunden, 119 Seiten, 19,90 EUR
Augustin Finli, Chef des Psychiatrischen Landeskrankenhauses Scherblingen, weiß, was Älterwerden bedeutet. Ab dreiundsechzig hat er mit dem Zählen der Geburtstage aufgehört und sein Lebenscredo gefunden: "Glauben heißt lieben." Scherblingen war bis 1803 ein Kloster. Der letzte Abt war ein Vorfahr von Augustin Finli. ... mehr lesen
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Walser, Martin: Leben und Schreiben. Tagebücher 1974-1978

Rowohlt Verlag, Reinbek 2010, ISBN 3498073699, Gebunden, 544 Seiten, 24,95 EUR
Dritter Band. Als 1976 der Roman "Jenseits der Liebe" erscheint, veröffentlicht die Frankfurter Allgemeine Zeitung eine verheerende Kritik von Marcel Reich-Ranicki. Martin Walser ist niedergeworfen. Er horcht in sich hinein, spürt das zahnlose Nagen, die eigene unkluge Wut: er sucht nach Auswegen und Antworten, legt Rechenschaft ... mehr lesen
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Walser, Martin: Ein liebender Mann. Roman

Rowohlt Verlag, Reinbek 2008, ISBN 349807363X, Gebunden, 284 Seiten, 19,90 EUR
Der 73-jährige Goethe - Witwer und so berühmt, dass sein Diener Stadelmann heimlich Haare von ihm verkauft - liebt die 19-jährige Ulrike von Levetzow. 1823 in Marienbad werden Blicke getauscht, Worte gewechselt, die beiden küssen einander auf die Goethe?sche Art. Er sagt: Beim Küssen kommt es nicht auf die Münder, die ... mehr lesen
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Walser, Martin: Das geschundene Tier. Neunundreißig Balladen

Rowohlt Verlag, Reinbek 2007, ISBN 3498073591, Gebunden, 90 Seiten, 16,90 EUR
Mit Zeichnungen von Alissa Walser. "Mir wächst keine Blume im Mund", heißt es in einer der 39 Balladen vom täglichen Leben mit dem Schmerz. Die Rede ist vom Schmerz eines Stürzenden, Geschundenen, Verletzten, der sagt: "Würf ich jetzt ein Blatt ins Wasser/ spränge drauf, es trüge mich, ich/ schwämme ... mehr lesen
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Walser, Martin: Leben und Schreiben. Tagebücher 1963-1973

Rowohlt Verlag, Reinbek 2007, ISBN 3498073583, Gebunden, 666 Seiten, 24,90 EUR
Der zweite Band der Tagebücher von Martin Walser beginnt 1963, nicht lange vor der Eröffnung des Frankfurter Auschwitz-Prozesses. Martin Walser besucht die Gerichtsverhandlungen, hält Eindrücke fest, protokolliert das Furchtbare, es entsteht der Aufsatz "Unser Auschwitz". Reisen nach Moskau, Erewan, Tibilissi und Trinidad, ... mehr lesen
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Walser, Martin: Angstblüte. Roman

Rowohlt Verlag, Reinbek 2006, ISBN 3498073575, Gebunden, 477 Seiten, 22,90 EUR
Das Telefon klingelt. Karl von Kahn, Münchner Anlageberater, erfährt von Gundi, der Frau seines besten Freundes, dass der gelähmt im Krankenhaus liegt. Als er kurz darauf an dessen Bett steht, ist er erschüttert, ihn derart sterbensmatt zu sehen. Gundi lädt Karl zu sich nach Hause ein. Lange schon war er nicht mehr in diesem ... mehr lesen
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Walser, Martin: Mein Schiller. 1 CD. Lesung und Gespräch mit Martin Walser und Dieter Borchmeyer

Langen Müller Verlag, München 2006, ISBN 3784440738, CD, 12,90 EUR
Laufzeit 75 Minuten. Die Aufnahme von "Mein Schiller" entstand am 9. Juni 2005 bei einer Veranstaltung der Akademie der Schönen Künste. Die weiteren Aufnahmen wurden dem unveröffentlichten Drehmaterial des SWR-Dokumentarfilms "Martin Walser - Eine Deutschlandreise" entnommen und beinhalten Proben sowie eine Lesung ... mehr lesen
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Walser, Martin: Leben und Schreiben. Tagebücher 1951-1962

Rowohlt Verlag, Reinbek 2005, ISBN 3498073559, Gebunden, 464 Seiten, 24,90 EUR
Im September 1951 - dem Monat, mit dem Martin Walsers Tagebücher beginnen - ist er 24, und Jahre trennen ihn von seinem ersten Buch. "Noch kann mich niemand kennen. Ich bin noch nicht da", schreibt er in dieser frühen Zeit. Er berichtet von Romanen und Romanideen, von Reisen und Sylvesterpartys, von Krankenhausaufenthalten, ... mehr lesen
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Walser, Martin: Der Augenblick der Liebe. Roman

Rowohlt Verlag, Reinbek 2004, ISBN 3498073532, Gebunden, 253 Seiten, 19,90 EUR
Gottlieb Zürn, bekannt aus Martin Walsers Romanen "Das Schwanenhaus" und " Die Jagd", Ex-Makler, Privatgelehrter mit Domizil am Bodensee, erhält Besuch von einer Doktorandin. Sie interessiert sich für seine Aufsätze über den französischen Philosophen LaMettrie und überreicht ihm, er ist erstaunt und merkwürdig ... mehr lesen
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Walser, Martin: Die Verwaltung des Nichts. Essays

Rowohlt Verlag, Reinbek 2004, ISBN 3498073540, Gebunden, 256 Seiten, 22,90 EUR
"Was auch immer ich zur Sprache bringe, es ist eine Entblößung. Ohne die wäre nichts. Die Sprache ist die andauernde Hochzeit von natur und Geschichte. Sie bietet die Wegzehrung für jede noch so dürftige Strecke. In den Wörtern ist immer alles enthalten, was uns fehlen kann. Wir brauchen die Sprache notwendig. ... mehr lesen
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Walser, Martin: Meßmers Reisen.

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3518414631, Gebunden, 191 Seiten, 17,90 EUR
Meßmers Reisen ist eine Selbst- und Welterkundung von geradezu bestürzender Radikalität. Was der Autor hier vorstellt, ist nichts weniger als eine Art Autobiografie der 4. Dimension. Er bezieht nicht den Schutzraum einer erzählten Geschichte, sondern erfindet sich die Figur Meßmer, an die er sich nachdenklich, aggressiv, ... mehr lesen
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Walser, Martin: Tod eines Kritikers. Gelesen von Martin Walser. 4 CDs

Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3821852399, CD, 29,90 EUR
4 CDs, ca. 220 Minuten Laufzeit. Ob Krimi, Schlüsselroman oder literarisches Schurkenstück: Dieser Roman erzählt von den Erfahrungen eines Autors mit der Machtausübung im Kulturbetrieb im medialen Zeitalter. Sein Thema sind das Zustandekommen und die Wirkung der öffentlichen Meinung. Martin Walser hat das umstrittene Buch zu ... mehr lesen
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Walser, Martin: Aus dem Wortschatz unserer Kämpfe. Prosa, Aufsätze, Gedichte

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3518413392, Gebunden, 440 Seiten, 19,80 EUR
Aus dem Wortschatz unserer Kämpfe dokumentiert in verschiedenen, jeweils durch Gedichte getrennten Werkblöcken eine repräsentative Auswahl aus Martin Walsers Erzählungen, seinen "Liebeserklärungen" an Autoren vergangener Zeiten, seinen Essays und Reden über Deutschland und die deutsche Vergangenheit sowie seiner neuesten ... mehr lesen
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Walser, Martin: Tod eines Kritikers. Roman

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3518413783, Gebunden, 240 Seiten, 19,90 EUR
Der Schriftsteller Hans Lach ist verhaftet worden: Mordverdacht. Auf der Party in der Villa seines Verlegers, zu der er ganz gegen die Regeln geladen war, hatte er einen berühmten Kritiker angepöbelt und bedroht, nachdem dieser am selben Abend in der Fernsehsendung 'Sprechstunde' sein neues Buch böse verrissen hatte. Am nächsten ... mehr lesen
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Walser, Martin: Zauber und Gegenzauber. Aufsätze und Gedichte

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2002, ISBN 351839827X, Taschenbuch, 219 Seiten, 8,50 EUR
Walser, Martin: Alexander und Anette. Ein innerer Monolog

Edition Isele, Eggingen 2001, ISBN 3861422212, CD, 12,50 EUR
Gelesen von Doris Wolters. Laufzeit 35 Minuten. ... mehr lesen
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Walser, Martin: Der Lebenslauf der Liebe. Roman

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3518412701, Gebunden, 525 Seiten, 25,46 EUR
Ein Buch über die Liebe, also ist die Heldin ? und sie ist wirklich eine Heldin ? eine Frau, also spielt das Buch in Düsseldorf, und das große Geschäft ist so wichtig wie die große Liebe: die gibt allerdings den Ausschlag in diesem ebenso ergreifenden wie schockierenden Liebes-Roman. Susi Gern liebt, heiratet und merkt: sie will ihren Mann entweder ... mehr lesen
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Walser, Martin: Ich vertraue. Querfeldein. Reden und Aufsätze

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2000, ISBN 3518411586, Gebunden, 166 Seiten, 16,36 EUR
"Unsere Sprachen sind verlässlicher als wir selber" ? vorausgesetzt, sie werden nicht in den Dienst von Meinungen gestellt: "Ich vertraue. Querfeldein" lotet in sieben Reden und Aufsätzen aus jüngster Zeit die Möglichkeiten eines nicht bevormundenden Sprechens aus. Ob Martin Walser über die Schüchternheit schreibt, sich über das Selbstgespräch ... mehr lesen
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Petur Gunnarsson: punkt punkt komma strich
Aus dem Isländischen von Benedikt Grabinski. Eine isländische Kindheitsgeschichte, die am Ende des Zweiten ...
Moti Kfir, Ram Oren: Sylvia Rafael
Als bei den Olympischen Spielen in München im September 1972 elf israelische Sportler von einer palästinensischen ...
Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Bücherbrief
Dies pralle Leben
02.01.2012: Albrecht Selge flaniert durch Berlin. Christina Maria Landerl streift durch Wien. Josh Weil liebt seinen Deutz-Traktor. Mary Bauermeister experimentiert mit Karlheinz Stockhausen. Doug Saunders erkundet die Geburtsstätte der neuen Mittelschicht. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Januar. Mehr lesen
Archiv: Kolumnen
Oh Herr, lass' Bryson regnen!
28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen
Untergänge und Aufstiege
23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub
08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen





