Bücher der Saison
Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.
Literaturbeilagen
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Bücher von Marlene Streeruwitz
Streeruwitz, Marlene: Der Abend nach dem Begräbnis der besten Freundin.

Weissbooks, Frankfurt am Main 2008, ISBN 3940888230, Gebunden, 61 Seiten, 12,00 EUR
Eine Frau auf dem Weg nach Hause. Sie kommt vom Begräbnis ihrer besten Freundin, sechs Stunden ist das her, und im Straßenverkehr denkt sie, wieder und wieder, an Lilli. Daran, wie sie es mit den Männern gehalten hat, wie mit den Bindungen, die man lebenslang eingeht, der Familie, den Kindern, wie mit den vielen kleinen und auch größeren ... mehr lesen
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Streeruwitz, Marlene: Kreuzungen. Roman

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2008, ISBN 3100744349, Gebunden, 251 Seiten, 18,90 EUR
Die vielen Millionen auf der Bank in Luxemburg reichen nicht. Der Held dieses abgründigen, in rasanten Bildern erzählten Romans macht sich auf, zu den Allerreichsten der Welt zu gehören. Dazu beendet er das bisherige Leben, aus dem sein Reichtum hervorgegangen ist. Er verlässt Wien und seine Frau, die Kinder und sogar seine Therapeutin. ... mehr lesen
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Streeruwitz, Marlene: Entfernung. Roman

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3100744322, Gebunden, 476 Seiten, 19,90 EUR
Selma (49) ist zu ihrem Vater zurückgezogen. Die Wohnung riecht wie in der Kindheit, von der Mutter sind aber nur noch die Blumen da. Aus dieser Welt von vorgestern bricht Selma auf, um es noch einmal zu versuchen. Jeder Schritt führt in immer neuere und stärkere Sinneseindrücke. In einer solchen Verlorenheit ist das Fremde ... mehr lesen
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Streeruwitz, Marlene: Jessica, 30. Roman

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3100744276, Gebunden, 254 Seiten, 18,90 EUR
Eigentlich ist alles bestens. Jessica sieht gut aus, ist jung und intelligent, ein Muster der Generation Golf Zwei. Eigentlich sollte sie nur mit vielen one night stands experimentieren, die sie dann am nächsten Tag mit ihren Freundinnen bespricht. Doch dann erfährt sie die Politik am eigenen Leib und aus "Sex and the City" wird ... mehr lesen
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Streeruwitz, Marlene: Morire in Levitate. Novelle

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3100744292, Gebunden, 96 Seiten, 18,00 EUR
Geraldine geht zum See. Der Weg ist vereist, der kalte Wind treibt sie an. Sie braucht die Weite um sich und über sich, Geraldine muss überlegen, wie sie sterben wird. Soll sie so alt werden wollen, wie die Frau Doktor im Altersheim, der sie vorgelesen hat. Was bedeutet es, so alt zu werden und diesen kleinen Unwürdigkeiten ausgesetzt ... mehr lesen
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Streeruwitz, Marlene: Gegen die tägliche Beleidigung. Vorlesungen
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3100744284, Gebunden, 160 Seiten, 18,90 EUR
Bei den Demonstrationen 2000 gegen die Rechtsregierung in Wien ging immer ein junges Paar. Sie trugen ein Plakat mit sich: "Gegen die tägliche Beleidigung" stand auf den Deckel einer Obstkiste geschrieben. Sie trugen das Plakat gemeinsam, eng aneinandergelehnt. Gegen die Verächtlichkeit von Macht ging es da. Gegen die sichtbare ... mehr lesen
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Streeruwitz, Marlene: Partygirl. Roman

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3100744268, Gebunden, 352 Seiten, 19,90 EUR
Chicago im klaren, kalten Herbst 2000. Im "Crystal Cleaner", einer ungepflegten Reinigung in einem elenden Viertel, arbeitet Madeline Ascher. Über dem Haus rattert die Hochbahn, unentwegt lärmt der Fernseher. Als ein Mann mit deutschem Akzent den Laden betritt, überfällt sie der Schwindel der Erinnerung. Ein heißer Tag im Sommer ... mehr lesen
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Streeruwitz, Marlene: Tagebuch der Gegenwart.

Böhlau Verlag, Weimar 2002, ISBN 3205994639, Gebunden, 184 Seiten, 19,90 EUR
Mit Beiträgen in englischer Sprache. Die Schriftstellerin, Dramatikerin und Regisseurin Marlene Streeruwitz kommentiert, von den Standorten Wien, Berlin, Karlsruhe, Basel, Chicago, Feistrizwald und New York aus, in einem Tagebuch der Gegenwart das politische und gesellschaftliche Zeitgeschehen des 21. Jahrhunderts. Marlene Streeruwitz analysiert ... mehr lesen
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Streeruwitz, Marlene: Majakowskiring. Erzählung

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2000, ISBN 3596223962, Taschenbuch, 100 Seiten, 9,20 EUR
Leonore sitzt im Bungalow der Grotewohl-Villa. Im ehemaligen Gästehaus des Schriftstellerverbandes der DDR haben "Freunde der DDR" hier, mitten in Pankow, gewohnt. Leonore, Ende vierzig und Journalistin aus Wien, ist nur beruflich in Berlin. Vor zwei Wochen ist ihre langjährige Liebe zu Ende gegangen, die immer komplizierter gewordene Geschichte mit ... mehr lesen
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Streeruwitz, Marlene: Nachwelt. Ein Reisebericht; Roman

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3100744241, gebunden, 398 Seiten, 20,35 EUR
Die Wienerin Margarethe Doblinger interviewt in Los Angeles für eine Biographie die Ehemänner, Freunde und Bekannten von Anna Mahler, der einzigen Tochter von Gustav und Alma Mahler. Viele von ihnen waren - wie Anna selbst - Emigranten der Nazi-Zeit. Bei ihren Recherchen stößt Margarethe auf das verborgene Wüten des Jahrhunderts - und mitten zwischen ... mehr lesen
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Michail Romms "Der gewöhnliche Faschismus" (Obyknowenny faschism, SU 1965) ist bis heute eine der ...
Archiv: Bücherschauen
So viel Beinstumpf und Prothese war nie
13.03.2010: Die taz feiert Georg Kleins farbstrotzende Horrorgeschichte "Roman unserer Kindheit" (Leseprobe). Die FAZ hört fasziniert zu, wie Joseph Roths Franz Tunda sich auf seiner "Flucht ohne Ende" von Busen zu Busen hangelt. Die FR blättert liest und betrachtet schaudernd einen Comic über die Giftmörderin Gesche Gottfried, "Gift" von Barbara Yelin und Peer Meter. Die NZZ lässt sich mit Vergnügen von Kurt Flasch in Meister Eckharts Philosophie des Christentums einführen. Mehr lesen
Archiv: Bücherbrief
Engel der Nutzlosigkeit
05.03.2010: Reiche Ausbeute in diesem Monat: Wir fanden surrealistische Geschichten von Jiri Kratochvil und Leonora Carrington, Liebe überkreuz bei Ulrike Draesner, clevere Hacker bei Cory Doctorow, chinesische Gegenwartslyrik und einige Bücher, die den Rezensenten den Glauben an die Germanistik wiedergaben: Thomas Strässles Literaturgeschichte des Salzes und die Biografie der Brüder Grimm von Steffen Martus. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats.
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Archiv: Kolumnen
Emotional labiler Federfetisch
19.01.2010: Wäre Inspektor Jensen nicht von einem Feticheur mit einem Fluch belegt worden, dann wäre er nicht nach Island gefahren, nicht von einer Fremden im Bett gebissen worden und würde nicht von einem Psychopathen verfolgt. Dies alles und noch etwas Quantenphysik findet man in Linus Reichlins "Assistent der Sterne". Jochen Schmidt präsentiert mit "Gangster, Opfer, Detektive" eine 1.100 Seiten starke Typengeschichte des Kriminalromans. Mehr lesen
Kein Schlaf, nur Albträume
02.12.2009: In seinem Roman "Tokio im Jahr Null" lässt David Peace neben allen anderen Untätern auch noch einen Serienmörder umgehen. Das ergibt einen einzigen Albtraum. Die Frage ist allerdings: wessen? Mehr lesen
Papa war doch einfach der Beste
09.10.2009: In Neapel brennt der Müll, im Nordosten Italiens wird das schmutzige Geld in respektable Geschäftsgewinne verwandelt. Massimo Carlotto beschreibt in seinem Krimi "Wo die Zitronen blühen" die Anmaßungen einer Patrizierschicht, die ganze Städte ihrem Privilegiensystem unterworfen hat. Mehr lesen



