Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Leo Perutz

Leo Perutz, geboren 1882 in Prag, siedelte 1899 mit seiner Familie nach Wien über. Nach einem Studium der Volkswirtschaftslehre arbeitete er als Versicherungsmathematiker. Im Ersten Weltkrieg wurde er an der galizischen Ostfront schwer verwundet. Sein erster Roman, "Die dritte Kugel", erschien 1915. In fast jährlichen Abständen folgten weitere Romane, von denen "Wohin rollst du, Äpfelchen" durch einen Vorabdruck in der Berliner Illustrierten Zeitung (1928) für Perutz zum größten Erfolg wurde. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme wurde die Verbreitung seiner Bücher behindert, später verboten. 1938 verließ Perutz mit seiner Familie Wien und ging nach Tel-Aviv. Seine Bemühungen, nach Kriegsende im literarischen Leben Österreichs und Deutschlands Fuß zu fassen, waren nur wenig erfolgreich. Leo Perutz starb 1957 in Bad Ischl.

Bücher von Leo Perutz

Perutz, Leo: St. Petri-Schnee. Roman

Cover: St. Petri-Schnee

Zsolnay Verlag, Wien 2007, ISBN 3552054200, Gebunden, 207 Seiten, 19,90 EUR

Der Gemeindearzt eines abgelegenen westfälischen Dorfes, Dr. Amberg, begegnet in den 1930er Jahren dem Freiherrn von Malchin, einem Sonderling, der in jahrelangen chemischen Experimenten der Natur das Mittel zur Wiederentdeckung der Glaubensinbrunst abgerungen haben will. Es handelt sich dabei um die Getreideseuche Muttergottesbrand, bekannt ... mehr lesen
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Perutz, Leo: Der Meister des Jüngsten Tages. 5 CDs. Gelesen von Peter Simonischek

Cover: Der Meister des Jüngsten Tages

Hörbuch Hamburg, Hamburg 2007, ISBN 3899034066, CD, 24,95 EUR

5 CDs mit 350 Minuten Laufzeit. Ein meisterhaft konstruierter Roman, in dem Leo Perutz mit unnachahmlicher stilistischer Raffinesse die seelischen Abgründe seiner Protagonisten ausleuchtet. Wien, vor dem Ersten Weltkrieg: Eine rätselhafte Todesserie erschüttert die Gesellschaft. In rascher Folge sterben ein junger Offizier, der seinerseits ... mehr lesen
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Perutz, Leo: Der Meister des Jüngsten Tages. Roman

Cover: Der Meister des Jüngsten Tages

Zsolnay Verlag, Wien 2006, ISBN 3552053859, Gebunden, 217 Seiten, 19,90 EUR

Mit einem Nachwort von Hans-Harald Müller. Wien, vor dem Ersten Weltkrieg: Eine rätselhafte Todesserie erschüttert die Gesellschaft. War es Selbstmord? Oder Mord? Kaum beachtete Nebensächlichkeiten verdichten sich allmählich zu Indizien gegen den Ich-Erzähler des Romans, dem der Ehrenkodex seines Standes nur noch den ... mehr lesen
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Perutz, Leo: Der Marques de Bolibar. Roman

Cover: Der Marques de Bolibar

Zsolnay Verlag, Wien 2004, ISBN 3552053050, Gebunden, 270 Seiten, 21,50 EUR

Herausgegeben von Hans-Harald Müller. Spanienfeldzug, Winter 1812: In der andalusischen Bergstadt La Bisbal werden die Napoleon unterstützenden Regimenter "Nassau" und "Erbprinz von Hessen" durch spanische Guerillas vernichtet. Einzig der Leutnant von Jochberg überlebt das Massaker, seine Memoiren halten die geheimnisvollen ... mehr lesen
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Perutz, Leo: Der schwedische Reiter. Roman

Cover: Der schwedische Reiter

Zsolnay Verlag, Wien 2002, ISBN 3552052135, Gebunden, 256 Seiten, 19,90 EUR

Herausgegeben und mit einem Nachwort von Hans-Harald Müller. Wundersam bunt und düster zugleich schildert Perutz die Welt in "Der schwedische Reiter", der den Leser im Nu in die Zeit um 1700 versetzt. Der Roman erzählt vom verflochtenen Schicksal zweier ungleicher Männer: Krieg und Barbarei beherrschen die Szenerie, in ... mehr lesen
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Perutz, Leo: Nachts unter der steinernen Brücke. Roman

Cover: Nachts unter der steinernen Brücke

Zsolnay Verlag, Wien 2000, ISBN 3552049746, Gebunden, 294 Seiten, 20,35 EUR

Das Geschehen am Hof Kaiser Rudolfs II., die magische Atmosphäre des Prager Gettos, das Leben und Treiben in den winkeligen Gassen, den Spelunken und Palästen dieser Stadt der Künste und der Wissenschaften, der Dämonen und Gottsucher, der Wahrsager, Hofschranzen und Narren wird zum Greifen lebendig in den novellenartigen Geschichten, die Leo Perutz ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Dies pralle Leben

02.01.2012: Albrecht Selge flaniert durch Berlin. Christina Maria Landerl streift durch Wien. Josh Weil liebt seinen Deutz-Traktor. Mary Bauermeister experimentiert mit Karlheinz Stockhausen. Doug Saunders erkundet die Geburtsstätte der neuen Mittelschicht. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Januar. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen