Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 13.02.2012, 09.25 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Johann Heinrich Merck

Johann Heinrich Merck (1741-1791) war Kriegsrat in Darmstadt, Kunst-, Literatur- und Wissenschaftskenner publizistisch tätig. Merck wurde am 11. April 1741 in Darmstadt geboren und verstarb am 1791 ebendort. Der Vater Johann Franz Merck, ein Apotheker, starb drei Wochen vor der Geburt seines zehnten und jüngsten Kindes Johann Heinrich Merck, welches ab dem Jahr 1752 das Gymnasium in Darmstadt besuchte. Seit Herbst 1757 war Merck Student der Theologie an der Landesuniversität Gießen, wechselte aber im Sommer 1759 an die Universität Erlangen, wo er sich der dortigen Deutschen Gesellschaft anschloss, welche poetische und prosaische Übungen der Mitglieder gemeinschaftlich diskutierte. Reisen durch Süddeutschland. 1762 wandte sich Merck zum Studium an der Kunstakademie nach Dresden. Somit geriet er unter den Einfluss der kunsttheoretischen wie kunstgeschichtlichen Anschauungen von Christian Ludwig von Hagedorn. Als Hofmeister des Herrn Bibra, ein Adliger, reiste Merck in die Schweiz, wo er Louise Francoise Charbonnier, die Tochter eines angesehen Justizbeamten, in Morges kennen lernte. Während eines Aufenthaltes in Südfrankreich, erhielt er Nachricht über die Schwangerschaft der jungen Frau. Er kehrte nach Morges zurück, heiratete sie am 1766 und ließ sich dann in Darmstadt nieder. Seine Frau gebar ihm ein Mädchen. In Darmstadt, während der Herrschaftszeit (1768-1774) der Erbprinzessin Henriette Caroline, bildete sich der Darmstädter Kreis der Empfindsamen heraus, an dem Merck teil nahm. Merck macht in Darmstadt Karriere. Reisen führten ihn nach Kassel (1767) und St. Petersburg (1773). Er machte sein Haus zum Mittelpunkt eines ausgewählten Kreises geistreicher und gelehrter Männer und so findet man in jener Zeit Namen wie Herder, Lavater, Wedel, La Roche, Stolberg, Hangwitz, Gleim um nicht alle zu nennen, als Gäste jenes Kreises. Nach dem Tod der "Großen Landgräfin" ( Henriette Caroline) 1774 versuchte Merck vergeblich andernorts - in Kassel, Berlin oder Weimar - eine neue Anstellung zu bekommen. Verschiedene Pläne zum Beispiel als freier Unternehmer blieben erfolglos. 1790/91 auf einer Reise nach Paris trat Merck in den Jakobinerclub ein und wurde dafür von einflussreichen französischen Auswanderern angefeindet. Daraufhin setzte der ohnehin melancholische Johann Heinrich Merck seinem Leben ein Ende. (Basierend auf Material des germanistischen Instituts der Uni Rostock, dessen Website viele weitere Informationen bietet.)

Bücher von Johann Heinrich Merck

Merck, Johann Heinrich: Johann Heinrich Merck: Briefwechsel. Fünf Bände

Cover: Johann Heinrich Merck: Briefwechsel

Wallstein Verlag, Göttingen 2007, ISBN 3835301055, Gebunden, 3306 Seiten, 148,00 EUR

Herausgegeben von Ulrike Leuschner in Verbindung mit Julia Bohnengel, Yvonne Hoffmann und Amelie Krebs. Bekannt ist Johann Heinrich Merck vor allem als Freund und Briefpartner Goethes und der Herzogin Anna Amalia. Aber sein Werk und sein umfangreicher Briefwechsel haben einen deutlich weiteren Horizont. Als Schriftsteller, Rezensent und Verleger griff ... mehr lesen
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Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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