Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Hermynia zur Mühlen

Hermynia zur Mühlen, geboren 1883 als Hermynia de Crenneville in Wien, gestorben 1951 in Radlett/ England. 1907 Heirat mit einem baltischen Grafen, 1919 Übersiedlung nach Berlin, seit 1921 Publizistin, Übersetzerin aus dem Russischen, Französischen und Englischen (u. a. des Gesamtwerks von Upton Sinclair), Autorin von Märchen, Kinder- und Jugendbüchern, Kriminalromanen, sozialistisch und antfaschistisch engagierter Gesellschaftsromanen und von Kurzgeschichten; 1933 Rückkehr nach Wien, 1938 Emigration in die Slowakei, dann nach England, wo sie ihre Bücher in englischer Sprache schreibt; nach dem Krieg wollte sie nach Wien zurückkehren, wurde aber (wie viele Exilautoren) von der herrschenden Kulturlobby bekämpft.
Wichtigste Werke: "Ende und Anfang" (1929, Erinnerungsbuch); "Unsere Töchter, die Nazinen" (1935, Roman); "Die Fahrt ins Licht" (1936, Erzählungen); "We Poor Shadows" (1944, Exilantenroman); "Came the Stranger" (1946 Roman; 1947 und 1996 deutschssprachige Fassung: "Als der Fremde kam"); "Kleine Geschichten von großen Dichtern" (1944, Prosaminiaturen über vergessene sowie von den Nazis ideologisch mißbrauchte österreichische Dichter wie Ferdinand Sauter, Jakob Julius David, Grillparzer oder Stifter.

Bücher von Hermynia zur Mühlen

Herzfelde, Wieland / Mühlen, Hermynia zur / Sinclair, Upton: Werter Genosse, die Maliks haben beschlossen .... Briefe 1919 - 1950

Weidle Verlag, Bonn 2001, ISBN 393113556X, Gebunden, 450 Seiten, 34,77 EUR

Herausgegeben mit einem Nachwort von Walter Grünzweig und Susanne Schulz. Der Briefwechsel Upton Sinclairs mit seiner Übersetzerin Hermynia Zur Mühlen und dem Malik-Verleger Wieland Herzfelde erlaubt einen Einblick in das Verlagsleben der Weimarer Republik wie des Exils. Es geht dabei nicht allein um Literatur, sondern mehr und mehr um die ideologische ... mehr lesen
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Mühlen, Hermynia zur: Fahrt ins Licht. 66 Stationen

Cover: Fahrt ins Licht

Sisyphus Verlag, Klagenfurt 1999, ISBN 3901960015, broschiert, 381 Seiten, 24,54 EUR

Vorwort von Karl-Markus Gauß. Neuauflage des seit seiner Erstauflage 1936 nicht wieder erschienenen Geschichtenbuches der wohl bedeutendsten unter den vergessenen österreichischen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts, die Insidern heute vor allem noch als Exponentin des sozialistisch-aufklärerischen Unterhaltungsromanes und als Übersetzerin ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Dies pralle Leben

02.01.2012: Albrecht Selge flaniert durch Berlin. Christina Maria Landerl streift durch Wien. Josh Weil liebt seinen Deutz-Traktor. Mary Bauermeister experimentiert mit Karlheinz Stockhausen. Doug Saunders erkundet die Geburtsstätte der neuen Mittelschicht. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Januar. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen