Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 13.02.2012, 09.02 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Andre Glucksmann

Andre Glucksmann, 1937 Sohn deutsch-jüdischer Emigranten in Boulogne-sur-Mer geboren, gehört mit Bernard-Henri Levy und Alain Finkielkraut zur "Neuen Philosophie" in Frankreich, deren Vertreter in ihrer Auseinandersetzung mit dem Marxismus eine dezidierte Kritik totalitaristischer Systeme entwarfen. Bekannt wurde er 1967 mit der Abhandlung Le discours de la Guerre, die er am Centre National de la recherche Scientifique anfertigte. Glucksmann weist der Philosophie die Aufgabe zu, vehement gegen menschliche Unzulänglichkeit und Unmündigkeit vorzugehen (La bêtise, 1985; Die Macht der Dummheit). Eine rein akademische, methodisch strenge Philosophie lehnt er deshalb ab. Das Denken muss sich nach praktischen Erwägungen unter sozialen Fragestellungen ausrichten und deshalb zwangsläufig politisch sein. Es hat die Aufgabe, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zu wecken und ihr kritisches Bewusstsein zu schulen. Ziel ist vor allem die Aufdeckung allgemeiner Strukturen staatlicher Gewalt.

Bücher von Andre Glucksmann

Glucksmann, Andre: Hass. Die Rückkehr einer elementaren Gewalt

Cover: Hass

Nagel und Kimche Verlag, München und Wien 2005, ISBN 3312003601, Gebunden, 284 Seiten, 19,90 EUR

Aus dem Französischen von Bernd Wilczek und Ulla Varchmin. Der Hass ist längst nicht mehr nur das Kennzeichen fanatischer Splittergruppen. Stattdessen bestimmt er das Denken und Handeln ganzer Volksbewegungen. In gut humanistischem Glauben vertrauen wir darauf, der Hass lasse sich durch Verständnis und Vernunft überwinden. Damit ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Dies pralle Leben

02.01.2012: Albrecht Selge flaniert durch Berlin. Christina Maria Landerl streift durch Wien. Josh Weil liebt seinen Deutz-Traktor. Mary Bauermeister experimentiert mit Karlheinz Stockhausen. Doug Saunders erkundet die Geburtsstätte der neuen Mittelschicht. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Januar. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen