Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Curzio Malaparte

Curzio Malaparte wurde als Kurt Erich Suckert 1898 im italienischen Prato als Sohn einer Italienerin und eines Deutschen geboren. Mit 16 Jahren meldete er sich als Kriegsfreiwilliger und durchlebte den Ersten Weltkrieg bis zum Ende an der Front. Nach dem Krieg startete er eine journalistische Karriere. 1928-31 war er Chef von "La Stampa". Von 1922 bis zum Sturz Mussolinis 1943 war Malaparte Mitglied der faschistischen Partei. Wegen kritischer Äußerungen wurde er jedoch 1933 verhaftet und einige Jahre in die Verbannung geschickt - erst nach Lipari, dann nach Ischia. Während des Zweiten Weltkriegs berichtet Malaparte als Korrespondent für den "Corriere della Sera" aus Nordafrika, Frankreich, Deutschland, dem Balkan, Finnland und Russland. Nach dem Sturz Mussolinis wurde er mehrmals verhaftet, 1945 fungierte er als Verbindungsoffizier zur US-Armee und schrieb unter Pseudonym für das linke Magazin "Unita" über die Befreiung von Florenz. Nach dem Krieg veröffentlichte Malaparte zwei Romane, die seinen Ruhm begründeten: "Kaputt" (1944/1951) und "Die Haut" (1948/1950). Curzio Malaparte starb 1957 in Rom an Lungenkrebs - vermutlich eine Folge der Giftgasangriffe, denen er an der französischen Front des Ersten Weltkriegs ausgesetzt war. Auf seinem Totenbett konvertierte er zum Katholizismus.

Bücher von Curzio Malaparte

Malaparte, Curzio: Die Haut. Roman. 6 CDs

Cover: Die Haut

Hörbuch Hamburg, Hamburg 2009, ISBN 3869520027, CD, 29,95 EUR

6 CDs mit 413 Minuten Laufzeit. Gesprochen von Matthias Habich. 1943: Die Amerikaner sind in Neapel gelandet. Doch mit den Befreiern ergreift ein anderes Übel Besitz von der Stadt. Weil jeder seine Haut, nicht seine Seele retten will, versinkt das Volk in Unmoral. Mütter prostituieren sich, Väter geben ihre Töchter preis, für ... mehr lesen
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Malaparte, Curzio: Zwischen Erdbeben. Streifzüge eines europäischen Exzentrikers

Cover: Zwischen Erdbeben

Die Andere Bibliothek/Eichborn, Frankfurt am Main 2007, ISBN 3821845821, Gebunden, 362 Seiten, 30,00 EUR

Aus dem Italienischen von Michael Killisch-Horn. Zusammengestellt und mit einer Einleitung von Jobst Helge. Malaparte war Faschist, Kommunist, Wendehals, Egozentriker, Narziss, Dandy und Held und manchmal wirkt es, als habe Malaparte keine Sünde auslassen wollen, wie sie sich die Intellektuellen während der Totalitarismen des 20. Jahrhunderts ... mehr lesen
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Malaparte, Curzio: Die Haut. Roman

Cover: Die Haut

Zsolnay Verlag, Wien 2006, ISBN 3552053689, Gebunden, 446 Seiten, 25,90 EUR

Aus dem Italienischen von Hellmut Ludwig. Neapel 1943: Die deutschen Nationalsozialisten werden von den Neapolitanern vertrieben, die Alliierten sind gelandet und kämpfen gemeinsam mit den italienischen Widerstandskämpfern. Doch mit den Befreiern verbreitet sich ein anderes Übel in der Stadt. "Es waren die Tage der 'Pest' ... mehr lesen
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Malaparte, Curzio: Kaputt. Roman

Cover: Kaputt

Zsolnay Verlag, Wien 2005, ISBN 3552053344, Gebunden, 589 Seiten, 25,90 EUR

Aus dem Italienischen übersetzt von Hellmut Ludwig. Mit einem Nachwort von Lothar Müller und einer Zeittafel von Ralph Jentsch. Curzio Malaparte, 1898 als Sohn eines deutschen Vaters und einer italienischen Mutter geboren, war eine der schillerndsten Gestalten seiner Zeit. Ein Pendler zwischen Futurismus und Faschismus, Kommunismus und ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Dies pralle Leben

02.01.2012: Albrecht Selge flaniert durch Berlin. Christina Maria Landerl streift durch Wien. Josh Weil liebt seinen Deutz-Traktor. Mary Bauermeister experimentiert mit Karlheinz Stockhausen. Doug Saunders erkundet die Geburtsstätte der neuen Mittelschicht. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Januar. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen