Bücher der Saison
Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.
Literaturbeilagen
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Bücher von Uwe Tellkamp
Tellkamp, Uwe: Der Hecht, die Träume und das Portugiesische Cafe. Roman. 2. Auflage

Faber und Faber, Leipzig 2009, ISBN 3867301018, Gebunden, 158 Seiten, 18,00 EUR
Uwe Tellkamps erster Roman, der zuerst 2000 erschienen ist. Ein Sommer in der Dresdner Neustadt. In den sonnendurchfluteten Straßen und im idyllischen Portugiesischen Cafe trifft sich eine kleine Gruppe junger Künstler. Sophie und Florian, die sich lieben, aber ihre Liebe nicht auszusprechen wagen, die blinde Nora, Martin, der Maler, und ... mehr lesen
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Tellkamp, Uwe: Die Sandwirtschaft. Leipziger Poetikvorlesungen

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 3518069993, Taschenbuch, 168 Seiten, 11,00 EUR
Gedichte - im Sinne von kurzen, nur handtellergroßen Sprachstücken - und Kurzgeschichten lägen ihm nicht, hat Uwe Tellkamp gesagt, die zeigten nur einen Weltausschnitt statt der Totalen, auf die es ankomme. Ihn interessiere das Epische, "das Weltumgreifende, der Roman als Kapsel, als Botanisiertrommel der vergangenen Zeit". ... mehr lesen
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Tellkamp, Uwe: Reise zur blauen Stadt.

Insel Verlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 3458193235, Kartoniert, 120 Seiten, 12,80 EUR
Uwe Tellkamp führt uns auf die Reise in eine namenlose Stadt. Eine Stadt mit Serapionstheater, Nautischer Akademie und Basar, eine Stadt, in der die Häuser empfindliche Wangen haben, die Walfänger im alten Getreidehafen rosten und die Menschen gegen den Uhrzeigersinn träumen. Die "Reise zur blauen Stadt" ist ein Gedicht ... mehr lesen
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Tellkamp, Uwe: Der Turm. Geschichte aus einem versunkenen Land. Roman

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2008, ISBN 3518420208, Gebunden, 1000 Seiten, 24,80 EUR
Hausmusik, Lektüre, intellektueller Austausch: Das Dresdner Villenviertel, vom real existierenden Sozialismus längst mit Verfallsgrau überzogen, schottet sich ab. Resigniert, aber humorvoll kommentiert man den Niedergang eines Gesellschaftssystems, in dem Bildungsbürger eigentlich nicht vorgesehen sind. Anne und Richard Hoffmann, ... mehr lesen
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Tellkamp, Uwe: Der Eisvogel. Roman

Rowohlt Verlag, Berlin 2005, ISBN 3871345229, Gebunden, 320 Seiten, 19,90 EUR
Wiggo Ritter, ein junger Mann mit denkbar besten Voraussetzungen für eine Traumkarriere, ist ins Abseits geraten. Dem Vater, einem erfolgreichen Bankier, wollte er nicht nacheifern, und seine akademische Laufbahn als Philosoph ist gescheitert, weil er keine Kompromisse eingehen kann. Einsam, arbeitslos, doch mit ungebrochenem Stolz fristet ... mehr lesen
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Archiv: Bücherschauen
Vexierspielkünstler
20.03.2010: Die FAZ hat Denis Johnsons Thriller "Keine Bewegung!" gelesen und freut sich über das Gespür des Autors für kriminelle Loser. Die FR folgt der zehnjährigen Dora durch Jacques Roubauds Abenteuer und Geheimnis verheißenden "Verwilderten Park". Sehr anregend findet die NZZ Eric Hobsbawms Buch über "Globalisierung, Demokratie und Terrorismus". Die taz spürt einen Hauch von Erlösung in Don DeLillos Roman "Der Omega-Punkt". Mehr lesen
Archiv: Bücherbrief
Engel der Nutzlosigkeit
05.03.2010: Reiche Ausbeute in diesem Monat: Wir fanden surrealistische Geschichten von Jiri Kratochvil und Leonora Carrington, Liebe überkreuz bei Ulrike Draesner, clevere Hacker bei Cory Doctorow, chinesische Gegenwartslyrik und einige Bücher, die den Rezensenten den Glauben an die Germanistik wiedergaben: Thomas Strässles Literaturgeschichte des Salzes und die Biografie der Brüder Grimm von Steffen Martus. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats. Mehr lesen
Archiv: Kolumnen
Emotional labiler Federfetisch
19.01.2010: Wäre Inspektor Jensen nicht von einem Feticheur mit einem Fluch belegt worden, dann wäre er nicht nach Island gefahren, nicht von einer Fremden im Bett gebissen worden und würde nicht von einem Psychopathen verfolgt. Dies alles und noch etwas Quantenphysik findet man in Linus Reichlins "Assistent der Sterne". Jochen Schmidt präsentiert mit "Gangster, Opfer, Detektive" eine 1.100 Seiten starke Typengeschichte des Kriminalromans. Mehr lesen
Kein Schlaf, nur Albträume
02.12.2009: In seinem Roman "Tokio im Jahr Null" lässt David Peace neben allen anderen Untätern auch noch einen Serienmörder umgehen. Das ergibt einen einzigen Albtraum. Die Frage ist allerdings: wessen? Mehr lesen
Papa war doch einfach der Beste
09.10.2009: In Neapel brennt der Müll, im Nordosten Italiens wird das schmutzige Geld in respektable Geschäftsgewinne verwandelt. Massimo Carlotto beschreibt in seinem Krimi "Wo die Zitronen blühen" die Anmaßungen einer Patrizierschicht, die ganze Städte ihrem Privilegiensystem unterworfen hat. Mehr lesen



