Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 10.02.2012, 17.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Alexander Puschkin

Alexander Sergejewitsch Puschkin wurde 1799 in Moskau als Sohn einer alten Adelsfamilie geboren. Seine Mutter war eine Enkelin Hannibals, des Mohren Peters des Großen. Puschkin trat 1817 in den Dienst des Außenministeriums, wurde jedoch 1820 wegen politischer und satirischer Gedichte nach Südrussland - erst nach Jekaterinoslav, dann nach Kisinev und Odessa - versetzt. Von 1824 bis 26 wurde er wegen eines von der Zensur abgefangenen Briefes auf das Gut Michailowskoje (Gouv. Pskow) verbannt. 1826 hob Nikolaus I. die Verbannung auf, unterstellte Puschkin aber seiner persönlichen Zensur.
1831 heiratete Puschkin die für ihre Schönheit berühmte Adlige Natalja Gontscharowa und übersiedelte nach Petersburg. Durch sein Amt als Kammerherr geriet er ständig in Konflikt mit den vornehmen Kreisen, die den Dichter einerseits als Parvenü verachteten, ihn andrerseits wegen seiner Freiheitsliebe und unbedingten Wahrhaftigkeit, denen er überzeugenden Ausdruck zu geben verstand, fürchteten. Nach Beleidigungen und Anspielungen auf die Ehre seiner Frau duellierte sich Puschkin 1837 mit dem Gardeoffizier d`Anthes. Zwei Tage später starb er an seiner schweren Verwundung.
Alexander Puschkin gilt als der eigentliche Schöpfer der russischen Literatursprache, zugleich als bedeutendster Dichter Russlands, dessen gattungsbestimmende Lyrik, Dramatik und Prosa für die russische Literatur wegweisend wurden. Zu seinen bekanntesten Werken zählen: Der Gefangene im Kaukasus (Gedicht, 1822), Eugen Onegin (Versroman, 1825), Pique Dame (Erzählung, 1834) und Die Hauptmannstochter (Roman, 1836).

Bücher von Alexander Puschkin

Nabokov, Vladimir / Puschkin, Alexander: Eugen Onegin. Ein Versroman. Kommentar von Vladimir Nabokov. 2 Bände

Cover: Eugen Onegin

Stroemfeld Verlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 3866000189, Gebunden, 1630 Seiten, 128,00 EUR

Subskriptionspreis 98 Euro bis 31.03.2010. Aus dem Russischen von Sabine Baumann unter Mitarbeit von Christiane Körner. 1949 begann Nabokov seine bewußt auf Reime verzichtende Übersetzung von Alexander Puschkins Versroman Jewgenij Onegin. Für die deutsche Ausgabe wurde Puschkins Originaltext von Sabine Baumann aus dem Russischen ... mehr lesen
bestellen bei buecher.de

Puschkin, Alexander: Das einsame Häuschen auf der Basilius-Insel. Eine Novelle

Cover: Das einsame Häuschen auf der Basilius-Insel

Friedenauer Presse, Berlin 2003, ISBN 3921592372, Broschiert, 32 Seiten, 9,50 EUR

Aus dem Russischen und mit einer Nachbemerkung von Peter Urban. Eine erstmals ins Deutsche übertragene Novelle Puskins mit zahlreichen Zeichnungen des Autors und einem zeitgenössischen Plan von St. Petersburg. ... mehr lesen
bestellen bei buecher.de

Puschkin, Alexander: Die Romane. Die Hauptmannstochter. Der Mohr Peters des Großen. Dubrowski

Cover: Die Romane

Friedenauer Presse, Berlin 1999, ISBN 3932109139, Gebunden, 450 Seiten, 25,05 EUR

Neu übersetzt aus dem Russischen und kommentiert von Peter Urban. Inhalt: Der Roman "Die Hauptmannstochter" und die zwei Romanfragmente "Der Mohr Peters des Großen" und "Dubrowski", einschließlich der Pläne, Entwürfe und der wichtigsten Vatianten. Mit Nachwort und Anmerkungen. ... mehr lesen
bestellen bei buecher.de

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Golden german tor lass uns ein als große fisch

10.02.2012: Die SZ ermittelt mit Martin Amis' Roman "Die schwangere Witwe" jenen Nullpunkt, an dem sich Sex und Liebe trennten. Die FAZ geht mit Didier Decoin der Frage nach, warum 38 Menschen der um ihr Leben kämpfenden Kitty Genovese nicht halfen. Die FR feiert den "famose Falschmünzer" Juri Andruchowytsch und seinen Roman "Perversion". Begeistert ist sie auch von Michael Ondaatjes Roman "Katzentisch". Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Dies pralle Leben

02.01.2012: Albrecht Selge flaniert durch Berlin. Christina Maria Landerl streift durch Wien. Josh Weil liebt seinen Deutz-Traktor. Mary Bauermeister experimentiert mit Karlheinz Stockhausen. Doug Saunders erkundet die Geburtsstätte der neuen Mittelschicht. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Januar. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
Mehr lesen

Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen