Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 13.02.2012, 09.25 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Johann Gustav Droysen

Johann Gustav Droysen, 1808 in Treptow geboren, studierte ab 1826 in Berlin Philologie und Philosophie, 1833 habilitierte er sich in klassischer Philologie. Im selben Jahr veröffentlichte er sein erstes Hauptwerk "Die Geschichte Alexanders des Großen", in dem er den Begriff des Hellenismus als Epochenbezeichnung prägte. 1840 erhält er einen Ruf nach Kiel und setzt sich als politischer Publizist mit den dänischen Ansprüchen in Schleswig-Holstein auseinander. Er beteiligte sich an der Revolution von 1848, wurde Abgeordneter der Paulskirche und Mitglied des Verfassungsausschusses. Seine Hoffnungen, die er auf Preußen als Garant der Einigung eines liberalen Deutschlands setzte, wurden jedoch enttäuscht als Friedrich Wilhelm IV. die Kaiserkrone ablehnte, die ihm das Frankfurter Parlament anbot. Droysen zog sich daraufhin aus der Politik zurück. 1850 nahm er einen Ruf nach Jena an, 1859 ließ er sich in Berlin nieder. Seine Verehrung für Preußen blieb ungebrochen und von 1855 an bis zu seinem Tod arbeitet er an einer Gesamtdarstellung der preußischen Geschichte ( "Geschichte der preußischen Politik" in vierzehn Bänden). Bedeutend sind seine zuerst 1857 gehaltenen "Vorlesungen über Enzyklopädie und Methodologie der Geschichte", später unter dem Titel "Historik" zusammengefasst. In diesen Vorlesungen entwickelt Droysen die Grundzüge einer hermeneutischen Theorie, von der später Dilthey beeinflusst wurde.

Bücher von Johann Gustav Droysen

Droysen, Johann Gustav: Historik. Band 2: Texte im Umkreis der Historik (1826-1882). Zwei Teilbände

Cover: Historik

Frommann-Holzboog Verlag, Stuttgart 2007, ISBN 377281123X, Gebunden, 712 Seiten, 334,00 EUR

Die beiden Bände enthalten 50 Texte im Umkreis der Historik, d.h. wesentliche Materialien zur Entwicklungsgeschichte der Droysen'schen "Historik": geschichtstheoretische Aufsätze, Denkschriften (über das Bildungswesen und den Wissenschaftsbetrieb), programmatische Buchbesprechungen, richtungweisende Vorträge, ferner ... mehr lesen
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Droysen, Johann Gustav: Alexander der Große. Die Biografie

Cover: Alexander der Große

Insel Verlag, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3458347380, Kartoniert, 739 Seiten, 15,00 EUR

Mit einem Nachwort von Angelos Chaniotis. ... mehr lesen
bestellen bei buecher.de

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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Dies pralle Leben

02.01.2012: Albrecht Selge flaniert durch Berlin. Christina Maria Landerl streift durch Wien. Josh Weil liebt seinen Deutz-Traktor. Mary Bauermeister experimentiert mit Karlheinz Stockhausen. Doug Saunders erkundet die Geburtsstätte der neuen Mittelschicht. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Januar. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen