Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Gherasim Luca

Gherasim Luca wurde 1913 als Sohn eines jüdischen Uniformschneiders in Bukarest geboren. Neben dem Jiddischen, Rumänischen und Deutschen sprach er Französisch, was dazu beitrug, dass er sich seit 1938 regelmäßig in Paris aufhielt und dort Zugang zum Kreis der Surrealisten fand. Krieg und in Rumänien offizialisierter Antisemitismus zwangen ihn ins innere Exil. Gemeinsam mit Naum, Paun, Theodorescu und Trost gründete er während einer kurzen, der kommunistischen Machtübernahme vorausgehenden Zeit der Unabhängigkeit eine surrealistische Künstlergruppe. Erste Veröffentlichungen, darunter Gedichte auf Französisch, folgten. Seit 1947 durch die Behörden drangsaliert und bei einem Fluchtversuch ertappt, konnte er 1952 über Israel nach Paris ausreisen. 1994, als die Räumung seiner Wohnung aus vermeintlichen Hygienegründen angeordnet wurde, konnte Luca, der sich vierzig Jahre lang ohne Papiere in Frankreich aufhielt, nichts dagegen unternehmen. Am 9. Februar 1994 nahm er sich mit einem Sprung in die Seine das Leben.

Bücher von Gherasim Luca

Luca, Gherasim: Das Körperecho. Lapsus linguae.. Gedichte. Französisch-Deutsch

Cover: Das Körperecho. Lapsus linguae.

Urs Engeler Editor, Basel 2004, ISBN 3905591782, Gebunden, 800 Seiten, 29,00 EUR

Aus dem Französischen von Mirko Bonne, Theresia Prammer und Michael Hammerschmid. Gherasim Luca: mit diesem Namen ist nicht weniger als eine Entdeckung anzukündigen. Le plus grand poete français, sagt Gilles Deleuze, mais justement il est dorigine roumaine, cest Gherasim Luca, ein weiterer Autor aus der Generation von Ionesco, Cioran und ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Dies pralle Leben

02.01.2012: Albrecht Selge flaniert durch Berlin. Christina Maria Landerl streift durch Wien. Josh Weil liebt seinen Deutz-Traktor. Mary Bauermeister experimentiert mit Karlheinz Stockhausen. Doug Saunders erkundet die Geburtsstätte der neuen Mittelschicht. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Januar. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen