Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 08.37 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Friedrich II.

Friedrich II., genannt Friedrich der Große, König von Preußen, wurde 1712 in Berlin geboren. Von seinem Vater Friedrich Wilhelm I. sehr streng und militaristisch erzogen, versuchte er 1730 mit seinem Jugendfreund Hans Hermann von Katte zu fliehen und wurde in der Festung Küstrin inhaftiert, wo Katte vor seinen Augen exekutiert wurde. Nach Amtsantritt begann er den 1. Schlesischen Krieg, in dem er Schlesien für Preußen eroberte. Im 2. Schlesischen Krieg verteidigte er diese Eroberung erfolgreich. Im Siebenjährigen Krieg marschierten seine Truppen in Kursachsen ein. Durch sein strategisches Geschick bürgerte sich für ihn der Beiname "der Große" ein. Bei den Polnischen Teilungen annektierte er Teile Polens für Preußen. Friedrich korrespondierte mit Voltaire und schrieb selbst zahlreiche Werke in französischer Sprache und war einer der weitverbreiteten Schriftsteller im 18. Jahrhundert. Europaweit berühmt wurde sein Anti-Macchiavell (1740), in dem er staatspolitische Grundsätze des Macchiavelli einer kritischen, aufgeklärten Analyse unterwarf. Berühmt wurde er für seinen Wahlspruch: Ich bin der erste Diener meines Staates. Innenpolitisch waren seine Reformen in der Landwirtschaft (die Einführung des Kartoffelanbaus), im Militärwesen, im Erziehungswesen, die Trockenlegung des Oderbruches und die Schaffung eines starken Beamtenstandes kennzeichnend für seine Regierungszeit. Ebenso waren seine Toleranz und Offenheit gegenüber Einwanderern (insbesondere gegenüber den Hugenotten) prägend. Friedrich starb 1786 auf Schloss Sanssouci in Potsdam.

Bücher von Friedrich II.

Friedrich II., : An meinen Geist: Friedrich der Große in seiner Dichtung. Eine Anthologie

Cover: An meinen Geist: Friedrich der Große in seiner Dichtung

Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 2011, ISBN 3506773070, Gebunden, 336 Seiten, 24,90 EUR

Herausgegeben von Jürgen Overhoff und Vanessa de Senarclens. Was denn - ein König, der dichtet? In vielen seiner Briefe und Gedichte stellt sich Friedrich der Große selbst diese von Verblüffung zeugende Frage. Auch wir wissen bis heute kaum etwas über sein poetisches Talent. Bei einer Lektüre seiner Gedichte, in denen ... mehr lesen
bestellen bei buecher.de

Friedrich II., : Friedrich der Große - Potsdamer Ausgabe. Band VI: Philosophische Schriften. Französisch - Deutsch

Cover: Friedrich der Große - Potsdamer Ausgabe

Akademie Verlag, Berlin 2008, ISBN 3050040009, Gebunden, 524 Seiten, 49,98 EUR

Unter dem Vorzeichen der Frühaufklärung beschäftigt sich Friedrich der Große in seinen philosophischen Schriften mit der Rolle des Fürsten und der Staatsführung sowie mit Fragen der Moral, Humanität und des Fortschritts der Menschheit. Zugleich reflektiert er Probleme des neuen Denkens, das er insbesondere bei den ... mehr lesen
bestellen bei buecher.de

Friedrich II., / Voltaire, : Voltaire / Friedrich der Große: Briefwechsel. Französisch - Deutsch

Cover: Voltaire / Friedrich der Große: Briefwechsel

dtv, München 2004, ISBN 3423131950, Kartoniert, 656 Seiten, 14,50 EUR

Herausgegeben und aus dem Französischen von Hans Pleschinski. Die Korrespondenz zwischen dem "Dichter-Philosophen und dem Philosophen-König" erscheint hier in völlig revidierter Neuausgabe. Aus dem bis 1778, über 42 Jahre hinweg anhaltendem Briefwechsel zwischen dem französischen Philosophen Voltaire und dem Preußenkönig ... mehr lesen
bestellen bei buecher.de

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Dies pralle Leben

02.01.2012: Albrecht Selge flaniert durch Berlin. Christina Maria Landerl streift durch Wien. Josh Weil liebt seinen Deutz-Traktor. Mary Bauermeister experimentiert mit Karlheinz Stockhausen. Doug Saunders erkundet die Geburtsstätte der neuen Mittelschicht. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Januar. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
Mehr lesen

Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen