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zuletzt aktualisiert 09.02.2010, 16.23 Uhr

Bücher der Saison

Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Friedrich II.

Friedrich II., genannt Friedrich der Große, König von Preußen, wurde 1712 in Berlin geboren. Von seinem Vater Friedrich Wilhelm I. sehr streng und militaristisch erzogen, versuchte er 1730 mit seinem Jugendfreund Hans Hermann von Katte zu fliehen und wurde in der Festung Küstrin inhaftiert, wo Katte vor seinen Augen exekutiert wurde. Nach Amtsantritt begann er den 1. Schlesischen Krieg, in dem er Schlesien für Preußen eroberte. Im 2. Schlesischen Krieg verteidigte er diese Eroberung erfolgreich. Im Siebenjährigen Krieg marschierten seine Truppen in Kursachsen ein. Durch sein strategisches Geschick bürgerte sich für ihn der Beiname "der Große" ein. Bei den Polnischen Teilungen annektierte er Teile Polens für Preußen. Friedrich korrespondierte mit Voltaire und schrieb selbst zahlreiche Werke in französischer Sprache und war einer der weitverbreiteten Schriftsteller im 18. Jahrhundert. Europaweit berühmt wurde sein Anti-Macchiavell (1740), in dem er staatspolitische Grundsätze des Macchiavelli einer kritischen, aufgeklärten Analyse unterwarf. Berühmt wurde er für seinen Wahlspruch: Ich bin der erste Diener meines Staates. Innenpolitisch waren seine Reformen in der Landwirtschaft (die Einführung des Kartoffelanbaus), im Militärwesen, im Erziehungswesen, die Trockenlegung des Oderbruches und die Schaffung eines starken Beamtenstandes kennzeichnend für seine Regierungszeit. Ebenso waren seine Toleranz und Offenheit gegenüber Einwanderern (insbesondere gegenüber den Hugenotten) prägend. Friedrich starb 1786 auf Schloss Sanssouci in Potsdam.

Bücher von Friedrich II.

Friedrich II., : Friedrich der Große - Potsdamer Ausgabe. Band VI: Philosophische Schriften. Französisch - Deutsch

Cover: Friedrich der Große - Potsdamer Ausgabe

Akademie Verlag, Berlin 2008, ISBN 3050040009, Gebunden, 524 Seiten, 49,98 EUR

Unter dem Vorzeichen der Frühaufklärung beschäftigt sich Friedrich der Große in seinen philosophischen Schriften mit der Rolle des Fürsten und der Staatsführung sowie mit Fragen der Moral, Humanität und des Fortschritts der Menschheit. Zugleich reflektiert er Probleme des neuen Denkens, das er insbesondere bei den ... mehr lesen
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Friedrich II., / Voltaire, : Voltaire / Friedrich der Große: Briefwechsel. Französisch - Deutsch

Cover: Voltaire / Friedrich der Große: Briefwechsel

dtv, München 2004, ISBN 3423131950, Kartoniert, 656 Seiten, 14,50 EUR

Herausgegeben und aus dem Französischen von Hans Pleschinski. Die Korrespondenz zwischen dem "Dichter-Philosophen und dem Philosophen-König" erscheint hier in völlig revidierter Neuausgabe. Aus dem bis 1778, über 42 Jahre hinweg anhaltendem Briefwechsel zwischen dem französischen Philosophen Voltaire und dem Preußenkönig ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

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Das Gegenglück, der Geist

09.02.2010: Großer Bahnhof für J.M. Coetzee: Zu seinem Siebzigsten preisen FAZ, FR, NZZ und SZ den neuen autobiografischen Roman "Sommer des Lebens" als "grandios", "raffiniert" und "wahrste, kühnste und unterhaltsamste Literatur". Sehr lieb ist der NZZ die Anti-Hysterie von Arno Geigers Eheroman "Alles über Sally". Die taz feiert Amir Hassan Cheheltans großartigen Roman "Teheran Revolutionsstraße". Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Mein Hymen gehört mir!

03.02.2010: Joachim Sartorius nimmt uns mit auf die Prinzeninseln. Alma Guillermoprieto schickt uns ins Kuba der Siebziger. Alek Popov füttert uns mit Erzählungen für Fortgeschrittene. Helene Hegemann und Seyran Ates lassen Rezensentenschläfen pochen. Und Barbara Vine serviert eine bildschöne Leiche. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Emotional labiler Federfetisch

19.01.2010: Wäre Inspektor Jensen nicht von einem Feticheur mit einem Fluch belegt worden, dann wäre er nicht nach Island gefahren, nicht von einer Fremden im Bett gebissen worden und würde nicht von einem Psychopathen verfolgt. Dies alles und noch etwas Quantenphysik findet man in Linus Reichlins "Assistent der Sterne". Jochen Schmidt präsentiert mit "Gangster, Opfer, Detektive" eine 1.100 Seiten starke Typengeschichte des Kriminalromans. Mehr lesen

Kein Schlaf, nur Albträume

02.12.2009: In seinem Roman "Tokio im Jahr Null" lässt David Peace neben allen anderen Untätern auch noch einen Serienmörder umgehen. Das ergibt einen einzigen Albtraum. Die Frage ist allerdings: wessen? Mehr lesen

Papa war doch einfach der Beste

09.10.2009: In Neapel brennt der Müll, im Nordosten Italiens wird das schmutzige Geld in respektable Geschäftsgewinne verwandelt. Massimo Carlotto beschreibt in seinem Krimi "Wo die Zitronen blühen" die Anmaßungen einer Patrizierschicht, die ganze Städte ihrem Privilegiensystem unterworfen hat. Mehr lesen