Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Biagio Marin

Biagio Marin wurde 1891 in Grado geboren, einer Nehrung zwischen den Mündungen der Flüsse Isonzo und Tagliamento in das adriatische Meer, die bis 1918 Teil von Österreich-Ungarn ist. Er besuchte das Staatsgymnasium in Görz im Friaul, wo die Unterrichtssprache Deutsch ist. 1911 ging er zum Studium nach Florenz, wo er Scipio Slataper, Giani und Carlo Stuparich, Umberto Saba und Virgilio Giotti begegnet. Er gehörte zum Kreis um die Zeitschrift Voce, bleibt dort aber `Insulaner`. In dieser Zeit begann Marin, Verse auf Gradesisch zu schreiben. 1912 Beginn eines zweijährigen Studienaufenthalts in Wien, wo er Philosophie inskribiert. 1914 heiratete er Pina Marini. Im selben Jahr, nach dem Ereignis von Sarajevo, wird Marin nach Maribor zu den Waffen gerufen. Er desertierte nach Italien. Inzwischen war er an Tuberkulose erkrankt. Nach Kriegsende promovierte Marin in Rom in Philosophie. Er unterrichtete Philosophie an der Scuola Magistrale in Görz, die er nach einem Konflikt mit dem örtlichen Klerus verläßt. 1923-1937 war Marin Direktor der Bäder- und Kurgesellschaft von Grado, 1938-1941 Lehrer für Literatur, Philosophie, Geschichte in Triest, 1941-1956 Bibliothekar der Assicurazioni Generali in Triest. 1943 kommt sein Sohn Falco im Krieg in Slowenien ums Leben. 1968 kehrte Marin zurück nach Grado, wo er in einem Haus am Meer wohnte. Er starb 1985. Heute befindet sich Marins private Bibliothek in einem Saal der Biblioteca Civica von Grado.

Bücher von Biagio Marin

Marin, Biagio: In memoria / Der Wind der Ewigkeit wird stärker. Gedichte

Urs Engeler Editor, Basel 1999, ISBN 3905591081, gebunden, 170 Seiten, 14,83 EUR

Gradesisch und in einer Übersetzung von Riccardo Caldura, Maria Fehringer und Peter Waterhouse. 1991 erschien im Rowohlt Verlag der vergriffene Auswahlband "Der Wind der Ewigkeit wird stärker". Er wird hier neu aufgelegt und erweitert durch die dreissig Gedichte des Zyklus "In memoria" sowie ergänzt durch zwei Aufsätze zu Biagio Marin von Pier Paolo ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Dies pralle Leben

02.01.2012: Albrecht Selge flaniert durch Berlin. Christina Maria Landerl streift durch Wien. Josh Weil liebt seinen Deutz-Traktor. Mary Bauermeister experimentiert mit Karlheinz Stockhausen. Doug Saunders erkundet die Geburtsstätte der neuen Mittelschicht. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Januar. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen