Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 13.02 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Antal Szerb

Antal Szerb, geboren 1901 in Budapest als Sohn assimilierter Juden und katholisch getauft. Er studierte Hungarologie sowie Germanistik, später auch Anglistik und promovierte 1924. Er verfasste zahlreiche Buchrezensionen und Essays, unter anderem über Stefan George, William Blake, Johann Wolfgang von Goethe und eine längere Arbeit über die ungarische Neo-Romantik. Schon früh schrieb er Erzählungen und erhielt 1932 den Auftrag, eine ungarische Literaturgeschichte zu verfassen, die 1934 erschien. Von 1924 bis 1929 lebte er in Frankreich und Italien, danach ein Jahr in London. 1933 wurde er Vorsitzender der Literaturwissenschaftlichen Gesellschaft Ungarns, 1934 erschien sein erster Roman "A Pendragon-legenda" ("Die Pendragon Legende") und 1937 der hier vorliegende zweite und sein bedeutendster Roman "Utas es holdvilag" ("Reise im Mondlicht"; 1974 in Ungarn erstmals auch auf deutsch erschienen unter dem Titel "Der Wanderer und der Mond"). Zweimal, 1935 und 1937, erhielt er den Baumgarten-Preis und ebenfalls im Jahr 1937 wurde er Literaturprofessor an der Universität in Szeged. 1941 erschien sein Monumentalwerk "Die Literaturgeschichte der Welt". 1943, im letzten Jahr seiner literarischen Laufbahn, schrieb er seinen unter Pseudonym erschienenen Roman "VII. Oliver" ("Oliver VII."), im selben Jahr erschien "A Kiralyne nyaklanca" ("Das Collier der Königin"), ein großes historisches Essay über die berühmte Collier-Geschichte des Ancien Regime. Antal Szerb kam 1945 im Alter von 43 Jahren im KZ Balf in West-Ungarn ums Leben und ist bis heute in Ungarn einer der meistgelesenen Autoren des 20. Jahrhunderts.

Bücher von Antal Szerb

Szerb, Antal: In der Bibliothek. Erzählungen

Cover: In der Bibliothek

dtv, München 2006, ISBN 342324562X, Gebunden, 276 Seiten, 14,00 EUR

Aus dem Ungarischen übersetzt von Timea Tanka. Sämtliche Erzählungen von Antal Szerb mit einem Nachwort von György Poszler. Mit betont leiser Ironie und hintersinnigem Humor kreist Szerb um historische Figuren und persönliche Geschichte, um den siegreichen Alltag und das verbannte Wunder. "Ich bin eher Leser als Schriftsteller", ... mehr lesen
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Szerb, Antal: Das Halsband der Königin. Roman

Cover: Das Halsband der Königin

dtv, München 2005, ISBN 3423133651, Kartoniert, 282 Seiten, 9,50 EUR

Aus dem Ungarischen von Alexander Lenard. Überarbeitet von Ernö und Renate Zeltner. Beim Regierungsantritt Ludwigs XVI. im Jahr 1774 wähnt ganz Frankreich sich an der Schwelle eines neuen Zeitalters. Die Bourgeoisie des Ancien Regime entfaltet eine rege kaufmännische Tätigkeit. Enorme Beträge fließen durch die ... mehr lesen
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Szerb, Antal: Reise im Mondlicht. 5 CDs

Cover: Reise im Mondlicht

Hörbuch Hamburg, Hamburg 2004, ISBN 3899031601, CD, 29,90 EUR

Gekürzte Lesung. 398 Minuten Laufzeit. Sprecher: Heikko Deutschmann. Was ist komischer als ein misslungener Selbstmord? Eine misslungene Hochzeitsreise. Nur weil Mihaly noch schnell einen Espresso trinken will, verpasst er den Zug, in dem die ihm frisch angetraute Erzsi sitzt. Sie rauscht davon und nach einigen Abenteuern zurück in die Arme ... mehr lesen
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Szerb, Antal: Die Pendragon-Legende. Roman

Cover: Die Pendragon-Legende

dtv, München 2004, ISBN 3423244259, Kartoniert, 312 Seiten, 14,50 EUR

Aus dem Ungarischen von Susanna Großmann-Vendrey. "Im Grunde fangen alle Geschichten damit an, dass ich in Budapest geboren bin" - so beginnt Janos Batky - Doktor der Philosophie - mit besonderem Interesse für die englischen Mystiker des 17. Jahrhunderts und überhaupt sehr in alles Englische verliebt, seine außerordentlich ... mehr lesen
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Szerb, Antal: Reise im Mondlicht. Roman

Cover: Reise im Mondlicht

dtv, München 2003, ISBN 3423243708, Taschenbuch, 258 Seiten, 14,00 EUR

Übersetzt von Christina Viragh. Deutsche Erstausgabe. Dem Vater zum Gefallen und mit der Absicht, fortan ein bürgerliches Leben zu führen, ist Mihaly vor kurzem dem Budapester Familienunternehmen beigetreten und hat endlich geheiratet. Mit Erzsi an seiner Seite will Mihaly den jugendlichen Bohemien nun für immer hinter sich lassen. ... mehr lesen
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11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

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23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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