Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 20.03.2010, 13.13 Uhr

Bücher der Saison

Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Alain Badiou

Alain Badiou, geboren 1937 in Rabat/Marokko, ist Philosoph, Mathematiker, Dramaturg und Romancier. Er studierte in den Fünfzigern an der Ecole Normale Superieure in Paris, unterrichtete erst von 1969 bis 1999 an der Universität von Paris VIII (Vincennes-Saint Denis) und übernahm dann den Lehrstuhl für Philosophie an der ENS. Er gibt Seminare am College International de Philosophie und ist Professor für Philosophie an der European Graduate School. Badiou ist stark geprägt von der 68er Revolte in Paris. Er war lange einer der Anführer der marxistisch-leninistischen Union des jeunesses communistes de France, zusammen mit Sylvain Lazarus und Natacha Michel ist er tonangebend in der Organisation Politique, einer Organisation, die vielfältige politische Interessen pflegt (darunter Immigration, Arbeit, Wohnen). Badiou hat mehrere Romane und Theaterstücke veröffentlicht und mehr als ein Dutzend philosophische Bücher.

Bücher von Alain Badiou

Badiou, Alain: Das Jahrhundert.

Cover: Das Jahrhundert

Diaphanes Verlag, Zürich - Berlin 2006, ISBN 3935300883, Broschiert, 238 Seiten, 24,90 EUR

Aus dem Französischen von Heinz Jatho. "Wieviele Jahre hat ein Jahrhundert? Hundert?" Diese Frage gewinnt ihren Sinn aus dem Standpunkt, den man dem Jahrhundert gegenüber einnimmt - ob es etwa derjenige der politischen Geschichte ist, der des Totalitarismusbegriffs oder derjenige der Entwicklung des globalen Kapitalismus. Retrospektiv, ... mehr lesen
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Badiou, Alain: Deleuze. Das Geschrei des Seins

Cover: Deleuze

Diaphanes Verlag, Zürich - Berlin 2003, ISBN 3935300336, Gebunden, 240 Seiten, 24,90 EUR

Aus dem Französischen von Gernot Kamecke. Die persönliche und philosophische Auseinandersetzung Badious mit Gilles Deleuze vereinigt sich in dieser Schrift zu einer überaus klaren Darstellung des Denkens des großen französischen Philosophen, an der zentrale Positionen des Denkens von Badiou selbst umso konturierter hervorteten. ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

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Buch: Das andere Ende der LeinePatricia B. McConnell: Das andere Ende der Leine
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Archiv: Bücherschauen

Vexierspielkünstler

20.03.2010: Die FAZ hat Denis Johnsons Thriller "Keine Bewegung!" gelesen und freut sich über das Gespür des Autors für kriminelle Loser. Die FR folgt der zehnjährigen Dora durch Jacques Roubauds Abenteuer und Geheimnis verheißenden "Verwilderten Park". Sehr anregend findet die NZZ Eric Hobsbawms Buch über "Globalisierung, Demokratie und Terrorismus". Die taz spürt einen Hauch von Erlösung in Don DeLillos Roman "Der Omega-Punkt". Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Engel der Nutzlosigkeit

05.03.2010: Reiche Ausbeute in diesem Monat: Wir fanden surrealistische Geschichten von Jiri Kratochvil und Leonora Carrington, Liebe überkreuz bei Ulrike Draesner, clevere Hacker bei Cory Doctorow, chinesische Gegenwartslyrik und einige Bücher, die den Rezensenten den Glauben an die Germanistik wiedergaben: Thomas Strässles Literaturgeschichte des Salzes und die Biografie der Brüder Grimm von Steffen Martus. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Emotional labiler Federfetisch

19.01.2010: Wäre Inspektor Jensen nicht von einem Feticheur mit einem Fluch belegt worden, dann wäre er nicht nach Island gefahren, nicht von einer Fremden im Bett gebissen worden und würde nicht von einem Psychopathen verfolgt. Dies alles und noch etwas Quantenphysik findet man in Linus Reichlins "Assistent der Sterne". Jochen Schmidt präsentiert mit "Gangster, Opfer, Detektive" eine 1.100 Seiten starke Typengeschichte des Kriminalromans. Mehr lesen

Kein Schlaf, nur Albträume

02.12.2009: In seinem Roman "Tokio im Jahr Null" lässt David Peace neben allen anderen Untätern auch noch einen Serienmörder umgehen. Das ergibt einen einzigen Albtraum. Die Frage ist allerdings: wessen? Mehr lesen

Papa war doch einfach der Beste

09.10.2009: In Neapel brennt der Müll, im Nordosten Italiens wird das schmutzige Geld in respektable Geschäftsgewinne verwandelt. Massimo Carlotto beschreibt in seinem Krimi "Wo die Zitronen blühen" die Anmaßungen einer Patrizierschicht, die ganze Städte ihrem Privilegiensystem unterworfen hat. Mehr lesen