Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 13.02 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Alain Badiou

Alain Badiou, geboren 1937 in Rabat/Marokko, ist Philosoph, Mathematiker, Dramaturg und Romancier. Er studierte in den Fünfzigern an der Ecole Normale Superieure in Paris, unterrichtete erst von 1969 bis 1999 an der Universität von Paris VIII (Vincennes-Saint Denis) und übernahm dann den Lehrstuhl für Philosophie an der ENS. Er gibt Seminare am College International de Philosophie und ist Professor für Philosophie an der European Graduate School. Badiou ist stark geprägt von der 68er Revolte in Paris. Er war lange einer der Anführer der marxistisch-leninistischen Union des jeunesses communistes de France, zusammen mit Sylvain Lazarus und Natacha Michel ist er tonangebend in der Organisation Politique, einer Organisation, die vielfältige politische Interessen pflegt (darunter Immigration, Arbeit, Wohnen). Badiou hat mehrere Romane und Theaterstücke veröffentlicht und mehr als ein Dutzend philosophische Bücher.

Bücher von Alain Badiou

Badiou, Alain: Die kommunistische Hypothese. Morale provisoire No.2.

Cover: Die kommunistische Hypothese

Merve Verlag, Berlin 2011, ISBN 3883962872, Kartoniert, 180 Seiten, 18,00 EUR

Aus dem Französischen von Frank Ruda und Jan Völker. Heute gilt: der Kommunismus ist gescheitert und die parlamentarisch organisierte Demokratie im Verbund mit dem zeitgenössischen Kapitalismus ist die einzige und zugleich beste Wahl, die wir haben. Badiou setzt dagegen die Frage, ob wir uns heute nicht in einer vergleichbaren Situation ... mehr lesen
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Badiou, Alain: Lob der Liebe. Ein Gespräch mit Nicolas Truong

Cover: Lob der Liebe

Passagen-Verlag, Wien 2011, ISBN 385165966X, Kartoniert, 87 Seiten, 11,90 EUR

Aus dem Französischen von Richard Steurer. Der französische Bestseller "Eloge de l'Amour" erscheint erstmals in deutscher Übersetzung. Der Philosoph Alain Badiou erklärt darin in einem Gespräch mit Nicolas Truong seinen Begriff der Liebe: Die Überzeugung, dass jeder nur seine Interessen verfolgt, ist heute ... mehr lesen
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Badiou, Alain: Ist Politik denkbar?.

Cover: Ist Politik denkbar?

Merve Verlag, Berlin 2010, ISBN 3883962651, Kartoniert, 166 Seiten, 15,00 EUR

Aus dem Französischen von Frank Ruda und Jan Völker. "Ist Politik denkbar?" ist ein philosophisches wie politisches Buch, aber kein Buch der politischen Philosophie. Es stellt die Frage, wie sich angesichts realsozialistischer Verwaltung und stalinistischer Pervertierung der kommunistischen Idee der universale Anspruch einer wahrhaft ... mehr lesen
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Badiou, Alain: Das Jahrhundert.

Cover: Das Jahrhundert

Diaphanes Verlag, Zürich - Berlin 2006, ISBN 3935300883, Broschiert, 238 Seiten, 24,90 EUR

Aus dem Französischen von Heinz Jatho. "Wieviele Jahre hat ein Jahrhundert? Hundert?" Diese Frage gewinnt ihren Sinn aus dem Standpunkt, den man dem Jahrhundert gegenüber einnimmt - ob es etwa derjenige der politischen Geschichte ist, der des Totalitarismusbegriffs oder derjenige der Entwicklung des globalen Kapitalismus. Retrospektiv, ... mehr lesen
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Badiou, Alain: Deleuze. Das Geschrei des Seins

Cover: Deleuze

Diaphanes Verlag, Zürich - Berlin 2003, ISBN 3935300336, Gebunden, 240 Seiten, 24,90 EUR

Aus dem Französischen von Gernot Kamecke. Die persönliche und philosophische Auseinandersetzung Badious mit Gilles Deleuze vereinigt sich in dieser Schrift zu einer überaus klaren Darstellung des Denkens des großen französischen Philosophen, an der zentrale Positionen des Denkens von Badiou selbst umso konturierter hervorteten. ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Dies pralle Leben

02.01.2012: Albrecht Selge flaniert durch Berlin. Christina Maria Landerl streift durch Wien. Josh Weil liebt seinen Deutz-Traktor. Mary Bauermeister experimentiert mit Karlheinz Stockhausen. Doug Saunders erkundet die Geburtsstätte der neuen Mittelschicht. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Januar. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen