Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Henri Michaux

Henri Michaux wurde 1899 im belgischen Namur, in den Ardennen, geboren. Nach einem kurzen Medizinstudium musterte er als Matrose an und fuhr ein Jahr zur See. Nach der Lektüre von Lautreamont begann er zu schreiben und verließ Belgien für immer. In Paris entstanden auch erste Kontakte zur zeitgenössischen Malerei. Seine erste große Reise führte ihn 1927 nach Ecuador; in den Jahren bis zum Zweiten Weltkrieg bereiste er Südamerika, Afrika, Süd- und Ostasien. Michauxs Werk, ursprünglich dem Surrealismus nahe, kreist auch hauptsächlich um die Entdeckung neuer Welten (z.T. mit Hilfe halluzinogener Drogen), um imaginäre Welten, Bestandsaufnahmen von Träumen. Michaux, dessen Werk 1998 in die "Bibliotheque de la Pleiade" aufgenommen wurde, starb 1984 in Paris und hinterließ ein umfangreiches zeichnerisches und literarisches Werk.

Bücher von Henri Michaux

Michaux, Henri: Wer ich war. Frühe Schriften 1922-1926

Cover: Wer ich war

Droschl Verlag, Klagenfurt 2006, ISBN 3854207026, Broschiert, 197 Seiten, 22,35 EUR

Aus dem Französischen von Dieter Hornig. Obwohl Henri Michaux später seine Anfänge zu verbergen suchte und sie mit wechselnder Konsequenz aus seinem Werkkatalog tilgte - dem ihn verehrenden Paul Celan erlaubte er allerdings eine auszugsweise Übersetzung seines ersten Buches von 1927 - konnten mittlerweile doch viele Spuren der ... mehr lesen
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Michaux, Henri: Meine Besitztümer. und andere Texte 1929 - 1938

Cover: Meine Besitztümer

Droschl Verlag, Graz 2003, ISBN 3854206410, Gebunden, 192 Seiten, 23,00 EUR

Aus dem Französischen von Paul Celan, Dieter Hornig und Kurt Leonhard. Henri Michaux: neben Kafka und Beckett ein Jahrhundertschriftsteller. Anthropologe des eigenen Ich, der äußeren und inneren Räume, der gegen die Literatur und die Poesie anschreibt, um sie zu unterlaufen mit seiner so unverwechselbaren seismographischen Schreibweise, ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Dies pralle Leben

02.01.2012: Albrecht Selge flaniert durch Berlin. Christina Maria Landerl streift durch Wien. Josh Weil liebt seinen Deutz-Traktor. Mary Bauermeister experimentiert mit Karlheinz Stockhausen. Doug Saunders erkundet die Geburtsstätte der neuen Mittelschicht. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Januar. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen