Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Elena Guro

Elena Guro, sie lebte von 1877 bis 1913, ist eine der ersten und die einzige Dichterin des frühen russischen Futurismus und die vielleicht am meisten verkannte, von der sowjetischen Literaturgeschichtsschreibung verschwiegene Autorin. Sie gehörte zum Kreis jener damals so vielen Doppelbegabungen im Malerischen wie im Literarischen, war an allen frühen Almanachen der Futuristen mit eigenen Arbeiten beteiligt, mit Gedichten, mit Prosa, mit Bildern und Illustrationen. Als Dichterin hat Elena Guro, unverkennbar eine Petersburgerin, einen ganz eigenen Ton gefunden. Ihre pastellleichten, ironisch überhöhten Stadtbilder, gewiss von der Prosa der Symbolisten beeinflusst, - lassen an die Großstadtpoesie Majakowski, aber mehr noch an die Welimir Chlebnikows denken; interessanterweise haben diese so unterschiedlichen Autoren Elena Guro beide verehrt und geliebt. Verheiratet mit dem Komponisten, Schriftsteller und Verleger Michail Matjusin, einer der wichtigsten Förderer der Futuristen, wurde beider Wohnung in Petersburg zu einem Aktions-Zentrum der Avantgarde.

Bücher von Elena Guro

Guro, Elena: Lieder der Stadt. Prosa und Zeichnungen

Friedenauer Presse, Berlin 2003, ISBN 3932109333, Gebunden, 32 Seiten, 9,50 EUR

Herausgegeben und aus dem Russischen übersetzt von Peter Urban. Ganz im Gegensatz zum kämpferischen Impetus und dem Getöse, mit dem die Futuristen in der Öffentlichkeit auftraten, ist der Ton Elena Guros, die sich (wie auch Chlebnikov) konsequent von öffentlichen Disputen ferngehalten hat, ein leiser, nachdenklicher, von ihrer ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Dies pralle Leben

02.01.2012: Albrecht Selge flaniert durch Berlin. Christina Maria Landerl streift durch Wien. Josh Weil liebt seinen Deutz-Traktor. Mary Bauermeister experimentiert mit Karlheinz Stockhausen. Doug Saunders erkundet die Geburtsstätte der neuen Mittelschicht. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Januar. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen