Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Georg Forster

Georg Forster wurde 1754 in Nassenhuben bei Danzig als Sohn eines Pastors (englischer Herkunft) geboren. Er bereiste als Kind mit seinem Vater Russland und war gerade achtzehn Jahre alt, als sich ihm die Chance bot, mit seinem Vater Captain Cook auf dessen zweiter Weltreise zu begleiten. Die Eindrücke und Beobachtungen, die er in seiner Reise um die Welt zusammenfasste, begründeten seinen Ruf als herausragender Naturforscher und brillanter Schriftsteller. Er traf später Benjamin Franklin und den französischen Gelehrten Graf Buffon in Paris, pflegte einen regen Austausch mit Goethe, Herder und Wieland und sympathisierte mit den Idealen der Französischen Revolution, die er am Ende einer dreimonatigen Reise mit dem jungen Alexander von Humboldt in Paris aus unmittelbarer Nähe erlebte. Forster war einer der Gründer der ersten deutschen Republik in Mainz, ein überzeugter Jakobiner, der zum Deputierten in die Pariser Nationalversammlung gewählt wurde. In Deutschland vom Kerker bedroht, starb er 1794 vereinsamt im Alter von nur 39 Jahren an den Folgen einer Tropenkrankheit.

Bücher von Georg Forster

Forster, Georg: James Cook, der Entdecker. Und Fragmente über Capitain Cooks letzte Reise und sein Ende

Cover: James Cook, der Entdecker

Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2008, ISBN 3821858400, Gebunden, 176 Seiten, 24,95 EUR

Georg Forster über James Cook - illustriert mit den in Sydney entdeckten Aquarellen. Dreizehn Jahre nach seiner in "Reise um die Welt" beschriebenen Forschungsfahrt errichtet Georg Forster seinem damaligen Kapitän ein Denkmal - Cook war 1779 in Hawaii auf seiner dritten Weltumseglung von Eingeborenen erschlagen worden. In einer umfassenden ... mehr lesen
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Forster, Georg: Reise um die Welt.

Cover: Reise um die Welt

Die Andere Bibliothek/Eichborn, Frankfurt am Main 2007, ISBN 3821862033, Gebunden, 608 Seiten, 79,00 EUR

Mit ca. 80 großformatigen Abbildungen. Illustriert von eigener Hand. Mit einem biografischen Essay von Klaus Harpprecht und einem Nachwort von Frank Vorpahl. Der Weltumsegler und Forscher, der Schriftsteller, der Aufklärer, der Revolutionär Georg Forster ist der geheime, der verdrängte, der unterschlagene Klassiker der deutschen ... mehr lesen
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Forster, Georg: Entdeckungsreise nach Tahiti und in die Südsee 1772-1775. 2 CDs

Cover: Entdeckungsreise nach Tahiti und in die Südsee 1772-1775

Edition Erdmann, Hamburg 2002, ISBN 3829112114, CD, 16,00 EUR

2 CDs, circa 155 Minuten. Gelesen von Kristian Bader. Georg Forster schildert die Suche nach dem sagenumwobenen Südland, das seit der Antike Geographen und Seefahrer beschäftigt hatte. Er begleitete mit seinem Vater den legendären James Cook auf dieser Reise, die mehr als tausend Tage dauerte. Die Entdeckung der Neuen Hebriden, von Neukaledonien ... mehr lesen
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Forster, Georg: Reise um die Welt mit Kapitän Cook.

Cover: Reise um die Welt mit Kapitän Cook

Lamuv Verlag, Göttingen 2002, ISBN 3889776191, Kartoniert, 304 Seiten, 12,90 EUR

Herausgegeben und mit einem Vorwort von Hans Ekkart Rübesamen. Auf der Suche nach dem Südland (Terra Australis) umsegelte James Cook als Erster die Welt von West nach Ost, begleitet von Johann Reinhold Forster und seinem Sohn Georg. Nach Querelen verbot Cook jedoch Forster jegliche Veröffentlichungen über die Expedition. Stattdessen ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Dies pralle Leben

02.01.2012: Albrecht Selge flaniert durch Berlin. Christina Maria Landerl streift durch Wien. Josh Weil liebt seinen Deutz-Traktor. Mary Bauermeister experimentiert mit Karlheinz Stockhausen. Doug Saunders erkundet die Geburtsstätte der neuen Mittelschicht. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Januar. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen