Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 10.24 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Andre Breton

Andre Breton wurde 1896 in Tinchebray (Orne) geboren. Er verbrachte seine Kindheit in der Bretagne am Atlantik und begann früh, Gedichte zu schreiben. Ein angefangenes Medizinstudium mündete in die Beschäftigung mit der Psychiatrie. 1921 traf Breton Siegmund Freud in Wien.
Während des ersten Weltkrieges versorgte Breton in Nantes Geisteskranke und schloss sich 1916 zunächst der dadaistischen Bewegung an, dann wandte er sich dem Surrealismus zu. Zusammen mit Louis Aragon und Philippe Soupault gründete er die Zeitschrift "Litterature". Breton und seine Kollegen glaubten, die Quelle für die persönliche und soziale Freiheit läge im Unbewussten.
Von 1927 bis 1935 war Breton Mitglied der Kommunistischen Partei, die er aus Abscheu vor den stalinistischen Verbrechen verließ. Trotzdem gründete er 1938 zusammen mit Leo Trotzki die Federation de l'Art Revolutionnaire Independant. Vor der deutscher Besetzung Frankreichs floh Breton u.a. mit Marcel Duchamp und Max Ernst in die Vereinigten Staaten.
1946 kehrte Breton nach Frankreich zurück und gründete eine Gruppe junger Surrealisten. Er starb 1966 in Paris. Zu seinen bekanntesten Werken zählen "L'Amour fou", "Die Manifeste des Surrealismus" und "Nadja".

Bücher von Andre Breton

Breton, Andre: Nadja.

Cover: Nadja

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3518223518, Gebunden, 156 Seiten, 14,80 EUR

Aus dem Französischen von Bernd Schwibs. Mit einem Nachwort von Karl Heinz Bohrer. "Nadja" ist die Geschichte einer zufälligen Begegnung, die zugleich die Aktualisierung einer lange bestehenden, äußerst intensiven Bekanntschaft zu sein scheint. Nadja wird geschildert als eine junge Frau, die auf geheimnisvolle Weise mit dem Erzähler ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Golden german tor lass uns ein als große fisch

10.02.2012: Die SZ ermittelt mit Martin Amis' Roman "Die schwangere Witwe" jenen Nullpunkt, an dem sich Sex und Liebe trennten. Die FAZ geht mit Didier Decoin der Frage nach, warum 38 Menschen der um ihr Leben kämpfenden Kitty Genovese nicht halfen. Die FR feiert den "famose Falschmünzer" Juri Andruchowytsch und seinen Roman "Perversion". Begeistert ist sie auch von Michael Ondaatjes Roman "Katzentisch". Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Dies pralle Leben

02.01.2012: Albrecht Selge flaniert durch Berlin. Christina Maria Landerl streift durch Wien. Josh Weil liebt seinen Deutz-Traktor. Mary Bauermeister experimentiert mit Karlheinz Stockhausen. Doug Saunders erkundet die Geburtsstätte der neuen Mittelschicht. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Januar. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen