Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 10.02.2012, 17.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Jürgen Becker

Jürgen Becker, 1932 in Köln geboren, begann nach kurzem, abgebrochenem Studium seine Existenz als freier Schriftsteller; seinen Lebensunterhalt bestritt er jahrelang mit wechselnden Tätigkeiten, als Arbeiter und Angestellter, als Werbeassistent und Journalist. Er arbeitete für den WDR und in den Verlagen Rowohlt und Suhrkamp. Zwanzig Jahre lang, bis 1993, leitete er die Hörspielredaktion des Deutschlandfunks.
Aufmerksamkeit fand Jürgen Becker mit seinem ersten Prosabuch "Felder" (1964); die beiden folgenden Bücher "Ränder" (1968) und "Umgebungen" (1970) festigten seinen Ruf als Verfasser experimenteller Literatur. Zugleich wirkte er mit seinen ersten Hörspielen (Bilder, Häuser, Hausfreunde) am Entstehen des "Neuen Hörspiels" mit. In seinem 1971 veröffentlichten Fotobuch "Eine Zeit ohne Wörter" verschmolz er seine literarische Arbeit mit dem visuellen Medium. Die künstlerischen Grenzüberschreitungen der Avantgarde hatte er 1965 bereits mit dem Band "Happenings" dokumentiert, einer Gemeinschaftspublikation mit dem Happening-Künstler Wolf Vostell. In den siebziger und achtziger Jahren konzentrierte sich Jürgen Becker auf die Lyrik. 1999 erschien "Aus der Geschichte der Trennungen", sein erster Roman. Jürgen Becker erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter den Uwe-Johnson-Preis für seinen Roman "Aus der Geschichte der Trennungen" und den Hermann-Lenz-Preis für sein Prosawerk.

Bücher von Jürgen Becker

Becker, Jürgen: Im Radio das Meer. Journalsätze

Cover: Im Radio das Meer

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 3518421085, Gebunden, 245 Seiten, 19,80 EUR

Mit diesem Buch bewegt sich Jürgen Becker im Grenzbereich der literarischen Möglichkeiten. Nach dem Journalroman "Schnee in den Ardennen" und den Journalgeschichten "Die folgenden Seiten" verbleiben nur mehr Journalsätze, die der Strom der Wahrnehmungen, Erinnerungen und Imaginationen zurücklässt. Es sind ... mehr lesen
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Becker, Jürgen: Dorfrand mit Tankstelle. Gedichte

Cover: Dorfrand mit Tankstelle

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2007, ISBN 3518224204, Gebunden, 95 Seiten, 11,80 EUR

In diesen fünfzig Gedichten, entstanden zwischen 1999 und 2006, tauchen die Umrisse einer poetischen Landschaft auf, die vertraut und zugleich wie aufs neue wahrgenommen erscheint. Wo Jürgen Becker das Repertoire seiner Motive durchmustert, entdeckt er, was sich an Erfahrungen, Bewußtseinslagen, Sehweisen und Befindlichkeiten verändert ... mehr lesen
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Becker, Jürgen: Die folgenden Seiten. Journalgeschichten

Cover: Die folgenden Seiten

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3518418203, Gebunden, 156 Seiten, 17,80 EUR

Der Erzähler hat Sorgen, dass er nicht ausreichend beschäftigt wird. Der Fernsehmoderator beschließt, Reiseschriftsteller zu werden, ohne dass er das Haus verlässt. Eine Wohnung wird leergeräumt, aber richtig leer wird sie offenbar nie. Namen tauchen wieder auf, die doch alle vergessen schienen. Hanna zum Beispiel, aber ist ... mehr lesen
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Becker, Jürgen: Schnee in den Ardennen. Journalroman

Cover: Schnee in den Ardennen

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3518414585, Gebunden, 186 Seiten, 19,90 EUR

Eine Dachkammer in einem abgelegenen Gehöft ist der Raum von Imaginationen und Erinnerungen. Hier beginnt der Erzähler sein "Journal", und was er aufzeichnet, sind Vorgänge in nächster Umgebung und in ferner Vergangenheit, im Traum und in der Wirklichkeit. Beckers Beobachtungen streifen die Hügellandschaft seiner rheinischen ... mehr lesen
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Becker, Jürgen / Bohne, Rango: Häuser und Häuser. Fünfunddreißig Prosatexte, fünfunddreißig Bilder

Cover: Häuser und Häuser

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3518413074, Gebunden, 75 Seiten, 34,00 EUR

In den Bildern der Malerin Rango Bohne hat Jürgen Becker schon oft seine Motive für Gedichte und Prosastücke gefunden. Drei Bücher sind so entstanden: Fenster und Stimmen (1982), Frauen mit dem Rücken zum Betrachter (1989), Korrespondenzen mit Landschaft (1996). In diesem, dem vierten gemeinsamen Buch, sind es wiederum die Bilder, ... mehr lesen
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10.02.2012: Die SZ ermittelt mit Martin Amis' Roman "Die schwangere Witwe" jenen Nullpunkt, an dem sich Sex und Liebe trennten. Die FAZ geht mit Didier Decoin der Frage nach, warum 38 Menschen der um ihr Leben kämpfenden Kitty Genovese nicht halfen. Die FR feiert den "famose Falschmünzer" Juri Andruchowytsch und seinen Roman "Perversion". Begeistert ist sie auch von Michael Ondaatjes Roman "Katzentisch". Mehr lesen

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28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

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23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen