Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 25.05.2012, 14.00 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Werner Bräunig

Werner Bräunig wurde 1934 in Chemnitz geboren. Nach einer Schlosserlehre arbeitete er in verschiedenen Berufen und schlug sich auch als Gelegenheitsarbeiter in Westdeutschland durch, ehe er in die DDR zurückkehrte und unter anderem kurze Zeit im Uranbergbau der Wismut-AG beschäftigt war. Mitte der fünfziger Jahre begann er zu schreiben und galt bald als große Hoffnung der jungen DDR-Literatur. Man ließ ihn, den schreibenden Arbeiter, den Aufruf zur Bitterfelder Konferenz verfassen, dessen Slogan "Greif zur Feder, Kumpel" berühmt wurde. Nach einem Studium am Literaturinstitut "Johannes R. Becher" war er dort Dozent. Dann aber wurde 1965 ein Vorabdruck aus dem Roman "Rummelplatz" auf dem berüchtigten 11. Plenum der SED so heftig angegriffen, dass der Roman nicht mehr erscheinen konnnte. 1976 starb Werner Bräunig in Halle mit 42 Jahren.

Bücher von Werner Bräunig

Bräunig, Werner: Rummelplatz. Roman

Cover: Rummelplatz

Aufbau Verlag, Berlin 2007, ISBN 3351032102, Gebunden, 750 Seiten, 24,95 EUR

Schlimmer als die Ruinen sind kurz nach Kriegsende die Entwurzelung und der desolate Zustand der Menschen. In der "Wismut", dem riesigen Abbaubetrieb für Uranerz, treffen sie aufeinander, die Heimkehrer und Glücksritter, deutsche Bergleute und sowjetische Schachtleitung. Dieser Staat im Staate spiegelt die Situation in der einen ... mehr lesen
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Bräunig, Werner: Rummelplatz. Roman. 6 CDs

Cover: Rummelplatz

Audio Verlag, Berlin 2007, ISBN 3898136744, CD, 29,99 EUR

6 CDs, 476 Minuten Laufzeit. Gelesen von Jörg Gudzuhn. Schlimmer als die Ruinen sind kurz nach Kriegsende die Entwurzelung und der desolate Zustand der Menschen. In der "Wismut", dem riesigen Abbaubetrieb für Uranerz, treffen sie aufeinander, die Heimkehrer und Glücksritter, deutsche Bergleute und sowjetische Schachtleitung. ... mehr lesen
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Bräunig, Werner: Gewöhnliche Leute. Erzählungen

Cover: Gewöhnliche Leute

Aufbau Verlag, Berlin 2008, ISBN 3351032307, Gebunden, 300 Seiten, 19,95 EUR

Man hatte ihn missverstanden, verdächtigt, diffamiert. Nun wollte er beweisen, dass er sich an den großen Erzählern seiner Zeit messen lassen konnte. Es sind sensible Geschichten über das Ungewöhnliche im Alltäglichen, die Werner Bräunig nach den Auseinandersetzungen um seinen Roman "Rummelplatz" schrieb. ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Ungesetzliche Liaison

25.05.2012: Die FAZ taucht mitgenommen aus Stefan Merrill Blocks Roman über seinen bipolaren Großvater auf und verliebt sich mit Peter Goldsworthys 15-jährigen Helden in eine Lateinlehrerin. Die SZ findet die erstaunlichsten Querverbindungen in Marcel Beyers Reisebeschreibungen, Gedichten und ornithologischen Recherchen. Und sie stellt fest: Wer heute über Plagiat und Urheberrecht reden will, muss Philipp Theisohn lesen. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen