Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 24.05.2012, 14.09 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Ruth Berlau

Ruth Berlau, 1906 in Kopenhagen als Tochter eines wohlhabenden Kaufmanns geboren, musste weger einer Schwangerschaft die Schule mit 13 Jahren verlassen, nahm Schauspielunterricht und spielte in Stücken von Bertolt Brecht, den sie in Dänemark bekanntmachte. Von einer Radtour durch die Sowjetunion 1930 kehrte sie als begeisterte Kommunistin zurück und wurde Mitglied der dänischen KP. 1933 lernte sie Bert Brecht kennen, schloss sich etwas später als Geliebte seinem Clan an und folgte ihm und Helene Weigel ins Exil in die USA. Hier begann sie als Regisseurin und Fotografin von Brechts Stücken zu arbeiten. Nach ihrer Rückkehr nach Berlin entfremdeten sich die beiden. Berlau verfiel dem Alkohol, vereinsamte und starb schließlich, als ihr Bett durch eine Zigarette in Brand geriet.

Bücher von Ruth Berlau

Berlau, Ruth: Ruth Berlau. Fotografin an Brechts Seite

Cover: Ruth Berlau

Propyläen Verlag, München 2003, ISBN 3549072066, Gebunden, 192 Seiten, 39,00 EUR

Herausgegeben von Grischa Meyer. Ruth Berlau, 1906 in Kopenhagen geborene Schauspielerin, Regisseurin und Schriftstellerin, gehörte mehr als zwei Jahrzehnte lang zum illustren Kreis der Frauen um Bert Brecht. Ihr Beitrag zur Dokumentation von Brechts Theaterarbeit hat historischen Rang, von ihr stammen einige der berühmtesten Brecht-Porträts. ... mehr lesen
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Berlau, Ruth: Jedes Tier kann es. Erzählungen. Gekürzte Lesung von Judith Steinhäuser

Cover: Jedes Tier kann es

Hörkultur, Dänikon 2006, ISBN 3952308706, CD, 29,90 EUR

3 CDs. Laufzeit 185 Minuten. Ruth Berlau, langjährige Gefährtin von Bertolt Brecht, schreibt über die körperliche Liebe bzw. die Unfähigkeit der Männer zu dieser - aus Sicht der Frauen. Was 1951 in Deutschland fast einen Skandal provoziert hätte, wirkt heute so modern wie eben geschrieben. Judith Steinhäuser ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Faktenhuber

24.05.2012: Aichinger hören, empfiehlt die Zeit. Bei Felicitas Hoppe hält sie sich die Ohren zu: Das klappert. Die SZ stellt eine Alkibiades-Biografie vor. Die NZZ sucht mit Adorno den Konvergenzpunkt von Philosophie und Soziologie. Gründliche Ermittlung bescheinigt die FR dem Reporterteam Koldehoff/Timm im Kunstfälscherprozess Beltracchi. Die FAZ zieht höchste finanzpolitische Autorität heran, um Thilo Sarrazin Unfug vorzuwerfen. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen