Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 10.25 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Raymond Federman

Raymond Federman, geboren 1928 in Montrouge nahe Paris und 2009 in San Diego gestorben, verlor seine ganze Familie in Auschwitz und emigrierte 1947 in die USA. Dort arbeitet er zunächst als Jazz-Saxofonist. 1951 meldete er sich aufgrund der Aussicht, danach ein Stipendium für ein Studium zu erhalten, zum Militärdienst in der US Army und wurde wegen seiner Französisch-Kenntnisse in Tokio bei einer Übersetzerkompanie der Armee eingesetzt. 1953 wurde er amerikanischer Staatsbürger und nahm 1954 an der Columbia University ein Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft auf. Von 1964 an arbeitete Federman als Dozent an der State University of New York in Buffalo. Auch als er später als freier Schriftsteller leben konnte, hatte er mehrfach Gastprofessuren inne und hielt Vorlesungen an amerikanischen wie europäischen Hochschulen.

Bücher von Raymond Federman

Federman, Raymond: Mein Körper in neun Teilen.

Cover: Mein Körper in neun Teilen

Matthes und Seitz, Berlin 2008, ISBN 3882217065, Gebunden, 125 Seiten, 14,90 EUR

Aus dem Amerikanischen von Peter Torberg. Raymond Federman erzählt von seiner Kindheit in Frankreich, seinem Leben als Erwachsener in den USA, seiner jüdischen Herkunft, seiner Karriere als Schriftsteller und unterscheidet in den leicht und humorvoll erzählten Geschichten nicht zwischen Wahrheit und Lüge, Erfundenem und Erinnerung. ... mehr lesen
bestellen bei buecher.de

Federman, Raymond: Pssst! Geschichte einer Kindheit.

Cover: Pssst! Geschichte einer Kindheit

Weidle Verlag, Bonn 2008, ISBN 393880310X, Gebunden, 203 Seiten, 23,00 EUR

Aus dem Französischen von Andrea Spingler. Am 16. Juli 1942 gegen 5:30 Uhr drang französische Polizei in die Wohnung der Federmans in Montrouge ein, um die jüdische Familie festzunehmen. Raymond Federmans Mutter schubste ihren 14-jährigen Sohn mit einem Bündel Kleider in eine Abstellkammer. Sie sagte "Chut "( "Pssst!") ... mehr lesen
bestellen bei buecher.de

Federman, Raymond: Eine Liebesgeschichte oder so was. Roman

Cover: Eine Liebesgeschichte oder so was

Matthes und Seitz, Berlin 2010, ISBN 3882216824, Gebunden, 196 Seiten, 19,80 EUR

Aus dem Amerikanischen von Peter Torberg. Der Roman erzählt die Geschichte von Moinous, einem liebenswerten, einsamen und armen französischen Emigranten in New York, der sich in die etwas ältere Sucette verliebt, eine bürgerliche politische Aktivistin und angehende Schriftstellerin. Die vertrackte Liebesgeschichte entwickelt sich ... mehr lesen
bestellen bei buecher.de

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Ungesetzliche Liaison

25.05.2012: Die FAZ taucht mitgenommen aus Stefan Merrill Blocks Roman über seinen bipolaren Großvater auf und verliebt sich mit Peter Goldsworthys 15-jährigen Helden in eine Lateinlehrerin. Die SZ findet die erstaunlichsten Querverbindungen in Marcel Beyers Reisebeschreibungen, Gedichten und ornithologischen Recherchen. Und sie stellt fest: Wer heute über Plagiat und Urheberrecht reden will, muss Philipp Theisohn lesen. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
Mehr lesen

Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen