Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Ota Filip

Ota Filip, geboren 1930 in Schlesisch-Ostrau (Tschechoslowakei), arbeitete nach Abitur und Journalistik-Studium in der Tschechoslowakei als Redakteur in verschiedenen Zeitungen und im Rundfunk, ab 1960 bis Ende 1967 als Hilfsarbeiter. In dieser Zeit begann er aus Langeweile den Roman "Cafe an der Straße zum Friedhof" zu schreiben, für den er 1967 den Großen Preis der Stadt Ostrau erhielt. Ab 1968 arbeitete er als Verlagslektor. Ein Jahr nach der Okkupation des Landes, im Jahr 1969, wurde er wegen "Unterwühlung der sozialistischen Gesellschaft" verurteilt und saß 14 Monate im Gefängnis. Danach war er als Möbelmonteur, Lastwagenfahrer und Bauarbeiter tätig.
1974 wurde er mit seiner Familie ausgebürgert und lebt seitdem als freier Schriftsteller in Oberbayern. Er ist Mitglieder der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, des deutschen P.E.N.-Zentrums in Darmstadt und des Tschechischen Schriftstellerverbandes.

Bücher von Ota Filip

Filip, Ota: Der siebente Lebenslauf. Autobiografischer Roman

Cover: Der siebente Lebenslauf

F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung, München 2001, ISBN 3776622342, Gebunden, 448 Seiten, 20,39 EUR

Der tragische Impuls für die Niederschrift dieser Romanbiografie war der Selbstmord von Ota Filips Sohn Pavel. Er wurde, so vermutet man, durch manipulierte Wahrheiten und Halbwahrheiten ausgelöst, auf Grund von echten, aber auch zweifelhaften, in der Prager Unterwelt gekauften Dokumenten, die zu einer Pressekampagne führten, in der Ota Filip der ... mehr lesen
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Filip, Ota: Cafe Slavia. Roman

Cover: Cafe Slavia

F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung, München 2001, ISBN 3776622555, Gebunden, 271 Seiten, 17,84 EUR

Zwischen "magischem Realismus und phantastischer Fabulierkunst" erzählt Ota Filip in diesem phantastischen Roman die Geschichte Prags als einen Teil der Weltgeschichte und unterstreicht deutlich die tschechische Besonderheit: Nikolaus Graf Belecredos, der letzte seines Geschlechts, erlebt in Prag zwischen 1910 und 1968 die großen Umwälzungen des ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen