Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Michael Checinski

Michael Moshe Checinski wurde 1924 in Lodz (Polen) geboren. Im Februar 1940 wurde er mit seiner Familie in das Ghetto Lodz gesperrt, wo er als Fräser in einer Metallfabrik arbeitete. Er gehörte zu den Mitbegründern des jüdischen Widerstands im Lodzer Ghetto. Ende August 1944 folgte die Deportation nach Ausschwitz. Seine Eltern wurden vergast, seine Schwester im Konzentrationslager Stutthof und sein älterer Bruder in Bergen-Belsen umgebracht. Ihm selbst gelang während des Todesmarsches 1945 die Flucht. Er trat als Freiwilliger der Roten Armee bei und kämpfte dort bis zum Ende des Krieges. Im Nachkriegspolen war Checinski zunächst als Metallarbeiter tätig. Nach einem Studium der Wirtschaftslehre ging er als Dozent an die Militärakademie in Warschau. Seit 1969 ist er in Israel beheimatet, war dort zunächst an der Hebrew University of Jerusalem, danach an der Harvard University in den USA tätig. Von 1984 bis 1996 war Checinski Professor für Militärwirtschaft im G. Marshall European Center for Security Studies in Garmisch-Partenkirchen. Checinski hat zahlreiche wissenschaftliche Bücher und Artikel in Polnisch, Englisch, Deutsch und Hebräisch veröffentlicht. Er lebt in Israel und in Garmisch-Partenkirchen.

Bücher von Michael Checinski

Checinski, Michael: Die Uhr meines Vaters.

Cover: Die Uhr meines Vaters

Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3821816031, Gebunden, 281 Seiten, 20,35 EUR

Aus dem Englischen von Matthias Fienbork. Im Getto von Lodz wurden auf engstem Raum 160.000 Menschen untergebracht, 870 von ihnen überlebten. Checinski, einer Familie von Rabbinern entstammend, läßt das Stetl, die verschwundene Welt des Ostjudentums, in seiner bildhaften Erzählweise noch einmal auferstehen. Die Schrecken der deutschen Besatzung ... mehr lesen
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Checinski, Michael: Der traurige Frühling.

Cover: Der traurige Frühling

Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2003, ISBN 382181604X, Gebunden, 226 Seiten, 15,00 EUR

Michael Checinski ist 21 Jahre alt, als er 1945 in seine Heimatstadt Lodz zurückkehrt. Voller Optimismus, voller Hoffnungen, sich ein neues Leben aufzubauen, will er sich für eine bessere Gesellschaft engagieren. Er begegnet alten Freunden aus der Zeit des gemeinsamen Widerstands im Getto. Checinski ist, wie viele andere auch, überzeugter ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen