Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 25.05.2012, 14.00 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Maurice Blanchot

Maurice Blanchot, 1907 in Quain in Frankreich geboren, studierte Philosophie und Deutsch in Straßburg und begann 1931, journalistisch zu arbeiten. Er entwickelte früh Sympathien für die rechtsgerichtete Presse um Thierry Maulnier. Im Zeichen einer geistigen Revolution bekämpfte er Kapitalismus, Parlamentarismus wie auch Kommunismus und Antisemitismus gleicherweise. Ab 1941 erscheinen seine ersten Bücher. Dank glücklicher Umstände entging Blanchot 1944 nur knapp der Exekution durch deutsche Soldaten. Nach dem Zweiten Weltkrieg etablierte sich Blanchot als einer der wichtigsten Kritiker und Intellektuellen Frankreichs, unter anderem schrieb er auch für die Zeitschriften "L'Arche", "Critique" und "Les Temps modernes". Maurice Blanchot starb am 2003 in Paris.

Bücher von Maurice Blanchot

Blanchot, Maurice: Im gewollten Augenblick. Erzählung

Urs Engeler Editor, Wien - Basel 2004, ISBN 3905591790, Gebunden, 121 Seiten, 17,00 EUR

Aus dem Französischen von Jürg Laederach. Maurice Blanchots Leben und Werk steht im Zeichen des Paradoxes. Als er vor zwei Jahren starb, war es, als wäre er, der Zeit seines Lebens unfassbar blieb, erst recht zum Leben erwacht: kein Feuilleton, das etwas auf sich hält, das ihn nicht ausführlich gewürdigt hätte. Doch ... mehr lesen
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Blanchot, Maurice: Der letzte Mensch. Erzählung

Urs Engeler Editor, Basel 2005, ISBN 3905591936, Gebunden, 131 Seiten, 17,00 EUR

Aus dem Französischen von Jürg Laederach. "In 'Der letzte Mensch'", schreibt der Übersetzer Jürg Laederach zu "Le dernier homme", "vollzieht Blanchots Erzähler mit seinem Blick eine Zangenbewegung um eine einzige Person, man könnte sie einen zerfledderten Absolutisten oder ein Treppen steigendes, ... mehr lesen
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Blanchot, Maurice: Die Schrift des Desasters.

Cover: Die Schrift des Desasters

Wilhelm Fink Verlag, München 2005, ISBN 3770536916, Gebunden, 190 Seiten, 19,90 EUR

"Wir stehen am Rand des Desasters, ohne dass wir es in der Zukunft verorten könnten, es ist vielmehr immer schon vergangen, und trotzdem stehen wir am Rand oder unter der Androhung, alles Formulierungen, die die Zukunft einbegreifen würden, wäre das Desaster nicht das, was nicht kommt, was jede Ankunft eingestellt hat. Das Desaster ... mehr lesen
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Blanchot, Maurice: Thomas der Dunkle. Erzählung

Urs Engeler Editor, Basel 2007, ISBN 3938767219, Gebunden, 128 Seiten, 17,00 EUR

Aus dem Französischen übersetzt von Jürg Laederach. Die Gewissheit, vom Leben zum Tod zu gehen, ist ebenso selbstverständlich wie erschreckend: Von einem Moment zum nächsten ist, was war, nicht mehr. Diese Erfahrung, oder eher: die Unmöglichkeit dieser Erfahrung ist, was Blanchots Schreiben im Innersten bewegt. Sie ist ... mehr lesen
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Blanchot, Maurice: Die Freundschaft.

Cover: Die Freundschaft

Matthes und Seitz, Berlin 2010, ISBN 3882215437, Gebunden, 320 Seiten, 29,90 EUR

Aus dem Französischen von Uli Menke und Ulrich Kunzmann. In diesem Georges Bataille gewidmeten, umfangreichen Essay-Band beschäftigt sich Maurice Blanchot mit einer Reihe von Themen aus Kunst, Literatur, Ethnologie und Philosophie. Neben den berühmt gewordenen Schriften zu Kafka finden sich darin auch Auseinandersetzungen mit Albert Camus, ... mehr lesen
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Blanchot, Maurice: Der Allerhöchste. Roman

Cover: Der Allerhöchste

Matthes und Seitz Berlin, Berlin 2011, ISBN 3882216271, Gebunden, 408 Seiten, 24,90 EUR

Aus dem Französischen von Nathalie Mälzer-Semlinger. Mit einem Essay von Maurice Blanchot. Mit der ersten deutschen Übersetzung kann ein großer, ein erstaunlicher, ein monströser Text der literarischen Moderne entdeckt werden, in dem das verschlungene Verhältnis von Krankheit und Gesundheit, Ausgrenzung und Wahnsinn beinahe ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Ungesetzliche Liaison

25.05.2012: Die FAZ taucht mitgenommen aus Stefan Merrill Blocks Roman über seinen bipolaren Großvater auf und verliebt sich mit Peter Goldsworthys 15-jährigen Helden in eine Lateinlehrerin. Die SZ findet die erstaunlichsten Querverbindungen in Marcel Beyers Reisebeschreibungen, Gedichten und ornithologischen Recherchen. Und sie stellt fest: Wer heute über Plagiat und Urheberrecht reden will, muss Philipp Theisohn lesen. Mehr lesen

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07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

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28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

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23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen