Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Marieluise Fleißer

Marieluise Fleißer wurde am 23. November 1901 in Ingolstadt geboren. Während ihres Studiums in München lernte sie Lion Feuchtwanger und Bert Brecht kennen, die ihre Mentoren wurden. 1929 erschien ihr Stück "Pioniere in Ingolstadt", dessen Berliner Inszenierung einen Skandal auslöste und sie in ihrer Heimatstadt zur Ausgestoßenen machte. Nach dem Bruch mit Brecht kehrte Fleißer trotzdem nach Ingolstadt zurück und unterbrach ihre literarische Karriere, um im Tabakwarenladen ihres neuen Ehemannes zu arbeiten. Erst Ende der 60er Jahre begann die am 2. Februar 1974 in Ingolstadt gestorbene Dramatikerin wieder zu schreiben. Ihre Stücke erlebten in den frühen siebziger Jahren vor allem durch die Verfilmungen von Fassbinder eine Art Renaissance.

Bücher von Marieluise Fleißer

Fleißer, Marieluise: Marieluise Fleißer: Briefwechsel 1925?1974.

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3518412760, Gebunden, 742 Seiten, 34,77 EUR

Herausgegeben von Günther Rühle. Der Band ist auch als Taschenbuch erhältlich (ISBN 3518397818) für 32,90 DM. Marieluise Fleißer, erfolgreiche Stückeschreiberin in den zwanziger Jahren, Freundin Brechts und Feuchtwangers, fasste nach dem Elend des "Dritten Reichs" über viele Jahre nicht mehr Fuß im Literatur- und Kulturbetrieb, bis sie in den ... mehr lesen
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Fleißer, Marieluise: Marieluise Fleißer: Erzählungen.

Cover: Marieluise Fleißer: Erzählungen

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2001, ISBN 351839780X, Taschenbuch, 334 Seiten, 10,17 EUR

Herausgegeben und mit einem Nachwort von Günther Rühle. Aus Anlass des 100. Geburtstags von Marieluise Fleißer am 23. November 2001 erscheint eine Auswahl ihrer Erzählungen in einem Band. Erzählungen über das schwierige Glück und die Nötigungen des Lebens. ... mehr lesen
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Fleißer, Marieluise: Eine Zierde für den Verein. Roman vom Rauchen, Sporteln, Lieben und Verkaufen. 2 CDs

Cover: Eine Zierde für den Verein

Lohrbär Verlag, Regensburg 2011, ISBN 3939529109, Hörbuch, 17,90 EUR

2 CDs, 120 Minuten. Musik: Norbert Vollath. Gesprochen von Eva Sixt. Eine oberbayerische Provinzstadt am Ende der 20er Jahre. Wo die Liebe hinfällt: Frieda Geier, die auf ihren eigenen Beinen mitten im Leben steht, die sich ohne männliche Hilfe durch die Wirtschaftskrise schlägt und ihrer kleinen Schwester eine höhere Schulausbildung finanziert, ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen